Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 152] Der Auftrag

Hallo!
Nur noch ein paar Tage – dann ist Ostern.
Jesus ist an Karfreitag für uns gestorben und nach drei Tagen wieder auferstanden.
Wenn das Jesus nicht gemacht hätte, würde es unsere Jungscharen, Teen- und Jugendgruppen gar nicht geben. Dann gäbe es keinen Grund, keinen Auftrag, keine Basis für Milliarden von Menschen.
Aber durch Jesus sind wir Gottes Kinder – wenn das nicht mal ein Grund zum Feiern ist!

Ich wünsch dir ein gesegnetes Osterfest.
Gott sei mit dir!
Dein
Stephan

P.S.
Herzliche Einladung an alle JLM-Leser
Es sind nur noch 3 Tage bis zum Jugendleiter-Forum für alle JLM-Leser und Jugendleiternetz-Nutzer an der Osterkonferenz 2009 am 11.04.09 in Gunzenhausen

  • Input und Motivation für Jugendleiter und Mitarbeiter
  • Austausch von Erfahrungen und Ideen
  • Zukunftsvisionen für ein Jugendleiternetz 2012

(www.oko-bayern.de – Seminar Nr. 14)

1. Einige Worte zur Ermutigung

Matthäus 22,36-40
22:36 «Herr, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes?» 22:37 Jesus antwortete ihm: «,Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand!‘ 22:38 Das ist das erste und wichtigste Gebot. 22:39 Ebenso wichtig ist aber das zweite: ‚Liebe deinen Mitmenschen, so wie du dich selber liebst!‘ 22:40 Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen Geboten enthalten.»

Matthäus 28,18-20
28:18 Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: «Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. 28:19 Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! 28:20 Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!»

2. Der Auftrag

1. Liebe zu Gott – bedingungslos.
Alles für ihn. Ganz aus seiner Hand leben. ER ist die Nr. 1 in meinem Leben. Wie kann ich das praktisch leben? Durch eine Verbindung zu Gott, die ich wirklich in meinem Alltag lebe. Mit ihm unterwegs zu sein. Auf ihn hin zu leben. Von seiner Kraft, aus seiner Hand.
Durch eine gewisse Regelmäßigkeit (Jugendkreis, Gebet, Bibellesen, Zeit mit Gott, Gottesdienst – das ist echt wichtig!)
2. Liebe zu den Mitmenschen. Das ist ganz schön schwierig. Denn die, die nicht zur Gemeinde gehören sind anders als ich. Wie kann ich sie lieben, ehren, achten?
Sie ernst nehmen, ihre Welt verstehen, Zeit mit ihnen verbringen, offen für sie sein.
Beobachtung:
Warum unterhalten sich wohl in vielen Jugendkreisen oder Jugos die Jugendlichen aus der Gemeinde lieber miteinander, statt mit den Neuen, für die man den Jugo schließlich gemacht hat? Ich glaube, es ist eine gewisse Unsicherheit auf beiden Seiten.
3. Menschen in die Nachfolge rufen
Wie können wir Jugendlichen helfen, Nachfolger von Jesus zu werden? Wie passiert das heute? Wodurch kommen Jugendliche zum Glauben? Was spricht sie an? Was ist ihnen wirklich wichtig?
Ich habe gemerkt, dass es mir schwer fällt, einfach so zum Glauben aufzurufen (like Pro Christ). Ich habe mich nie so bekehrt, als nach vorne gerufen worden ist. Ich bin so rein gewachsen in die christliche Welt und in den Glauben. Aber wie können wir wieder neu Jugendlichen helfen, sich für Jesus zu entscheiden? Ich glaube, dass wir wieder ganz bewusst zum Glauben aufrufen sollten.
4. Führt sie in die Gemeinschaft mit Vater, Sohn und Heiligem Geist.
Wir dürfen Menschen an die Hand nehmen und zu Jesus bringen. Das ist heute ein langer Weg. Ich habe mal gelesen, dass ein Nicht-Christ heute im Schnitt ca. 7 positive Kontakte zu Christen braucht, bevor er sich für den Glauben interessiert. Ein langer Weg. Aber lasst uns diesen langen Weg gehen. Es lohnt sich.
Ich frage ab und zu mal Leute, die Christen geworden sind, warum sie zum Jugo oder zu einer anderen Veranstaltung gekommen sind bzw. was sie dran interessiert hat. Die Antwort fast immer gleich: Diese Atmosphäre, diese Gemeinschaft der Christen untereinander, die hat mich am meisten fasziniert.
5. Lehrt sie so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe.
Glauben braucht Tiefgang. Glaube ohne Veränderung ist ein toter Glaube. Deshalb braucht jeder Mitarbeiter einen Kreis, in dem er auftanken kann, in dem er Wegweisung und auch Korrektur bekommt.
Ich selbst habe einen Hauskreis alle 14 Tage, der einer der wichtigsten Termine in meinem Kalender ist. Von diesem Kreis lebe ich ein Stück weit – das ist meine geistliche Auftankstation, meine Gemeinschaft, von der ich zehre. Ohne einen solchen Auftank-Kreis wird ein Mitarbeiter ausbrennen.

Eine Frage persönlich an dich:
Was denkst du, wie diese 5 Aufträge in der heutigen Jugendarbeit umgesetzt werden können? Was ist heute dran? Wie erreichen wir heute noch Jugendliche mit dem Evangelium?
=> Diese 5 Aufträge werden Teil des Forums für Mitarbeiter auf der Osterkonferenz sein.

3. Tipp für die Praxis

Die Osterkonferenz ist nicht nur wegen dem Forum für Mitarbeiter ne gute Sache.

  • Gute Redner (Volker Gäckle / Rainer Dick)
  • gute Musik (Echtzeit / Ebenbild / Siegfried Fietz)
  • ein buntes Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Man kann gerne auch für einen Tag vorbeischauen (Sa – Mo)
More information unter www.oko-bayern.de

4. Echt witzig

Die Kleine Julia darf zu Ostern das erste mal mit in die Kirche.
Nach dem Gottesdienst fragt der Vater die kleine Julia „Was hat dir am besten gefallen?“
Darauf Julia: „Das alle ‚Hallo Julia‘ gesungen haben!!!“


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Oder schreib an s.muench@ec-bayern.de
Ich freu mich über Rückmeldungen.

Stephan Münch / EC Bayern

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