Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 112] Monopoly

Hallo!
wie läufts momentan so in deiner Kinder- oder Jugendgruppe?
Vielleicht bist du momentan total motiviert und merkst, wie Gott wirkt durch dich und in dir.
Vielleicht erlebst du aber auch gerade eine Flaute und hast den Eindruck, dass alles total zäh und schwierig ist.
Ich will dich ermutigen, dass du wirklich auf Gott schaust. Dass du den Blick auf IHN richtest. ER ist der Entscheidende – bei allen Begrenzungen und Schwierigkeiten.

ER hat gesiegt – auch wenn du verlierst. Du stehst auf der Seite des Siegers. Vergiss das nie!

Dieser Sieger – der sogar den Tod und den Teufel besiegt hat – er segnet, begleitet und bewahrt dich!

Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Ich stelle also fest: Innerlich stimme ich zwar dem Gesetz Gottes zu, aber in meinen Taten folge ich dem Gesetz der Sünde. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser Gefangenschaft befreien? Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus sind wir bereits befreit.
Röm. 7,24+25

2. Monopoly

Heute hab ich mit meinem Sohn Luca zum ersten Mal Monopoly gespielt.
Wer dieses Spiel erfunden hat, der muss schon irgendwie sadistisch veranlagt gewesen sein.
Bei Monopoly gibt es in der Regel einen fetten Gewinner, der immer mehr einsteckt, der sein ganzes Geld fast nicht mehr halten kann – und dann einige Verlierer, die nach und nach ausgenommen werden, wie die Weihnachtsgänse …

Und so war es auch heut Nachmittag. Ich baute Häuser um Häuser – und nahm schließlich immer mehr Geld ein. Mein Konto wuchs - und Luca machte Schulden um Schulden.
Im wahren Leben wäre er wohl ein Fall für den Schuldnerberater Peter Zwegat geworden – aber zum Glück war alles nur ein Spiel.
Irgendwann hab ich das Spiel abgebrochen – als deutlich wurde, dass es keine Chance aus der Schuldenfalle gibt. Und ich hab versucht, dass Luca nicht ganz so deprimiert aus dem Spiel geht. Ich hoffe, es ist mir auch gelungen.
Wenn ich mal wieder frei hab, werde ich wieder mit ihm spielen – mal sehen, ob dann sich der Spieß umdreht und Luca dann der Geldhai ist, der mir armem Schlucker die letzten Euro aus der Tasche zieht?!?

Wenn ich so über mein Leben nachdenke, merke ich, dass ich im Alltag oft auch nicht anders bin als beim Monopoly. Wenn alles gut läuft, wenn ich so richtig in Form bin, wenn Menschen mich bewundern und toll finden – dann fühle ich mich sicher, selbstbewusst, vielleicht sogar unangreifbar.
Aber wenn plötzlich Schwierigkeiten auftauchen, wenn Menschen mich persönlich hinterfragen, wenn ich den Ansprüchen nicht genüge, wenn meine Zeit immer knapper wird – dann werde ich ängstlich, manchmal auch aggressiv oder bekomme Panik.

Manchmal frage ich mich: Was steckt eigentlich in mir? Was bin ich für ein Mensch?
Wo sind vielleicht Ecken und Kanten, die ich nicht wahr haben will?
Wo muss ich mich von Gott verändern lassen?
Wo muss ich lernen mich zurückzuhalten – vielleicht auch zu entschuldigen?

In diesem Prozess hab ich schon viele gute Gespräche mit Freunden und Seelsorgern geführt. Es sind kleine Schritte im Veränderungsprozess, den Gott mit mir gehen will. Und ich wünsche mir, dass es immer wieder Menschen gibt, die mich auf meine Ecken und Kanten aufmerksam machen. Liebevoll oder direkt. Aber das erstere ist mir lieber ;-)

Einige Fragen persönlich an dich:
Wo sind deine Ecken und Kanten, die Gott abschleifen will? Kennst du sie?
Wie wäre es, das Gespräch mit einem Mentor, Pastor, etc. zu führen und einfach mal zu fragen, ob sie bzw. er dir bei diesem Prozess hilft?

3. Praxistipp

Ein Buch zum Weiterlesen:
John Ortberg: Wenn das Spiel zu Ende ist, landet alles wieder in der Kiste
„Dieses Buch ist ein besonderes! Ich habe selten einen Ratgeber gelesen, der mir so unter die Haut gegangen ist und mich so präzise aus den Wirren des Alltags auf die wirklich wichtigen Dinge zurückgeworfen hat. Entstanden ist ein Buch für Leser, die sich nach einem selbstbestimmten Leben unter Gottes Regie sehnen.“
(Idea Spektrum)

Hier zum Anschauen:
http://www.gerth.de/index.html?product_code=815625&product_group=108&fct=catalog&vp_id=stGen

4. Echt witzig

An der Grenze, ein Mann fährt mit dem Fahrrad vor, auf dem Gepäckträger einen Sack.
Zöllner: „Haben Sie etwas zu verzollen?“
Mann: „Nein.“
Zöllner: „Und was haben sie in dem Sack?“
Mann: „Sand.“
Bei der Kontrolle stellt sich heraus dass es tatsächlich Sand ist.
Eine ganze Woche lang kommt jeden Tag der Mann mit dem Fahrrad und dem Sack auf dem Gepäckträger. Am achten Tag wird’s dem Zöllner doch verdächtig.
Zöllner: „Was haben sie in dem Sack?“
Mann: „Nur Sand.“
Zöllner: „Hmm, mal sehen…“
Der Sand wird diesmal gesiebt - Ergebnis: nur Sand.
Der Mann kommt weiterhin jeden Tag zur Grenze. Zwei Wochen später wird es dem Grenzer zu bunt und er schickt den Sand ins Labor - Ergebnis: nur Sand.
Nach einem weiteren Monat der „Sandtransporte“ hält es der Zöllner nicht mehr aus und fragt den Mann: „Also, ich gebe es Ihnen schriftlich, dass ich nichts verrate, aber sie schmuggeln doch etwas. Sagen sie mir bitte bitte, was es ist!?!“
Der Mann: „Fahrräder…“


Ein Archiv aller Jugendleitermails findest du unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jlm
Wenn du die Jugendleitermail bekommen willst, schicke eine leere Mail an jugendleitermail-subscribe@yahoogroups.de – ab dann bekommst du sie jede Woche auf deinen PC

Neueste Beiträge

18 Kennenlernfragen: Mit diesen Fragen brichst du das Eis in jeder Gruppe

Wie ein Reh im Scheinwerferlicht schauen mich acht Augenpaare an. Es ist der erste Abend…

29. April 2021

Gottes Meisterwerk: Warum du kreativer bist als du denkst

Viele Menschen halten sich nicht für »kreativ« – aber da liegen sie falsch. Wir alle…

20. April 2021

Das Lockdown-Paradox: Wie bekomme ich mein Zeitgefühl zurück?

Wir leben in einer seltsamen Zeit, die wenig Struktur und Neues bietet. Wie können wir…

16. April 2021

Sex, Verzweiflung, Mord und die Unterstellung eines rassistischen Motivs

Die Nachrichten über Waffengewalt aus den USA scheinen kein Ende zu nehmen. Vor zwei Wochen…

6. April 2021

Gute Nachricht schlecht verpackt? Das muss nicht sein [4 Tipps]

Evangelisation muss nicht zum Fremdschämen sein. Wie können Jugendleiter:innen das Teilen des Evangeliums jungen Menschen…

25. März 2021

Bringen wir Jugendlichen bei, ihre Sünden zu bekennen oder zu verbergen?

Machen wir unsere Kinder zu Heuchlern? Schaffen wir ein Umfeld, in dem Teens das Gefühl…

17. März 2021