Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 149] Ohne Arme und Beine

Hallo!
Als mir vor einiger Zeit eine Bekannte ein Video schickte, war ich am Anfang sehr betroffen. Ein Mann ohne Arme und Beine hielt einen Vortrag. Aber am Ende war ich unglaublich ermutigt.

Wahnsinn, was Gott aus einem Menschen machen kann, wenn er auf Gott seine Hoffnung setzt und sich von ihm gebrauchen lässt.

Ich wünsche dir, dass du ermutigt wirst durch das Zeugnis von Nick.
Ich wünsche dir, dass Gott dich segnet und begleitet, dass du immer wieder erfährst und weißt: ER ist da und hält dich fest in seinem Arm – egal, wie es dir geht.

Sei gesegnet!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

„Herr“, fragten die Jünger, „wer ist schuld daran, daß dieser Mann blind ist? War es seine eigene Schuld oder die Sünde seiner Eltern?“
„Weder er selbst ist schuld daran noch seine Eltern“, antwortete Jesus. „Er ist blind, weil an ihm die Macht Gottes sichtbar werden soll.“
Johannes 9,2+3

2. Ohne Arme und Beine

Der 26-Jährige Australier Nick Vuijcic wurde ohne Arme und Beine geboren. Zahlreiche Videos, die seit einigen Jahren im Internet verlinkt werden und Auftritte im Fernsehen zeugen von einem beeindruckenden jungen Mann, der seine Zuhörer in den Bann zieht. Denn Nick weiß, was es heißt, schwere Zeiten durchzumachen.
Nick wurde in Australien als Sohn gläubiger Eltern geboren. Als man bei der Geburt sah, dass er weder Arme noch Beine hat, waren seine Eltern bestürzt. Sein Vater musste sich übergeben, die Krankenschwestern weinten, erzählt er. Seine Kindheit muss sehr hart gewesen sein; Kinder hänselten ihn, ihm wurde früh klar, wie sehr anders sein Leben verlaufen würde. Im Alter von Acht, erzählt er, hatte er Selbstmordgedanken.

Mit 15 Jahren las Nick in der Bibel die Geschichte von dem Mann, der blind geboren worden war (aus Joh. 9). Und die Antwort von Jesus wurde für Nick zur Offenbarung: „Dieser ist blind, weil an ihm die Macht Gottes sichtbar werden soll!“ Nick sagt: „Das gab mir Frieden. Ich sagte, Herr, hier bin ich. Brauch mich. Form mich. Mach mich zum Mann den Du möchtest.“

Inzwischen haben Millionen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Nick im Fernsehen, Internet, auf seiner Website oder live gehört und gesehen und aus seinem Erleben Kraft bekommen und sind ermutigt und hinterfragt worden.

Nick ist sich bis heute bewusst, dass es schwer werden wird, Ehefrau und Kinder zu haben.
Er selbst macht viele Witze über sein Aussehen. Wenn Kinder ihn etwa fragen: „Was ist Dir denn passiert?“, antwortet er gerne „Zigaretten!“ Doch nie ist ihm anzumerken, dass er verbittert oder zynisch wäre. Stattdessen vermittelt er seinen Zuhörern eine große Zuversicht, die sich vor allem aus einem nährt: aus einem tiefen Glauben an Gott.

Und wenn ich Nick so anschaue und mich mit seinem Leben beschäftige, dann muss ich sagen: Unglaublich, wie Gott einen Menschen, der mit gravierenden Mängeln leben muss, gebraucht. Menschen wie Nick Vuijcic fordern mich heraus. Sie lassen mich fragen: Was mache ich eigentlich aus meinem Leben? Was hat Gott mit mir vor? Wie kann ich trotz meiner Defizite und Fehler Gott dienen? Und merke, wie wichtig es ist, andere zu ermutigen. Ihnen Mut zu machen, weiter zu gehen, aufzustehen, nicht aufzugeben. Denn Gott hat etwas vor – auch mit meinem Leben!

Eine Frage persönlich an dich:
Wo willst du heute einen Menschen ermutigen, der vielleicht frustriert und niedergeschlagen ist?
Vielleicht kannst du ihm ja den Link oder diese Mail schicken.

3. Tipp für die Praxis

Und hier der Link für ein Video von Nick, in dem er vor einer Schulklasse spricht.
http://www.youtube.com/watch?v=MnlhZyW959k

Nicks Homepage findest du hier:
http://www.lifewithoutlimbs.org/

4. Nicht nur witzig

Ein portugiesischer Seifenfabrikant sagte einem Priester:
„Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es schon bald zweitausend Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht anders geworden. Es gibt immer noch Böses und böse Menschen.“

Der Priester wies auf ein ungewöhnlich schmutziges Kind, das am Strassenrand im Dreck spielte, und bemerkte: „Seife hat nichts erreicht. Es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen in der Welt.“

„Seife“, entgegnete der Fabrikant, „nutzt nur, wenn sie angewendet wird.“

Der Priester antwortete: „So ist es mit dem christlichen Glauben auch


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Stephan Münch / EC Bayern

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