Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 164] Dinge mit anderen Augen sehen

Hi!
Zuerst mal möchte ich mich vorstellen… Ich heiße Johannes Rupp (oder auch kurz Johans) und ich wohne in Sonthofen im Allgäu. Hier bin ich Jugendleiter vom EC-Sonthofen und ich nehm dieses Jahr am Jugendleitertraining beim Stephan teil… Deshalb schreibe ich heute auch diese Mail denn jeder von uns Teilnehmern soll mal eine schreiben…

Momentan ist wieder mal eine sehr stressige Zeit, es geht auf die Sommerferien zu und ich muss noch ein Zeltlager vorbereiten, in der Gemeinde ist noch ein Theaterabend, dann schickt mich die Bundeswehr völlig unvorbereitet auf eine Übung wodurch wieder keine Zeit bleibt und dies und das… Wer kennt das nicht… Ich weiß nicht wie das bei dir ist, ob du dich gerade auf die letzten Schulaufgaben vorbereitest und viel lernen musst oder alles schon vorbei ist und du jetzt verdientermaßen am chillen bist, ob du dich auf deinen Urlaub vorbereitest oder bei der Arbeit alles drunter und drüber läuft, aber ich kann dir sagen dass dich Gott auf jeden Fall durchtragen und dich segnen wird. Und denk immer daran dass denen die Gott lieben alle Dinge zum Besten dienen und deshalb geschieht nix umsonst und es werden garantiert wieder bessere Zeiten kommen.

Be blessed
Dein
Johans

1. Ein Wort zum Nachdenken

3 Hört mir zu, ihr Nachkommen Jakobs, alle, die ihr von Israel noch übrig seid! Von Anfang an habe ich euch getragen, seit eurer Geburt sorge ich für euch. 4 Ich bleibe derselbe; ich werde euch tragen bis ins hohe Alter, bis ihr grau werdet. Ich, der Herr, habe es bisher getan, und ich werde euch auch in Zukunft tragen und retten.
Jesaja 46, 3+4

2. Dinge mit anderen Augen sehen

Die Geschichte vom Bleistift (Paulo Coelho) Der Junge sah zu, wie die Großmutter einen Brief schrieb. Irgendwann fragte er: „Schreibst du eine Geschichte, die uns passiert ist? Ist es vielleicht sogar eine Geschichte über mich?“ Die Großmutter hielt inne, und mit einem Lächeln sagte sie zu ihrem Enkel: „Es stimmt, ich schreibe über dich. Aber wichtiger als die Worte ist der Bleistift, den ich benutze. Es wäre schön, du würdest einmal so wie er, wenn du groß bist. „
Der Junge schaute den Bleistift verwirrt an und konnte nichts Besonderes an ihm entdecken. „Aber er ist doch genau wie alle anderen Bleistifte!“ „Es kommt darauf an, wie du die Dinge betrachtest. Der Bleistift hat fünf Eigenschaften, und wenn du es schaffst, sie dir zu Eigen zu machen, wirst du zu einem Menschen, der in Frieden mit der Welt lebt.“

  • Die erste Eigenschaft: du kannst große Dinge tun, solltest aber nie vergessen, dass es eine Hand gibt, die deine Schritte lenkt. Diese Hand nennen wir Gott, und Er soll dich immer Seinem Willen entsprechend führen.
  • Die zweite Eigenschaft: Manchmal muss ich das Schreiben unterbrechen und den Anspitzer benutzen. Dadurch leidet der Stift ein wenig, aber hinterher ist er wieder spitz. Also lerne, hin und wieder Schmerzen zu ertragen, denn sie werden dich zu einem besseren Menschen machen.
  • Die dritte Eigenschaft: Damit wir Fehler ausmerzen können, ist der Bleistift mit einem Radiergummi ausgestattet. Du musst begreifen, dass Korrigieren nichts Schlechtes, sondern dringend erforderlich ist, damit wir auf dem rechten Weg bleiben.
  • Die vierte Eigenschaft: Worauf es beim Bleistift ankommt, ist nicht das Holz oder seine äußere Form, sondern die Graphitmine, die in ihm drinsteckt. Also achte immer auf das, was in dir vorgeht.
  • Schließlich die fünfte Eigenschaft des Bleistifts: Er hinterlässt immer eine Spur. Auch du musst wissen, dass alles, was du im Leben tust, Spuren hinterlässt, und daher versuchen, was du gerade tust, ganz bewusst zu machen.

Geht es dir auch manchmal so wie dem kleinen Jungen? Dass du denkst du bist nichts Besonderes sondern nur wie alle anderen? Dass du dich fragst warum grad alles schief läuft? Denk mal darüber nach wo du in deinem Leben vielleicht einfach mal die Dinge aus einem weiteren oder ganz anderen Blickwinkel betrachten musst. Oftmals ist es auch hilfreich mit einem guten Freund die Dinge zu reden, denn die Meinungen und Ansichten eines Menschen der dich gut kennt aber nicht in die Sache involviert ist sind meistens sehr hilfreich.

3. Tipp für die Praxis

Daniel Münzenmayer aus Burtenbach hat die Website einer neuen, gut gemachten Kampagne der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ zum Dauer-Thema „Jugend & Alkohol“ gefunden:
http://www.kenn-dein-limit.info/ … vielleicht mal für einen abend zum Thema „Flatrate-Saufen“ etc.

4. Echt witzig

Der Pfarrer kommt in die Sakristei.
„Noch kein Organist da? Wer spielt denn heute?“
Ministrant Udo: „Brasilien gegen Deutschland!“


Hast du was Geniales mit Gott erlebt?
Dann schreib mir – und dein Erlebnis kann eine Ermutigung für viele JLM-Bezieher werden.
Entweder an: s.muench@ec-bayern.de oder einfach auf diese Mail antworten.

Stephan Münch – EC-Bayern

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