Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 182] Nur noch ein Monat

Hi!
Vor einiger Zeit hörte ich von einer wirklich unglaublichen Idee.
Diese Idee hat mich schwer ins Nachdenken gebracht – auch über mein eigenes Leben.
Wie wäre es, wenn du so lebst, als ob du nur noch einen Monat zu leben hättest?

Ich wünsche dir für diese Woche, dass du bewusster lebst.

  • in deinen persönlichen Beziehungen
  • in deiner Beziehung zu Gott
  • mit dir selbst

Der Allmächtige segne und bewahre dich!
Er halte sein Hände über dir und schenke dir Frieden.

Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Niemand weiß, wann das Ende kommen wird; weder die Engel im Himmel noch der Sohn Gottes. Die genaue Stunde kennt nur der Vater. Darum werdet nicht nachlässig und bleibt wach! Denn ihr wißt nicht, wann es soweit ist.
Markus 13,32+33

2. Nur noch ein Monat

„Wie wäre es, wenn du nur noch 30 Tage zu leben hättest?“

Chris und Kerry Shook stellten sich diese Frage – und sie ließ sie nicht mehr los.
Sie leiten zusammen eine Gemeinde in The Woodlands in der Nähe von Houston/Texas.

Eines Tages stellte sich Chris vor die Gemeinde und sagte: „Was wäre, wenn du heute erfahren würdest, dass du nur noch einen Monat zu leben hättest? Würdest du dann anders leben wollen als bisher? Was würdest du ändern? Wie würdest du deine Beziehungen gestalten wollen?
Sie begonnen mit einem Experiment und lebten als gesamte Gemeinde für einen Monat so, als ob es die letzten 30 Tage ihres Lebens wären. Dadurch gab es unglaubliche Veränderungen bei einzelnen Personen und in der gesamten Gemeinde.

Menschen versöhnten sich, klärten ihre Beziehungen.
Manche nahmen sich Zeit für die Menschen, die ihnen wirklich wichtig waren.
Und eine Frau aus der Gemeinde, deren Tochter umgebracht worden war – ging hin besuchte den Mörder ihrer Tochter im Gefängnis und vergab ihm.

„Nur noch 30 Tage“ – Kerry und Chris schrieben ihre Erfahrungen und Anregungen in ein Buch und durch dieses Buch wurde dieses Experiment in vielen Gemeinden weltweit durchgeführt.

Auch persönlich werden Menschen durch dieses Buch und die Aktion verändert. Heike aus Würzburg – die das Buch gelesen hat – schreibt:

„Bücher, die mein Leben verändern können, habe ich schon ein paar gelesen. Und auch dieses Buch gehört in die Kategorie - und zwar umfassend, mit so vielen Aspekten und Wahrheiten über das Leben, die mich berühren und auch erschüttern:
DER TOD IST DER GROßE GLEICHMACHER, NICHT DAS LEBEN. JEDER MUSS STERBEN. ABER NICHT JEDER HAT GELEBT.
- das ist ein Satz gleich zu Anfang des Buches, der sich in meinem Denken richtig festgehakt hat.

Wie oft schon habe ich mich dafür entschieden, Dinge auf später zu verschieben, mein Leben nur aus der Vernunftperspektive zu betrachten, Zeit meines Lebens vor dem Fernseher zu vergeuden oder aus eigener Kraft zu leben . . .
Solche Entscheidungen haben mich (natürlich immer erst hinterher) innerlich unzufrieden gemacht, haben dazu geführt, dass ich mein Leben in solchen Momenten nicht gelebt habe.
Lassen Sie zu, dass dieses Buch in Ihrem Leben einiges richtig stellt - aber - sozusagen Risiko auf der Packungsbeilage: Dieses Buch führt Sie auch in die Tiefen Ihres Lebens!“

Eine Frage persönlich an dich:
Wie würdest du leben, wenn du nur noch 30 Tage zu leben hättest.
Nimm dir mal 15 Minuten Zeit und schreibe 10 Dinge auf, die du tun würdest.

3. Tipp für die Praxis

Wer mehr über das Buch und das Experiment lesen will, kann das tun unter:

http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-7655-1912-3
http://www.onemonthtolive.com/

4. Echt witzig

Fritz und Franz haben Nüsse geklaut. Um nicht entdeckt zu werden, schleichen sie in die gerade offen stehende Leichenhalle, um sie zu teilen. Vor der Tür verlieren sie noch zwei ihrer Nüsse.
„Eine für dich, eine für mich, eine für dich, eine für mich“, murmeln sie.
Der Küster kommt vorbei und hört den Sermon. Ihm sträuben sich die Haare. Er läuft zum Pfarrer: „Herr Pfarrer, in der Leichenhalle spukt es. Da handelt Gott mit dem Teufel die Seelen aus!“
Der Pfarrer schüttelt nur den Kopf und geht mit dem Küster leise zur Leichenhalle.
„Eine für dich, eine für mich, eine für dich, eine für mich. So, das sind jetzt alle. Nun holen wir uns noch die beiden vor der Tür!“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jlm findest du alle bisherigen Jugendleitermails unter dem jeweiligen Thema der JLM als Download.

Viel Spaß beim Stöbern
Stephan Münch – EC-Bayern

Neueste Beiträge

18 Kennenlernfragen: Mit diesen Fragen brichst du das Eis in jeder Gruppe

Wie ein Reh im Scheinwerferlicht schauen mich acht Augenpaare an. Es ist der erste Abend…

29. April 2021

Gottes Meisterwerk: Warum du kreativer bist als du denkst

Viele Menschen halten sich nicht für »kreativ« – aber da liegen sie falsch. Wir alle…

20. April 2021

Das Lockdown-Paradox: Wie bekomme ich mein Zeitgefühl zurück?

Wir leben in einer seltsamen Zeit, die wenig Struktur und Neues bietet. Wie können wir…

16. April 2021

Sex, Verzweiflung, Mord und die Unterstellung eines rassistischen Motivs

Die Nachrichten über Waffengewalt aus den USA scheinen kein Ende zu nehmen. Vor zwei Wochen…

6. April 2021

Gute Nachricht schlecht verpackt? Das muss nicht sein [4 Tipps]

Evangelisation muss nicht zum Fremdschämen sein. Wie können Jugendleiter:innen das Teilen des Evangeliums jungen Menschen…

25. März 2021

Bringen wir Jugendlichen bei, ihre Sünden zu bekennen oder zu verbergen?

Machen wir unsere Kinder zu Heuchlern? Schaffen wir ein Umfeld, in dem Teens das Gefühl…

17. März 2021