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[Jugendleitermail 116] Dein Platz im Team

Hi!
Jetzt fängt sie wieder an, die Fussball-Euphorie in Deutschland. Nicht ganz so, wie vor zwei Jahren bei der WM – aber das Fahnenmeer ist doch ziemlich beachtlich.

Jesus will dich auf deinem Weg begleiten, aufbauen und stark machen – wie ein guter Fußball-Coach.
Ich wünsche dir für die nächsten Wochen, dass du nicht vergisst, wer dein Coach ist – und dass du hörst, was er dir zu sagen hat.

Jesus – der beste Coach aller Zeiten – segne dich!

Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Ebenso ist es mit uns Christen. Gemeinsam bilden wir alle den Leib Christi - die Gemeinde - und jeder einzelne ist auf die anderen angewiesen.
Römer 12,5

2. Dein Platz im Team

Mit hängendem Kopf gehen sie vom Platz.
Schon lange vor dem Schlusspfiff sind die Fans still geworden.
Keine Anfeuerungsrufe mehr.
Fans und Spieler haben schon lange vor der letzten Minute aufgegeben.

Sie waren einmal Weltmeister – sie waren einmal die beste Mannschaft der Welt.
Aber jetzt wurden sie geschlagen, vorgeführt, entzaubert.

Gejubelt hat nur die eine Hälfte des Stadions.
Ohne Probleme gewinnt die gegnerische Mannschaft das Spiel – ein Tor nach dem anderen haben sie geschossen.
Die Fans - ein wogendes und brausendes Meer aus Orange.
Sie lassen ihre Stars hochleben.

So war es Montag Abend im Fußballstadion in Bern.
Beim EM-Spiel Italien gegen Niederlande.
Ein weiteres Wunder von Bern? Vielleicht.

Luca Toni – der italienische Stürmerstar konnte es alleine nicht schaffen.
Er bemühte sich redlich – aber blieb chancenlos durch das überragende Spiel der Niederländer.
Weil seine Mannschaft alles andere als weltmeisterlich spielte.

Und in dem ganzen Spiel um das runde Leder wird mir einiges klar:

  • Ohne das Team wirst du nicht gewinnen.
  • Ein einzelner genialer Mensch kann ein Spiel nicht zum Sieg führen.
  • Es braucht immer die Mannschaft – und die war an diesem Abend nicht in Form.

Das hat mich so an die Gemeinde erinnert, an manchen Jugendkreis oder manche Jungschar.
Vielleicht ist es auch bei dir so:
Du bist vielleicht der einzige (oder einer von wenigen), die sich abrackern, die sich bemühen, die viel geben.
Mit aller Kraft versuchst du als „Spiel-Macher“ die Sache voranzubringen.
Aber irgendwie hast du den Eindruck, dass alles im Schneckentempo vorwärts geht.
Du versuchst die Mannschaft vorwärts zu ziehen – aber es passiert nichts.

Vor einiger Zeit hab ich genau das erlebt:
Ich hab mich abgemüht, investiert, Pläne gemacht, vorgedacht.
In meinem Kopf war alles schon klar – nur die anderen wollten nicht.
Sie hatten ihre Argumente:

  • Das wird doch nie was!
  • Das haben wir doch schon oft probiert!
  • Das kostet zu viel Geld

Ich war total frustriert – und hab die Sache hingeworfen. War am Ende. Wollte nicht mehr.
Ich hab zu Gott gesagt: „Wenn du jetzt noch was willst, dann musst du eingreifen – von mir aus kann der Laden gegen die Wand fahren“.

Und plötzlich haben andere die Initiative ergriffen. Das Projekt wurde noch einmal angepackt.
Auf einmal waren viele begeistert – auch die, die zögerlich waren. Und ich war nur noch Teil des Teams. Nicht mehr der Spielemacher. Und das war gut so.

Jesus hatte eingegriffen – er hat als Trainer und Coach die Situation gedreht – und wir haben gewonnen!

Eine Frage persönlich an dich:
Was ist dein Part in deinem persönlichen Spiel? Wohin will Jesus dich stellen?
Was sagt der Trainer Jesus zu dir?
Sagt er dir: Nimm dich mehr zurück
Oder: Mach nur eine Sache – und die mach richtig gut.
Oder: Weniger Aktion – mehr Tiefgang.
Oder: Investiere an einer bestimmten Stelle mehr als bisher
Oder: Investiere mehr in die Begleitung der Mannschaft (Coaching)
Oder …..

3. Praxistipp

Ich habe neulich eine tolle Spielesammlung entdeckt. Ich schick euch mal den Link. Vielleicht sind ein paar gute Anregungen für euch und eure Arbeit dabei.
http://www.dpsg-viersen.de/downloads/Spiele/tuwas-thema-spiele.pdf
Gruß aus Hof,
Robert

4. Echt witzig

Wann wurde eine Fussballmannschaft zum ersten Mal schriftlich erwähnt?
Im alten Testament. Da heißt es: „Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher.“

Wer war die erste Fussballmannschaft?
Jesus und seine Jünger. Denn in der Bibel steht: „Jesus stand am Tor und seine Jünger standen abseits.“


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