Wie ticken religiöse Jugendliche?

Worum es geht: Jeder 7. Jugendliche in Deutschland gilt als „Hochreligiös“, in der letztjährigen Empirica Jugendstudie wurde von den deutschen Theologen Tobias Faix und Tobias Künkler untersucht wie Jugendliche zwischen 14-29 Jahren ihren Glauben leben. Hier sind vier interessante Funde:

  1. Lobpreislieder prägen den Glauben der Jugendlichen mehr als das Bibellesen. „Lobpreis ist auch deshalb so beliebt, weil der eigene Körper von den Jugendlichen als Resonanzraum empfunden wird, in dem sie Gott erleben. Sie spüren sich und Gott“, erklärt Faix im Gespräch mit pro. Und während die ältere Generation Gottesdienste aus Tradition und innerer Verpflichtung heraus besucht, geht es den jungen Leuten vor allem darum, Beziehungen durch den Gottesdienstbesuch zu leben.
  2. Ältere beten zwar etwas häufiger, dabei mehr für sich selbst, während 14-19 jährige vermehrt für andere beten.
  3. Im Vergleich beten Männer häufiger um Vergebung. Frauen hingegen mehr über Ärger und Enttäuschung gegenüber Gott und über ihre Angst, den Glauben zu verlieren.
  4. Trotz sinkender Mitgliedszahlen der Kirchen gaben 88% der 3187 Befragten an, in ihrer Gemeinde engagiert zu sein. Jugendliche wollen Kirche mitgestalten. Das Buch zur Studie kannst du hier kaufen: Generation Lobpreis und die Zukunft der Kirche: Das Buch zur empirica Jugendstudie 2018

Photo by James Barr on Unsplash

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