Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 120] Drei Erfahrungen meines Lebens

Hallo!
Heute geht’s in den Enspurt für unser Teen- und Jugendevent am Wochenende.
Wär schön, wenn der eine oder andere mit dafür beten würde – wir brauchen schönes Wetter und ich wünsch mir, dass der Heilige Geist kräftig weht …

Dir eine gesegnete Woche!
Der allmächtige Gott begleite und führe dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Wer sich nur auf seinen Verstand verläßt, ist ein Dummkopf. Gestalte dein Leben nach der Weisheit, die Gott gibt, dann bist du in Sicherheit!
Sprüche 28,26

2. Drei Erfahrungen meines Lebens

Mein Sohn Luca ist 7 und kommt nach den Sommerferien in die 2. Klasse.
Ich stelle mir manchmal so vor – dass mich Luca in 20 Jahren auf einer Bank sitzen und plötzlich fragt er mich: „Du Papa - was sind für dich persönlich die wichtigsten Lektionen, die du im Leben gelernt hast?“ Was würde ich dann sagen? Vielleicht würde ich so ähnlich antworten:

Community - Gemeinschaft
Ich freu mich immer auf Mittwoch. Weil am Mittwoch hab ich alle zwei Wochen Hauskreis.
Und da treffen wir uns mit total unterschiedlichen Leuten.

Für diese Leute bin ich total dankbar – das sind meine Freunde.
Denen kann ich erzählen, wenn es mir richtig schlecht geht – die beten dann für mich.
Die besuchen mich im Krankenhaus, wenn ich mir ein Bein gebrochen hab.
Mit denen kann ich über die Bibel und den Glauben reden.
Bei denen kann ich mich auch mal auskotzen, wenns mir mal richtig schlecht geht.
Wir sind ein bisschen wie eine eingeschworene Gemeinschaft. Diese 8 Leute möchte ich in meinem Alltag nicht missen. Sie sind mir total wertvoll.

Community – Gemeinschaft – ohne sie kann ich nicht leben.
Das wäre vielleicht das erste, was ich meinem Sohn als Erfahrung mitgeben würde.

Das zweite: Crash – Schwierigkeiten + Krisen gehören zum Leben
Das Leben beginnt mit einer Krise – der Geburt.
Die nächste große Krise ist die Teenagerzeit. Eine weitere Krise, wenn man von zuhause auszieht.
Nur 20 Jahre später folgt die Midlife-Krisis. Und so geht es weiter.

Das ganze Leben ist geprägt von Krisen. Von schweren Situationen. Und das waren jetzt nur die großen Krisen. Es gibt auch kleine:
Eine Krise hatte ich mal, als ich mich in ein Mädchen verliebt hatte. Sie war 7 Jähre älter als ich. Wir haben uns regelmäßig getroffen und unterhalten. Manches miteinander gemacht – und ich hab nicht gemerkt, wie wir uns immer näher kommen. Und an einem Abend haben wir im Auto gesessen und miteinander offen geredet. Wie wir uns die Zukunft vorstellen usw. Und haben die Entscheidung getroffen, uns zu trennen.
Ich hatte so richtig üblen Liebeskummer. Aber es war heilsam. Ich hab gemerkt, wie schnell so ne Beziehung sich entwickeln kann – ohne dass mans merkt. Und dass es richtig weh tut, wenn’s auseinander geht.

Aber wenn ich so zurückschaue auf mein Leben, dann hab ich eins gelernt: Dass Gott die Krisen gebraucht, damit ich persönlich wachsen kann. Damit mein Glaube, mein Charakter, mein innerer Mensch stark und fest werden kann.

Das waren die ersten zwei Lektionen, die ich meinem Sohn wahrscheinlich erzählen würde.
Community – ohne Gemeinschaft kann ich nicht leben.
Crash – Krisen gehören zu meinem Leben dazu

Und das dritte: No Compromise
Keine Kompromisse – ganz und gar Gott vertrauen – was auch passiert.
Mit dieser Einstellung hab ich total erstaunliche Dinge erlebt. Manchmal war ich fast schon naiv, dass Gott alles gut machen wird – und es ist wirklich oft so gekommen.

Wenn ich zurückdenke, als meine Frau und ich uns kennen gelernt haben. Ich war 23 – sie war 20.
Wir haben uns fast jeden Tag getroffen. Wenn nicht, dann telefoniert.
Ein halbes Jahr später waren wir verlobt und noch mal ein Jahr später waren wir verheiratet.

Wenn ich heute so zurückschaue, dann wird mir schwindelig. Und ich muss ehrlich sagen: Ich hab mir damals nicht viel Gedanken gemacht. Es hätte auch total schief gehen können. Aber ich bekam irgendwie nie große Zweifel, dass diese Frau die richtige ist.

Ich hatte auch schon seit Jahren für meine Frau gebetet – ohne dass ich sie gekannt habe. Das hört sich etwas verrückt an – aber es war offensichtlich die richtige Taktik.

No Compromise: Vertrauen in die Wege Gottes - er macht es so, wie es am besten für mich ist.

Das sind die Drei Dinge, die ich meinem Sohn auf der Bank wohl erzählen würde:

Du brauchst eine Community, in der du auftanken und aufleben kannst.
Crashs gehören zum Leben – Gott hat etwas damit vor.
Lebe mit Gott – ohne Kompromisse – no compromise – wenn du ihm vertraust wirst du Wunder erleben.

3. Praxistipp

Ich bekomm immer eine Nachrichtenmail von jesus.de, in der die neuesten Nachrichten stehen aus der christlichen und restlichen Welt. Total interessant – und schnell informiert (da kann man sich die Idea sparen ;-)
Bestellung unter http://fuenf.scm-digital.net/show.sxp/16_uhr_bestellung.html

4. Echt witzig

Treffen sich zwei Propheten.
Sagt der Eine: „Dir gehts gut; wie gehts mir?“

Und noch ein zweiter:
Thomas zu seinem Freund:
„Letzte Woche habe ich 100 Euro beim Rennen verloren.“
„Du bist aber auch blöd. Warum rennst du denn auch so.“


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