Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 141] Wirklich wichtig

Hi!
Heute hab ich mal wieder einen Stillen Tag gemacht.
Das mache ich ab und zu, um meinen inneren Kompass wieder einzustellen. Ich bete viel, lese die Bibel oder ein gutes Buch. Ich schaue zurück auf die letzte Zeit – aber ich frage Gott auch, was er mit mir in der nächsten Zeit vorhat. Diese Stillen Tage sind für mich wie eine Ausrichtung auf den richtigen Kurs. Wie wenn ein Schiff, das leicht vom Kurs abgekommen ist, wieder neu ausgerichtet wird.
Das tut gut – vor allem meiner Beziehung zu Gott. Und es tut auch mir selbst gut. Denn ich kann die Dinge in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Ruhe reflektieren und mit Gott besprechen.

Mir ist wieder neu deutlich geworden: Wirklich wichtig ist meine Beziehung zu Gott – alles andere entspringt daraus. Aber dazu unten mehr.

Ich wünsch dir eine gute Woche, dass Gott dich und deine Vorbereitungen für Jungschar, Teen- oder Jugendkreis segnet – dass du das sagen kannst, was die Herzen berührt. Gott macht das schon!

Be blessed!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Meine Gnade genügt dir, denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit.
2. Kor. 12,9

2. Wirklich wichtig

Was ist wirklich wichtig für einen Jugendleiter?
Ein gutes Konzept?
Eine mitreißende und charismatische Art (eine Art Jugend-Obama ;-)?
Ein tolles Mitarbeiterteam?
Große Visionen?

Ich glaube, dass jede dieser Voraussetzungen wichtig ist – aber eins ist noch wichtiger:
Eine gute, intensive und persönliche Beziehung zu Gott.

Vielleicht kannst du nicht so gute Jugendgottesdienste / Jugendstunden / Teen- oder Jungscharstunden machen wie andere.
Vielleicht hast du manchmal den Eindruck, du bist nicht der ideale Mann / die ideale Frau für diese Aufgabe.
Vielleicht merkst du: Irgendwie ist immer irgendjemand irgendwo unzufrieden. Egal, was ich tue, ich schaffe es einfach nicht, es allen recht zu machen.
Wenn du bei allen drei Punkten zustimmen kannst – dann hast du ideale Voraussetzungen ein Leiter zu sein, der von Gott abhängig ist – denn du musst auf Gott vertrauen!

Deshalb:
Vertraue auf Gottes Kraft – statt auf deine eigene (wie oft loben wir uns selbst – statt dass wir Gott loben!)
Gott braucht kein Programm, um zu wirken – er braucht noch nicht einmal dich!

Stelle deine Fähigkeiten in den Dienst Gottes – statt auf deine eigene Unfähigkeit zu schauen. (2. Kor. 12,9: Meine Gnade genügt dir, denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit)

Freu dich, dass dein Leben und deine Worte die Kraft Gottes zu den Jungscharlern, Teens und Jugendlichen bringen können. Es ist Gottes Wort und Gottes Geist, der Menschenherzen verändert. Du kannst es selbst sowieso nicht tun!
Sei in erster Linie Kind Gottes – und in zweiter Linie erst Jugendleiter.
Merke dir: Egal, wie viel du arbeitest – du kannst niemals genug tun
Gott sorgt sich mehr um deine geistliche Gesundheit, als um die Erfolgsbilanz deiner Jugendarbeit! Es ist wichtiger Gottes Kind zu sein, als Gottes Werk zu tun.

Die Kinder und Jugendlichen unter deiner Leitung brauchen nicht vor allem zündende Ideen oder einen Motivator – sie brauchen ein begreifbares Vorbild – einen Mann / eine Frau Gottes, die leidenschaftlich ihren Glauben leben!!

Also: Das wichtigste einer lebendigen Jugendarbeit ist deine persönliche Abhängigkeit von Gott!

3. Tipp für die Praxis

Hier ein Tipp für einen Jugendgottesdienst, ein Konzert, etc.

Heilkraft - die DeutschRockGruppe aus Middlfrangn.

Wir haben ein Reportoire für alles mögliche: Einladeabend für Aussenstehende, den ein Jugendkreis gestaltet, oder bei ich jesushouse 2010, oder bei ich-glaubs, oder bei einem „normalen“ Jugendkreisabend und sonstigen Treffen für junge Leute.

Vorne weg, die deutschen Texte sind verständlich und daher unverblühmt und eindrücklich. Passend dazu ist die Musik. Wir sind keine Lobpreisgruppe und dennoch sind die Texte, so denken wir und andere, in seinem Sinn.

Infoseite auf Myspace: http://www.myspace.com/heilkraft007
Anfragen an: christian-boeheim@web.de

4. Echt witzig

Ein Pfarrer hält als Aushilfe den Gottesdienst in der Nachbargemeinde. Er geht ans Mikrofon, klopft mit dem Finger daran und sagt: „Ich glaube, mit dem Mikrofon stimmt was nicht!“
Antwort der Gemeinde: „Und mit deinem Geiste!“

(Anmerkung: Die Liturgie der Ev. Lutherischen Kirche in Bayern beginnt mit den Worten:
Pfarrer: Der Herr sei mit euch …
Gemeinde: … und mit deinem Geist.)


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Stephan Münch / EC Bayern

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