Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 13] Leiten wie Jesus: Anfechtung widerstehen

Hallo,
egal wie viel Zeit du heute hast – ob du die Jugendleitermail nur überfliegen kannst oder ob du sie voller Interesse liest – ich wünsche dir, dass Gott dich beschenkt an diesem Tag. Dass er dich begleitet durch den Rest dieser Woche. In der Arbeit und zuhause – in der Uni oder in der Schule. Und bei allen Vorbereitungen, die du vielleicht noch machen musst.

Der allmächtige Gott segne und bewahre dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Matth. 4,1
Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem
Teufel versucht würde.
[…] Luk. 4,14 Mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt, kehrte Jesus nach
Galiläa zurück.

2. Leiten wie Jesus: Anfechtung widerstehen

Vor ein paar Wochen war ich auf dem Männertag in Gunzenhausen und einer der Referenten – ein von mir geachteter Prediger – erzählte von den Versuchungen, die er erlebt hatte und denen er nur mit Mühe begegnen konnte. Er war ganz offen und ehrlich.
Seine Ehrlichkeit hat mich wirklich verblüfft – ich hab gemerkt, dass ich nicht allein bin mit meinen Schwierigkeiten, die ich im täglichen Kampf habe. Sucht, Macht, Anerkennung, Geld – all diese Dinge perlen nicht wie Regentropfen an mir ab. Und manchmal falle ich hin – aber ich darf danach wieder aufstehen.

Auch Jesus hatte mit Versuchungen zu kämpfen. Genau so wie wir. Aber er hat den Versuchungen widerstanden. In Matth. 4 kämpft Jesus an drei Fronten mit dem Teufel:

1. Der Teufel setzt zunächst bei den elementaren Bedürfnissen an: Essen, Trinken, Genuss. Das sind auch die Dinge, die dich süchtig machen. Ess-Sucht, Alkohol-Sucht, Genuss-Sucht, Sex-Sucht. Gerade Leitungspersonen, sind in der Gefahr diesen Süchten zu verfallen – denn Leitungspersonen sind oft einsame Menschen. Und das ist echt gefährlich.
Du brauchst Freunde, die dich ehrlich auf deine Schlagseiten und Fallgruben im Leben ansprechen. Denen du auch ehrlich von dir selbst erzählen kannst. Und die für dich beten und dich segnen.

2. Dann geht es um Anerkennung, um Beliebtheit. Der Teufel sagt zu Jesus:„Wenn du von dieser Zinne springst, dann werden dich die Engel auf Händen tragen“ – und jeder wird sehen, dass du der Sohn Gottes bist. Sie werden dich als Messias anerkennen.
Wünschst du dir das nicht auch? Anerkennung, Lob, Beliebtheit, Schulterklopfen? Auch hier liegt ein riesiges Einfallstor des Teufels. Gordon MacDonald schreibt dazu: „Es gibt nur wenige Dinge, die die Seele schneller töten, als wenn man süchtig wird nach dem Beifall der Menschen.“ Da frage ich mich: Wie gehe ich um mit Lob und Anerkennung – die ich durchaus auch genieße? Lob anzunehmen ist nichts Schlechtes – aber das „Haupt-Lob“ gehört Gott. Die Ehre und Anerkennung gehören Gott – wenn wir sie nur für uns selbst annehmen, dann zerstören wir uns von innen heraus.

3. Das Dritte, das der Teufel hier anführt ist Macht und Einfluss. Er sagt zu Jesus: „All diese Reiche will ich dir geben, wenn du vor mir niederfällst und mich anbetest.“ Aber Jesus widersteht.
Wie viele Menschen hat Macht und Einfluss schon geblendet?
Das beginnt bereits in der Gruppenleitung einer Jugendgruppe.

  • Bin ich bereit zurückzutreten, um jüngeren Platz zu machen?
  • Akzeptiere ich Mitarbeiter neben mir, die besser ankommen in der Gruppe als ich?
  • Bin ich bereit, wenn Gott mich an einem anderen – vielleicht unangenehmen – Platz haben will und ich meine Leitungsposition aufgeben muss?

Fazit:
Leiten nach dem Vorbild Jesu bedeutet, Versuchungen zu widerstehen. Es ist ein harter Kampf, der täglich neu ausgefochten werden muss. Und manchmal verlieren wir diesen Kampf. Aber wenn du im Namen Jesu Versuchungen widerstanden hast, dann gehst du gestärkt daraus hervor. „Mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt, kehrte Jesus nach Galiläa zurück.“ – so wird es nach der Versuchung Jesu berichtet.
Und das gilt auch für dich und mich.

Eine Frage persönlich an dich:
Welche Angriffspunkte hat der Teufel bei dir? Sucht – Beliebtheit – Macht? Hier ist es wichtig ehrlich zu sein. Hast du einen Freund mit dem du über diese Fragen reden kannst?

3. Zum Schmunzeln:

Witz 1
Sagt die Mutter zu ihrer Tochter: „Mach die Musik leiser – du störst Papa bei deinen Hausaufgaben!“

Witz 2
Treffen sich zwei. Sagt er deine: „Ich habe heute Nacht geträumt, dass ich am Strand in einen rostigen Nagel getreten bin.“ Meint der andere: „Das kommt davon, wenn man barfuss schläft!“

4. Aus der Praxis für die Praxis

Seit einiger Zeit stehen auf der Homepage des EC-Bayern interessante Dokumente über das Thema „Zuschüsse“.
Wer sich darüber informieren will, kann sich bei http://www.ec-bayern.de/index.php?id=10410 einige Sachen herunterladen. Unter anderem eine Excel-Tabelle für Freizeit-Kalkulationen.

Außerdem hat Jan Werth mit Erfolg einige Stiftungen angeschrieben und für ein Projekt in seiner Gemeinde entsprechende Ausschüttungen erhalten. Wenn ihr Fragen dazu habt, wendet euch einfach an Jan ( j.werth@ec-bayern.de).

Wenn du einen guten Witz weißt oder Ideen für die Rubrik „Aus der Praxis für die Praxis“ hast, schick sie mir. Gute Ideen sind wichtig, so dass auch andere davon zehren können. Schreib von deinem Jugo, Aktionen, Ideen, Veranstaltungen, missionarische Einsätze, Materialspools etc. an s.muench@ec-bayern.de.

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