Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 213] Sonnenstrahl von Gott

Hallo!

Wie geht’s dir so in deiner Gruppe? Läuft alles ganz gut – oder wünscht du dir manchmal, dass Gott deutlicher redet und handelt?
Wie geht’s dir so im alltäglichen Leben – sehnst du dich nach einem guten Wort, einer liebevollen Umarmung, einem Lächeln? Dass Gott dich anspricht und dir Mut macht?

Ich wünsche dir, dass das Erlebnis eines Freundes von mir dich neu ermutigt, Gottes Wirken zu sehen, sein Flüstern zu hören.

Es segne dich der allmächtige Gott.
Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Da antwortete der Herr dem Elia: «Komm aus deiner Höhle heraus, und tritt vor mich hin! Denn ich will an dir vorübergehen.» Auf einmal zog ein heftiger Sturm herauf, riß ganze Felsbrocken aus den Bergen heraus und zerschmetterte sie. Doch der Herr war nicht in dem Sturm. Als nächstes bebte die Erde, aber auch im Erdbeben war der Herr nicht. Dann kam ein Feuer, doch der Herr war nicht darin.
Danach hörte Elia ein leises Säuseln.
1. Könige 19,11-12

2. Sonnenstrahl von Gott

Wie begegnet uns Gott? Wo zeigt er sich?

Gott zeigt sich anders, als wir es manchmal erwarten:
Er zeigt sich
- In einem Bruder im Jugendkreis, der mir ermutigend die Hand auf die Schulter legt.
- in einer Frau aus der Gemeinde, die regelmäßig für mich betet
- in einem kleinen Kind, das mir voller Freude in die Arme springt.
- in einem leisen, sanften Windhauch, der das Gesicht streichelt
- in einem Sonnenstrahl, der durch die Wolken bricht.

Gottes Macht ist meist nicht zerstörerisch und laut, sondern oft leise und unscheinbar.
Aber hinter diesem Flüstern Gottes, hinter der Hand auf der Schulter, dem unscheinbaren Gebet, dem kleinen Kind, dem sanften Windhauch und dem Sonnenstrahl steht die gewaltigste Kraft des Universums, die alles verändern kann.

Wenn Gott flüstert, dann hält die Welt den Atem an.
Dieses Flüstern Gottes erlebte ein Freund von mir, der Prediger einer kleinen Gemeinde ist.

Er schrieb mir vor einiger Zeit:
„Im Urlaub erreichte uns die traurige Nachricht, dass eine Pärchen ihr erstes Kind nach dem vierten Monat Schwangerschaft tot geboren hat. Die Familie bat mich das Kind zu beerdigen. Diesen Dienst habe ich ihnen gerne getan.

Es war ein schreckliches Wetter an der Beerdigung: kalt und kräftiger Regen. Am Grab war es einigermaßen trocken – nur ein paar Tropfen. Kurz vor Schluss las ich folgende Verse.

Gott sieht unsere Tränen, Gott fühlt unsern Schmerz.
Gott kennt unser Sehen, weiß um unser Herz.
Er kann uns verstehen, wenn keiner uns versteht
Trost und Liebe geben, wenn uns die Hoffnung fehlt.

Regen fällt und fällt, durchdringt die ganze Welt.
Seht der Himmel weint im Leid mit uns vereint.
Durch die Wolken dringt ein Sonnenstrahl und bringt
Hoffnung die das Licht in Regenbogenfarben bricht.

Bei den Worten „durch die Wolken dringt ein Sonnenstrahl“ riss der Himmel auf und die Sonne strahlte einen Moment und durchdrang uns mit Wärme. Gottes spürbare Gegenwart habe ich bei keiner Beerdigung, die ich gehalten habe in dieser Weise erfahren.“

Ein Wunsch persönlich für dich:
Ich wünsche dir, dass du in dieser Woche – vielleicht gerade jetzt – das Flüstern Gottes im Alltag hörst. Den stillen, sanften Wind, den Lichtstrahl, der durch die Wolken bricht. Dass du Gottes Gegenwart und Wärme spürst – mitten in der Kälte des Alltags.

3. Tipp für die Praxis

Am 31. Oktober ist Reformationstag.
Viele Kinder und Teenager verkleiden sich, ziehen um die Häuser, klingeln an den Türen.

Manche Gemeinden setzen ganz bewusst einen Gegentrend, indem sie am 31.10. eine Churchnight veranstalten. Es geht darum, dass die Neuausrichtung auf das Evangelium vor 500 Jahren durch Luther ganz Deutschland verändert hat. Vielleicht ist das auch was für deinen Jugendkreis oder deine Gemeinde?
Das geht ja auch im kleinen Rahmen – vielleicht mit einer Filmnacht (mit Luther-Film :-) oder einem kleinen Jugendgottesdienst.

Also: Mach mit!

Wo überall in Deutschland Churchnights zu finden sind, kannst du unter www.churchnight.de nachlesen. Dort findest du auch viele gute Ideen zu einer eigenen Churchnight.

4. Echt witzig

Zwei Schiffbrüchige landen auf einer einsamen Insel. Winzig klein, eine Palme drauf…
Der eine Schiffbrüchige legt sich in den Schatten unter die Palme, der andere rennt total aufgelöst am Strand entlang, und sucht den Horizont nach Hilfe ab. Dazu schreit er die ganze Zeit: „Oh nein, wir werden sterben, wir werden untergehen, wir sind verloren…“

Der unter der Palme sagt: „Hey, beruhig dich doch… ich verdiene hunderttausend Dollar die Woche“
Der Andere sieht ihn völlig entgeistert an und sagt: „Na und? Du hast dein Geld nicht hier, und selbst wenn, könntest du es nicht essen oder trinken oder ein Floß daraus bauen!“

Darauf sagt der unter der Palme: „Du hast mich nicht ausreden lassen… Ich verdiene hunderttausend Dollar in der Woche und gebe den Zehnten - mein Pastor wird mich finden…“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jlm findest du alle bisherigen Jugendleitermails – sogar mit einer Stichwort-Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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