Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 111] Heilige Stille

Hi!
Also mir geht’s immer so, dass ich total froh bin, wenn mir mal jemand auf die Schulter klopft und mir ein paar gute Worte sagt, die mich ermutigen, die mich trösten, die mich motivieren.
Ich wünsche mir, dass diese Jugendleitermail auch so ein ermutigendes Signal ist für dich. Ich kann dir zwar nicht freundschaftlich auf die Schulter klopfen – aber ich will dich ermutigen:

Geh weiter auf dem Weg mit Jesus.
Suche immer wieder die Gemeinschaft mit ihm.
Lass dich von ihm neu füllen und stärken.

Genau das wünsche dir für diese Woche – dass du ermutigt weiter gehen kannst.
Der Allmächtige segnet dich und steht hinter dir!

Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR wird vorübergehen. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach, kam vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben.
Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
1. Könige 19,11+12

2. Heilige Stille

Seit drei Tagen bin ich vom Christival zurück und noch immer bewegen mich die Bilder, die Lieder, die Atmosphäre. Es ist zwar inzwischen schon das 4. Christival, bei dem ich dabei bin (ja – so alt bin ich schon ;-) aber die Atmosphäre hat mich dieses Mal sehr beeindruckt und hat ihre Spuren in mir hinterlassen.

Das Christival bot eine bunte Mischung aus Festivals, Bibelarbeiten (so genannte Wortwechsel), Seminaren und Workshops an. Die Musiker der christlichen Szene gaben sich gegenseitig die Klinke in die Hand. Ebenso bekannte Redner und geistliche Leiter.

Aber es waren nicht die großen Dinge – sondern ein eher schlichter Abend war es, der mich am meisten bewegt hat.
Das so genannte Bergfest (am Freitag abend) hat mich besonders angerührt.
Der gesamte Abend stand unter dem Thema: Herzschlag: Jesus ist die Wahrheit.
Musik, Predigt, Moderation – alles war eher schlicht, still und persönlich gehalten.

Der Höhepunkt des Bergfestes für mich persönlich war ein Schuldbekenntnis, das anhand vom Glaubensbekenntnis Satz für Satz gesprochen wurde – und danach gab es immer eine Minute der Stille, in der jeder für sich mit Gott reden konnte.
Diese Stille - sechs mal eine Minute - auf dem riesigen Platz an der Bürgerweide in Bremen war unglaublich. 16.000 Menschen stehen vor Gott und schweigen. All der Lärm, die Festivals, die Hektik, das pulsierende Christival-Leben rückten in den Hintergrund. Es war einfach nur still.
Die Präsenz Gottes - zum Greifen nah.

Ich weiß nicht, wie man das beschreiben kann – es war unbeschreiblich.
Menschen schweigen im Angesicht Gottes – ich glaube, dass es nichts Intensiveres gibt auf dieser Erde. In Gottes Nähe zu schweigen.

So ähnlich muss es sein, wenn wir eines Tages vor Gott stehen – vor ihm mit Milliarden von Menschen – und wir einfach schweigen und ergriffen sind von der Größe und Allmacht Gottes.
So ähnlich muss es sein, wenn wir Jesus begegnen – nicht als Mensch, sondern als allmächtigem Gott.
So ähnlich muss es sein, wenn Jesus wiederkommt und uns zu sich holt in sein Reich.

Und manchmal öffnet Gott die Tür zur Ewigkeit einen Spalt breit und lässt uns eine kleine Vorahnung davon bekommen, wie das sein wird. So wie auf dem Bergfest am Christival.

Eine Frage persönlich an dich:
Um Gott persönlich zu begegnen brauchst du nicht unbedingt eine Massenveranstaltung wie das Christival. Manchmal ist ein Stiller Tag, ein längerer Spaziergang im Gespräch mit Jesus eine ähnlich intensive Erfahrung. Wann nimmst du dir Zeit, persönlich Gott zu begegnen in der Stille? Plane es dir ein – vielleicht noch diese Woche?

3. Praxistipp

Ein kleiner Eindruck vom Bergfest auf der Bürgerweide (aber wirklich ganz ganz klein ;-)
http://de.youtube.com/watch?v=JhruwhYzjas

Downloads vom Bergfest-Konzept und noch ein paar andere Christival-Downloads findest du unter:
http://www.christival.de/channel.php?channel=82

4. Echt witzig

Ein Prediger predigt lange, sehr lange. Plötzlich steht einer der Zuhörer auf und geht. Der Prediger fragt: „Wo gehen Sie hin?“ „Zum Friseur“, antwortet der Gefragte. Ruft ihm der Prediger hinterher: „Warum sind Sie nicht vorher gegangen?“ Erwidert der Zuhörer: „Da war’s noch nicht nötig.“


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