Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 154] Ein paar Vögel

Hi!
An Ostern habe ich eine Geschichte von der JLM-Leserin Katrin Moosburger aus Schwarzenbach zugeschickt bekommen. Die ist echt genial – und nicht nur für Ostern.

Gott ist wie ein sicherer Bunker, wenn ein Luftangriff kommt.
Er ist wie eine Tankstelle, wenn die Benzinanzeige auf dunkelrot steht.
Möge die Kraft des Allmächtigen mit dir sein!
Ich wünsch dir eine gesegnete Woche.

Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ Galater 5, 1

2. Ein paar Vögel

Die Gemeinde von Pfarrer George Thomas war es nicht gewöhnt, dass er für seine Predigten Gegenstände mit in die Kirche brachte. Schon gar nicht am Ostersonntag. So begann er, ihnen zu erklären, wie es dazu kam, dass er einen Käfig mitbrachte.
Am Tag zuvor, als er gerade durch die Stadt ging, bemerkte er einen kleinen Jungen, der rücksichtslos einen Käfig durch die Lüfte schwang. Beim genaueren Hinsehen bemerkte der Pfarrer, dass verängstigte kleine Vögel im Käfig saßen. Er rief dem Jungen zu: „Was hast du da, Sohn?“ „ Nur ein paar alte Vögel“, lautete die Antwort. „Und was wirst du mit ihnen machen“, fragte er weiter. „Ich werde sie mit nach Hause nehmen und viel Spaß mit ihnen haben“, erklärte der Junge lächelnd, „ich werde sie ärgern, ihnen die Federn ausreißen und sie beim Kämpfen beobachten. Ich werde so richtig Spaß dran haben.“
„Aber diese Vögel gehören doch gar nicht dir“, sagte der Pfarrer. „Jetzt schon“, erklärte der Junge, „ich habe sie gefunden und jetzt kann ich mit ihnen machen, was ich will.“
„Aber nach einiger Zeit wird es dir bestimmt langweilig, immer mit den Vögeln zu spielen. Was wirst du dann machen?“ „O, ich habe einige Katzen“, grinste der Junge, „sie mögen Vögel. Ich werde sie einfach meinen Katzen geben.“
Herr Thomas war für einen Moment ganz ruhig. Dann fragte er: „Wie viel willst du für diese Vögel, mein Sohn?“ „Aber sie möchten diese Vögel doch gar nicht, Herr Pfarrer“, sagte der Bub,. „Das sind nur einfache Feldvögel. Sie singen nicht. Sie sehen nicht einmal schön aus.“
Der Junge schaute den Pfarrer an, als ob er verrückt wäre und meinte: „Zehn Dollar.“ Herr Thomas griff in seine Tasche und nahm eine Zehndollarnote heraus. Er gab dem Jungen das Geld. Sofort war dieser verschwunden. Der Pfarrer stellte den Käfig auf den Boden, öffnete die Tür, nahm vorsichtig einen Vogel nach dem anderen heraus und schenkte ihnen die Freiheit.
Die Gemeinde hörte gespannt zu, als Herr Thomas sein Erlebnis mit dem kleinen Jungen erzählte. Dann erzählte er ihnen eine weitere Geschichte.
Eines Tages unterhielten sich Jesus und Satan, der gerade vom Garten Eden gekommen war. Grinsend und stolz berichtete er: „Gerade habe ich mir unten eine Gruppe von Menschen gefangen. Ich stellte ihnen eine Falle. Ich wusste, dass sie dieser Verlockung nicht widerstehen würden. Jetzt gehören sie alle mir .“
„Was wirst du mit ihnen machen“, fragte Jesus. „O, ich werde viel Spaß mit ihnen haben. Ich werde ihnen beibringen, wie sie sich gegenseitig verletzen und ausnutzen. Dann zeige ich ihnen, wie sie heiraten können und sich wieder scheiden lassen, wie sie sich gegenseitig anlügen und umbringen. O, ich werde viel Spaß mit ihnen haben.“
„Aber diese Menschen gehören doch gar nicht dir!“, sagte Jesus.“ „Jetzt schon“, erwiderte Satan, „ich kann mit ihnen machen, was ich will.“ „Und was wirst du machen, wenn es dir zu langweilig wird mit ihnen?“ „Dann werde ich sie umbringen.“
„Wie viel willst du für sie haben?“ „O, du möchtest diese Menschen nicht“, sagte Satan, „sie sind nicht gut. Du liebst sie, aber sie werden dich nur hassen. Sie werden dich anspucken, dich verfluchen, und dich umbringen. Du willst diese Menschen nicht.“ „Wie viel“, fragte Jesus noch einmal. Satan schaute Jesus an, als ob er verrückt wäre und sagte: „Dein Leben.“
Der Pfarrer beendete seine Geschichte: „Jesus bezahlte den Preis. Und am ersten Ostermorgen nahm er den Käfig, öffnete die Tür und schenkte uns die Freiheit.“

Eine Frage persönlich an dich:
Ist das nicht genial, dass Jesus uns gerettet hat – und wir dürfen einfach in die Freiheit, wie ein Vogel aus dem Käfig?
Wie wäre es, diesen (oder den Tag morgen) in dem Bewusstsein zu leben: In Jesus bin ich frei!

3. Tipp für die Praxis

Heute ein Tipp dafür, wie man sich praktisch engagieren kann:

Die JLM-Leserin Christiane Hohls aus Hermannsburg schreibt:

Ich kenne da ein tolles Projekt, bei dem ich auch selbst Mitglied bin:
www.homes4kids.de
Es geht um Aids-Waisen in Südafrika, die in diesem „St. Peter´s Child Care“ Projekt aufgefangen werden. Das Projekt wurde von einer evangelischen Gemeinde in Johannesburg (Südafrika) ins Leben gerufen. Die Kinder haben ihre Eltern an HIV/Aids verloren (und sind teilw. selbst infiziert: wer infiziert ist, ist aber nur den wenigsten, engsten Mitarbeitern vertraut, sodass keine Chance besteht, dass diese unbewusst „ausgestoßen“ werden).
Sie kommen zu etwa 2-5 Kindern in eine Familie, das heißt sie bekommen eine Mutter, die sich um sie kümmert, Schulaufgaben mit ihnen macht und mit ihnen zusammen wohnt. Es ist fast wie in einer normalen Familie. Die „Mütter“ werden nur nach strengen Maßgaben eingestellt, sodass sicher gestellt ist, dass sie lange Zeit mit den Kindern bleiben kann, in der Lage ist, sich um sie zu kümmern und liebevoll, etc ist.
Ich wollte nur darum bitten, dass du in der JLM mal Werbung dafür machst, denn schließlich kostet das Projekt auch Geld und je mehr Unterstützer es gibt, desto besser!
Liebe Grüße
Christiane

4. Echt witzig

Im Kindergottesdienst ging es um Elias und die Propheten Baals. Der Kigo-Mitarbeiter erklärte, dass Elias einen Altar baute, Holzscheite darauf legte, den Opferstier zerteilte und die Stücke auf das Holz legte. Dann ließ er die Leute vier Eimer mit Wasser füllen und das Wasser über das Opfer gießen. „Was meint ihr‘ wohl, weshalb er das tat?“ fragte der Kigo-Mitarbeiter. Ein Mädchen meldete sich und antwortete: „Damit es Bratensoße gibt.“


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