Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 180] Der Turm zu Dubai

Hi!
Ein genial gesegnetes Jahr 2010 wünsch ich dir.
Ich hoffe, dass du in diesem Jahr erlebst, wie Gott dich führt und leitet.

Und dass du im Vertrauen auf Gott erlebst, dass manche Schwierigkeiten und mancher Schrecken überwunden werden.

So wie es in der Jahreslosung steht:
Euer Herz erschrecke nicht – glaubt an Gott und glaubt an mich (Joh. 14,1)

Gott segne dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

«Auf! Jetzt bauen wir uns eine Stadt mit einem Turm, dessen Spitze
bis zum Himmel reicht!» schrien sie. «Dadurch werden wir überall
berühmt. Wir werden nicht über die ganze Erde zerstreut, weil der
Turm unser Mittelpunkt ist und uns zusammenhält!»

Da kam der Herr vom Himmel herab, um sich die Stadt und das Bauwerk
anzusehen, das sich die Menschen errichteten.
(1. Mose 11,4+5)

2. Der Turm zu Dubai

Vorgestern wurde der höchste Turm der Welt eingeweiht.
Der Burj Chalifa, wie er inzwischen heißt, ist insgesamt 828 Meter hoch und damit 300 Meter höher als der bisherige Spitzenreiter – der „Taipei 101″ in Taiwan. Mehr als 160 Stockwerke hoch ist der Gigant in der Wüste, insgesamt 57 Fahrstühle befördern Personen und Lasten nach oben. Der Hauptaufzug legt insgesamt 504 Meter zurück, er rast mit einer Geschwindigkeit von neun Metern pro Sekunde durch den Schacht.

Auf der 124. Etage befindet sich die höchste Aussichtsplattform der Welt - eine frei zugängige Außenterrasse. Wer mutig ist, und den Blick in die Tiefe wagt, dem liegt die Wüstenstadt zu Füßen! Der Temperaturunterschied zwischen Parterre und Spitze des Turms beträft übrigens acht Grad.

Unten im Eingangsbereich hat der Erbauer Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum ein Schild anbringen lassen auf dem übersetzt steht:

„Das Wort „unmöglich“ existiert nicht im Wortschatz eines Leiters. Egal wie groß die Herausforderungen auch sind, starker Glaube, Bestimmtheit und Entschlossenheit werden sie meistern“ ( http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-50335-7.html)

Das Fatale an der Sache ist ist nur, dass Scheich Mohammed einen Staat lenkt, der 50 Millarden Schulden hat …

So eine Geschichte, dass Menschen einen Turm bauen, um sich ein Denkmal zu setzen. Dass sie das Unmögliche möglich machen wollen – dass sie sich ein Zeichen setzen wollen, das weithin sichtbar ist – ein Bauwerk, das alle bisherigen Bauten überragt. Diese Geschichte ist fast so alt wie die Menschheit selbst.

Ganz am Anfang der Bibel lesen wir bereits von einem ähnlichen Unterfangen. Die Menschen damals taten sich zusammen, um einen Turm zu bauen. Sie wollten ein Zeichen setzen, um berühmt zu werden. Der Turm sollte der Mittelpunkt ihres Lebens werden, das Symbol ihrer Macht und Stärke.

Und was hat Gott getan?
„Da fuhr der Herr vom Himmel herab, um sich das Bauwerk anzusehen. […] Wir werden hinuntersteigen und ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr den anderen versteht!“

Und Gott setzt dem verrückten Treiben der Menschen ein vorläufiges Ende, indem er die Sprache der Menschheit verwirrt, sie in alle Länder zerstreut werden und dadurch der Turmbau zum Erliegen kommt.
Aber seitdem scheinen wir Menschen wenig dazugelernt zu haben …

Was bedeutet das aber für uns – für dich und mich.
Ich habe mich an dieser Stelle gefragt: Was sind eigentlich meine Motive, warum tue ich dies oder jenes? Was steckt hinter meinen Zielen, meinen Träumen, meinen Wünschen?

Ist es der Wunsch, Gott zu ehren, ihn groß zu machen?
Oder will ich selbst geehrt werden, sollen die Leute zu mir schauen, mich bewundern, mir nacheifern?

Eine Frage persönlich an dich:
Wozu willst du vorne stehen, Menschen leiten, ihnen etwas erzählen, Ideen verwirklichen, beruflich oder in der Gemeinde vorankommen?
Nimm diese Motive und leg sie in die Hand Gottes – und lass dich von ihm verändern und gestalten!

3. Tipp für die Praxis

Die Bertelsmann-Stiftung führt regelmäßig Umfragen – auch über religiöse Fragen – durch und hat im Dezember 2009 wieder eine Umfrage abgeschlossen.

Einen Artikel dazu findest du unter: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-846C684C-F7C8B3A7/bst/hs.xsl/nachrichten_99224.htm (siehe auch PDF-Download rechts)

4. Echt witzig

Zum Dreikönigs-Tag ein nicht ganz ernstzunehmender Witz ;-)

Wer waren die ersten drei Politiker ?- Die Heiligen Drei Könige !Sie legten die Arbeit nieder, zogen schöne Gewänder an und gingen auf Reisen.


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jlm findest du alle bisherigen Jugendleitermails unter dem jeweiligen Thema der JLM als Download.

Viel Spaß beim Stöbern
Stephan Münch – EC-Bayern

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