Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 115] Vom Glauben reden lernen

Hi!
Was macht deine Jungschar, dein Teenkreis, dein Jugendkreis?
Wünschst du dir, dass mal wieder jemand neues kommt in deinen Kreis?
Vielleicht ist diese JLM mal ne Anregung, was Neues zu probieren.

Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass der Allmächtige dich leitet und führt.
Dass du immer wieder zwischendrin im Alltag dich auf IHN besinnst.
Jesus ist immer da – egal, wo du bist, wie es dir geht, was du auch tust.
Auch in diesem Moment, wenn du diese Zeilen liest, ist er neben dir.

Und dieser Jesus legt die Hand auf deine Schulter und segnet dich!

Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Wer sich öffentlich zu mir bekennt, für den werde ich auch vor meinem Vater im Himmel eintreten.
Matthäus 10,32

2. Vom Glauben reden lernen

Es geschah vor einigen Tagen mitten in Coburg.
Mein Kumpel und ich stehen in der Fußgängerzone und quatschen ein junges Ehepaar an. Sie sitzen an einem Brunnen und wollen gerade ein Eis essen. Wir gesellen uns zu ihnen und fragen sie, ob sie Zeit haben, uns ein paar Fragen zu beantworten. Wir wären von einer kirchlichen Jugendgruppe und würden hier eine kleine Umfrage machen.

Und sie sagen wirklich „Ja“.

„In was für eine Kirche / Gottesdienst würden Sie gerne gehen?“
„Sind Sie der Meinung, dass es einen Gott gibt? Warum?“
„Was ist nach Ihrer Meinung der Sinn des Lebens auf dieser Erde?“
„Was für eine Bedeutung hat für Sie Jesus Christus?“

Die Antworten kommen manchmal zögerlich, manchmal nachdenklich. Es entsteht ein kurzes Gespräch.

Schließlich komme ich zur letzten Frage – und während ich sie stelle, frag mich, ob ich das einfach so fragen kann:
„Darf ich Ihnen erzählen, was Jesus Christus für mich bedeutet?“

Eine kurze Pause (ich befürchte das schlimmste :-) – aber dann höre ich den Mann sagen: „Ja, klar, wenn Sie wollen.“ Zuerst bin ich verblüfft über die positive Reaktion – und dann erzähle ich den beiden, dass Jesus für mich jemand ist, mit dem ich immer reden kann. Der mir zuhört, der mir im Alltag Kraft schenkt. Der mir eine Perspektive für mein Leben – auch über den Tod hinaus – schenkt.
Interessiert hören die beiden meinem „Mini-Zeugnis“ zu. Dann bedanken sie sich – wir schenken ihnen noch ein paar Haribo-Glaubis – und sie ziehen ihres Weges. Das Eis in ihrer Hand ist leider etwas zerlaufen – aber mein Kollege und ich sind um einige Erkenntnisse reicher. Und ich hoffe die beiden auch.
Das war vor ca. 1,5 Wochen auf einer Freizeit mit dem Jugendkreis Sachsen (bei Ansbach). Obwohl wir alle ein bisschen Schiss hatten, haben wir es gewagt mit über 30 Leuten (jeweils zu zweit) diese Fragebogen-Aktion durchzuführen.
Und ich habe dabei einige Dinge (neu) gelernt: - Der Gewinn war für mich persönlich mindestens genauso hoch, wie für die befragten Leute - Wenn ich echtes Interesse an der Meinung von andern habe, entstehen tiefe Gespräche - Ganz viele Menschen um uns herum zimmern sich ihre eigene – oft abstruse – Religion zurecht - Wir haben mit der Bibel richtig gute Antworten auf die Fragen der suchenden Menschen von heute – wir müssen sie ihnen „nur“ bringen. (aber wie?!?) - Viele suchen nach Antworten – aber suchen die Antworten nicht in der Kirche oder in der Bibel! (warum eigentlich nicht?!?)
Einige Fragen zum Weiterdenken (die mich selbst beschäftigen): - Wie bringen wir unsere Botschaft zu den suchenden Menschen? - Wie finden wir diese suchenden Menschen? - Wie können wir die Botschaft so verpacken, dass sie ein moderner Mensch nachvollziehen kann? - Wie könnte eine ähnliche Aktion für Kinder oder Teenager aussehen?

3. Praxistipp

Es gibt auf der Hompage http://www.nightlight.de/flight/flyers/ neben viel Material für Jugendliche einen Fragebogen für Straßeneinsätze mit dem Titel „no FAQs“. Der ist ganz gut (hab ich auf dem Christival selbst in der Hand gehabt) – man kann dem Interviewten dann das Original mitgeben und den Durchschlag selbst behalten.
Aber ein eigener Fragebogen (wie bei uns) ist auch net schlecht.

4. Echt witzig

Der Pfarrer ärgert sich, dass so viele Leute zu spät zum Gottesdienst kommen. Daher hängt er ein Schild an die Tür: „Wer zu spät kommt, stört!“ Am nächsten Sonntag hat jemand heimlich drunter geschrieben: „Aber er kommt!“


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