Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 177] Der Regenbogen

Hi!
Heute schreibt Miriam – sie ist Jugendleiterin im EC Roßtal bei Nürnberg – und gibt uns einige Gedanken darüber weiter, wie Gott mit hoffnungslosen Situationen umgeht (und der Witz ist echt gut … ;-)

Ich wünsche dir für diesen Tag, dass du wenigstens ein paar Augenblicke inne halten kannst und dich darauf besinnst, dass Jesus uns ganz nah gekommen ist – dass ER, der allmächtige Schöpfer, ein kleines, hilfloses Baby geworden ist. Unglaublich, dieser Gott!

Gott segne dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2.Timotheus 1,7

2. Der Regenbogen

Zu mir: Mein Name ist Miriam und ich bin 21 Jahre alt. Zur Zeit studiere ich Biologie in Erlangen. Soweit es das Studium zulässt, wirke ich im EC-Jugendkreis Roßtal mit. Für die Mitarbeit und Leitung konnte ich in diesem Jahr durch das Jugendleitertraining (www.jugendleiternetz.de/?i=intensivzeit ) viele Anregungen sammeln und auch persönlich einiges (z.B. über Konflikte) lernen.

Zu meiner Andacht:
Die Bibel gibt eine schöne Erklärung dafür, warum es nach einem Gewitter, wenn die Sonne wieder scheint, einen Regenbogen gibt. In 1.Mose 6-9 kannst du die ganze Geschichte von Noah, der Flut und der Arche nachlesen.

Der Regenbogen erschien zum ersten Mal, nachdem Noah Gott ein Dankopfer gebracht hatte. Nach über einem Jahr in dem Schiff war es den Menschen und Tieren möglich, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Alle waren dankbar und Gott versprach, nie wieder alles Leben durch eine Flut auszulöschen. Der Regenbogen ist das Erinnerungszeichen dafür.

Manchmal komm ich in meinem Leben an einen Punkt – und vielleicht kennst du das auch – da sehe ich kein Land mehr. Da weiß ich nicht, wie es weiter gehen soll. Wir Menschen haben ein eingeschränktes Blickfeld und rechnen nur mit dem, was wir sehen und kennen. Aber Gott sieht viel weiter. Schon während dem Regen wusste er, wo die Taube später landen und ihr Nest bauen wird. Der Regenbogen erinnert mich an die Herrlichkeit Gottes, seine Macht, den Überblick und die Weisheit. (interessant dazu: Hesekiel 1,28)

Ein Regenbogen erscheint nach einem Wolkenbruch. Beim Übergang zwischen Regen und Sonnenschein, wenn die dunklen Gewitterwolken noch da sind, aber die Sonne sich schon durch den Dunst kämpft. Auch so eine Stimmung kenne ich in meinem Leben. Ein gewaltiger Donner, das kann ein Streit sein, oder ein Fehler bei der Arbeit, der Konsequenzen nach sich zieht. Eine Bedrohung, die erstmal einschüchtert. Aber dann kommt die Sonne mit ein paar Strahlen und mit ihr die Hoffnung. Hoffnung auf besseres Wetter

Es gibt immer gute und schlechte Tage. An den schlechten will ich mich an die Hoffnung erinnern, daran dass Gott eine Lösung hat. Vielleicht dauert es einfach noch einen Tag, bis ich den Weg sehen kann. Doch die Hoffnung darauf will ich nicht verlieren.

Mit dieser gewaltigen Flut hat sich für Noah einiges geändert. Er war ab jetzt alleine mit seiner Familie, hatte viel Platz für neues Leben. Die gewalttätigen Menschen und ihre Städte waren mit den vielen Götzen verschwunden. Gott hat reinen Tisch gemacht. Damals gab es nur Folge für die Sünde – die Menschen mussten sterben. Noah konnte verschont werden, weil er gerecht und untadelig vor Gott lebte.

Wenn ich in mein Leben schaue, und auch wenn ich einen Blick in die Medien werfe oder allgemein sehe, zu was Menschen fähig sind, bin ich sehr froh, dass Gott keine Sintflut mehr schickt.
Gott hatte eine andere Idee. Er schickte Jesus, der für all den Unfug, der in der Welt und in meinem und deinem Herzen passiert, den Preis bezahlt. Was für eine gute Idee! Gott wendet sich nicht von uns ab, sondern ermöglicht uns einen Neuanfang. Er streckt dir die Hand hin und hilft dir auf, wenn du gefallen bist. Vergebung ist das Beste, was einem Sünder passieren kann!

Ein Regenbogen ist ein schönes Naturschauspiel. Durch ihn erinnert Gott sich und uns an sein Versprechen. Außerdem steht er für die Herrlichkeit Gottes, die Hoffnung auf Hilfe und die Möglichkeit für einen Neuanfang.

Nachgefragt:
* Wo hast du es schon erlebt, dass Gott den Überblick über eine Situation hatte und dir heraus geholfen hat? Vielleicht kannst du so ein Erlebnis mal zur Ermutigung im Jugendkreis erzählen.
* Wie ist gerade das Wetter in deinem Leben? Brauchst du Hoffnung auf Sonnenschein? Ich bete für dich!
* Gibt es Dinge in deinem Leben, die du gerne „ertränken“ würdest, um neu anzufangen? Bei Gott ist es nie zu spät. Das Blut von Jesus kann alles weg- bzw. sauber waschen!

3. Tipp für die Praxis

Echte „Gute-Laune-Macher“! Ich kann diese drei Bücher von Arno Backhaus empfehlen. Mit viel Pfiff und mancher Wahrheit hinter der Komik:
* Lache und die Welt lacht mit! Schnarche und du schläfst allein!
* Lieber Lachfalten als Tränensäcke
* Lache über deinen Nächsten wie dich selbst
(alle vom Brendow-Verlag und vielleicht sogar am Büchertisch in deiner Gemeinde vorhanden – schau mal kurz rein, es ist wirklich witzig!)

4. Echt witzig

„Am nächsten Sonntag möchte ich über die Wahrheit predigen“, erklärt der Pfarrer von der Kanzel herunter. „Zur Vorbereitung des Themas bitte ich die Gemeinde, das Kapitel 22 des Johannesevangeliums zu lesen.“ Eine Woche später steht der Pfarrer wieder auf der Kanzel. Er fragt: „Wer hat Johannes 22 gelesen?“ Viele Hände gehen hoch. „Das Johannesevangelium hat leider nur 21 Kapitel“, sagt der Pfarrer. „Und nun zu meiner Predigt über Ehrlichkeit.“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jlm findest du alle bisherigen Jugendleitermails unter dem jeweiligen Thema der JLM als Download.

Viel Spaß beim Stöbern
Stephan Münch – EC-Bayern

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