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Induktives Bibelstudium: So funktioniert’s!

Induktiv? Das klingt komplizierter als es ist. Beim induktiven Bibelstudium geht man von Außen an einen Bibeltext heran und versucht ihn von drei Ebenen her zu verstehen: Beobachtung – Interpretation – Anwendung. Diese Methode ist sehr gut geeignet um einen Geschichte aus dem Leben von Jesus zu verstehen. Die Fragen kann man sich selbst in der stillen Zeit stellen, oder einer Kleingruppe um eine biblische Geschichte zu vertiefen.

Hier ist das induktive Bibelstudium in kürze erklärt:

1. Beobachtung

Als erstes frage ich danach, welche Fakten mir der Text verrät. Ich möchte mit offenen Augen an den Ort des Geschehens gehen um entdecken zu können, was der Text mir vermitteln möchte. Um die Beobachtung eines Textes effektiv gestalten zu können, hilft es, der Gruppe folgende Fragen zu stellen:

  • Was steht da?
  • Was sticht besonders hervor?
  • Was ist interessant?
  • Gibt es hier Worte oder Satzteile die du nicht verstehst?

2. Interpretation

Wenn die Fakten gesammelt und das Hauptthema festgestellt ist, kann man sich zur Interpretation des Textes vorarbeiten. Bei der Interpretation möchte man erfassen, welche Bedeutung die jeweilige Geschichte in ihrem Kontext hatte. Auch möchte ich wissen, wie sich der Text zu verstehen geben möchte:

  • Was bedeutet es?
  • Hast du den Sinn und die Bedeutung des Texts verstanden?

3. Anwendung

Erst auf der dritten Ebene beziehe ich den Text auf mein persönliches Leben. Ich frage mich, was der Text mit mir zu tun hat, und wie ich das Gelesene in mein Leben einbauen kann:

  • Was bedeutet der Text für mich?
  • Was fange ich mit ihm in meinem Leben an?

Mit dieser Methode kann man ohne viel Vorbereitung fast jede Geschichte aus dem Leben von Jesus unter die Lupe nehmen.

 

nachträglicher Hinweis: Eine grafische Übersicht dazu findet ihr z. B. hier: https://zeltmacher.eu/bibellesen-nach-dem-eva-prinzip/

 

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