Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 184] Was risikiere ich?

Hallo!
Nach der letzten JLM bekam ich eine Mail von Thomas aus Netzschgau in Sachsen (bei Plauen). Weil mich diese Mail voll ins Nachdenken gebracht hat, hab ich sie unten abgedruckt.

Ich wünsche dir und mir, dass diese Frage uns nicht mehr loslässt:
Wenn Menschen in anderen Ländern ihr Leben riskieren - was riskieren wir für Jesus?

Sei gesegnet und werde zum Segen für andere!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Der felsige Boden ist ein Beispiel für die Leute, die das Wort Gottes schnell und mit großer Begeisterung annehmen.
Aber das Wort kann nicht tief genug in ihr Leben eindringen. Sie sind hin- und hergerissen. Wenn sie wegen ihres Glaubens in Schwierigkeiten kommen oder verfolgt werden, geben sie gleich auf.
Markus 4,16+17

2. Was risikiere ich?

Thomas schrieb:
„Als ich von der Arbeit heim komme rufe ich meine Mail ab: Aha es ist wieder Mittwoch, die Jugendleitermail ist da und fange an zu lesen, schaue mir den Clip an und denke, naja gute Aktion, stimmt schon dass wir auch an unsere Geschwister denken sollen. Dann beim Lesen der Mail denke ich, Verfolgung ist schon schlimm, aber davon hast du schon des Öfteren gehört. Es ist also nichts Neues - steht ja auch in der Bibel; und wieso wollen wir auch Unterstützung aus der Welt erwarten…? Ich machte also meine „Schublade“ auf und schiebe den Gedanken in den Kasten „Verfolgung“ um so das Thema so für mich abzuschließen.

Aus Neugier klicke ich aber auf youtube weiter und stoße auf folgendes Video:
http://www.youtube.com/watch?v=ge6x-5wHl0o (Teil 1)
http://www.youtube.com/watch?v=SUsMGdIzFr8 (Teil 2)

Ist schon irgendwie grotesk: da sitze ich nun zu hause vor meinem PC, lutsche genüsslich ein Stück Schokolade und sehe mir das Video an. - Aber noch während der Clip läuft, bleibt es mir fast im Hals stecken und ich bin irgendwie aufgewacht aus einem Traum zurück in der Realität: Was mache ich mir Sorgen um irgendwelche „Kuschelaktionen“ mit der Jugend (im Vergleich zu den Treffen in Korea!) oder um meinen Urlaub, Arbeit, Geld, … oder um sonstige Dinge in meinem Leben die keine Beständigkeit haben?

Ich hab’s wieder einmal vor Augen: Unser Leben ist kurz, und am Ende zählt nur, ob du zu Jesus gehörst! Ja, das tue ich - was hat das aber für Konsequenzen in meinem Leben?

Was bin ich bereit für Den zu geben, der für mich alles gab - alles, ja sogar sein Leben? Also was riskiere ich für meinen Glauben? Genau soviel die Christen in Nordkorea, oder soviel wie mein HERR selbst gegeben hat?
Oder …

Mir kommt ein Lied in den Sinn, welches die Feigheit unseres Wohlfühl-Christentum recht gut beschreibt: http://www.youtube.com/watch?v=zH-Nixlizro
… Nichts? Nicht einmal mein Ansehen vor Anderen Menschen?

Was ist wirklich wichtig in meinem Leben? … ICH oder gott? Ist mir GOTT wirklich das wert, das er mir sein sollte? Bin ich wirklich bereit alles für IHN aufzugeben? (Lk 14, 26f )
Fragen kommen auf, beim Nachdenken. Und leider muss ich feststellen ich sehe leider viel zu sehr auf das Vergängliche, was meinen Tag so sehr bestimmt… viel zu oft wesentlich stärker als Jesus selbst.

Wenn ich das hier so schreibe, denke ich dass wir nicht nur eine Gebetsaktion für unsere verfolgten Geschwister brauchen, sondern auch eine dafür, dass Gott unsere Herzen mit der brennenden Liebe für unseren HERRN erfüllt, die uns aus unserer Lauheit und unserem christlichen Schlafwandel herausreißt
Gott möge es schenken!“

Wer Thomas ein paar Zeilen schreiben will kann das hier tun: www.jugendleiternetz.de/?i=user-114 –muss aber Mitglied im Jugendleiternetz sein ;-)
Oder du schreibst an an mich („antworten“-Button) – ich leite es weiter.

3. Tipp für die Praxis

Heute feiert der EC seinen 129.Geburtstag. Am 2.2.1881 gründete Francis Clark den ersten EC und damit wurde eine Bewegung ausgelöst, die unglaublich viele Kinder und Jugendliche der Welt erreicht hat und immer noch erreicht.
Heute abend wird auch im Studio von www.Crosschannel.de in der Sendung EC Talk & Music von 19.00-21.00 Uhr kräftig gefeiert. Im Studio wird der Generalsekretär des Weltverbandes Andreas Rudolph viel vom EC erzählen, wir werden feiern und auch quer durch die Welt (USA, Cayman Islands, Rumänien, Holland, Peru) telefonieren. Und es gibt natürlich Interaktion pur: Ihr könnt mailen oder im Studio anrufen, Songs wünschen und euch an Gewinnspielen beteiligen.

4. Echt witzig

Ein Mann kommt in den Himmel. Da führt ihn ein Engel durch große Hallen und Gänge. Schließlich kommen sie in den Saal, in dem die Worte und Taten der Menschen aufgezeichnet sind. Riesige Regale voller Bücher. Ganz vorne im ersten Regal stehen zwei Bücher: Ein großes dickes und ein dünnes kleines. Da fragt der Mann den Engel: „Warum stehen hier vorne diese zwei Bücher?“ Antwortet der Engel: „Das ist ganz einfach: das dicke Buch ist das, was Eva zu Adam gesagt hat – und das dünne Buch das, was Adam zu Eva gesagt hat!“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jlm findest du alle bisherigen Jugendleitermails unter dem jeweiligen Thema der JLM als Download.

Viel Spaß beim Stöbern
Stephan Münch – EC-Bayern

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