Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 215] Ein Funke

Hallo!

Ich hoffe, dir geht’s gerade gut in diesen trüben Oktobertagen – auch solche Tage hat Gott gemacht. Vielleicht, dass wir die schönen Sonnentage umso mehr genießen können :-)

Heute schreibt meine Frau Hanna die JLM. Wer will, kann gerne unter www.lebenskunst.jimdo.com schauen, was Hanna sonst so macht - und dort kannst du auch ein paar Zeilen an sie schreiben.

Ich wünsch dir viel Kraft und Gottes Segen für diese Woche!
Der Allmächtige sei mit dir!
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Wir danken Gott auch für die Leiden, die wir wegen unseres Glaubens auf uns nehmen müssen. Denn in solchen Leiden lernen wir, geduldig zu werden.
Geduld aber vertieft und festigt unseren Glauben, und das wiederum gibt uns Hoffnung.
Und diese Hoffnung wird uns nicht enttäuschen. Denn durch den Heiligen Geist, der uns geschenkt wurde, ist Gottes Liebe in uns.
Römer 5,3-5

2. Ein Funke

Johannes Don Bosco hat mal gesagt:“ Halte dich fest an Gott. Mach`s wie der Vogel, der doch nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast bricht. Denn er weiß, dass er Flügel hat.“
Als ich diesen Satz gelesen habe, habe ich mich gefragt, ob das wirklich so ist.
Kann ich weiter fröhliche Lieder singen, wenn ich den Boden unter meinen Füßen verliere?

Zwei Beispiele aus meinem und dem Leben anderer fallen mir ein:
Ich denke da an eine Bekannte, die vor einigen Jahren ihr Kind einen Tag vor der Geburt verloren hat. Wir konnten in diesem Moment nicht singen, sondern nur weinen.
Auch ich hatte eine Phase in meinem Leben, in der ich von einem Menschen sehr verletzt worden bin. Ich konnte zu dieser Zeit bestimmt nicht fröhlich weiter singen. Nur eine einzige Frage war mir geblieben: „Wo bist du Gott?“

Da gab es keine Hoffnung mehr, und von einem Glauben an einen Gott der Liebe war nur noch ein Funke übriggeblieben. Dieser Funke jedoch war meine Rettung.
Er bestand aus der Gewissheit des Glaubens an Gott und daran, dass er mich so sehr liebt, dass er sogar seinen einzigen Sohn ans Kreuz hat nageln lassen. Wenn mich jemand so sehr liebt, dass er seinen Sohn für mich sterben lässt, dann kann er es nur gut mit mir meinen, dem kann mein Leben nicht egal sein. Mir blieb nur eines übrig: Ihm ganz und gar zu vertrauen und weiter daran zu glauben, dass er es gut machen wird.

Hätte ich damals diese Gewissheit nicht gehabt und wäre da kein Funke mehr gewesen, sondern nur Asche, ich weiß nicht, nach welchen Mitteln ich gegriffen hätte. Nur der Glaube daran, dass Gott das Beste mit mir vorhat, hat mich nach vorne sehen lassen.

Ich bewundere Menschen, die schlimme Zeiten durchmachen und trotzdem noch an Gott bleiben. Sie sind Vorbilder für mich geworden.
Auch bei meiner Bekannten habe ich das erlebt. Trotz ihrer Trauer konnte ich ihr diese Liebe Gottes abspüren. Trotz ihrer Verzweiflung hielt sie daran fest, dass Gottes Plan der richtige ist.

Eine Frage persönlich an dich:
Wo hast Du diese Liebe schon erlebt in Zeiten, wo ein Ast unter dir abgebrochen ist?
Hat die Liebe Gottes dich vor dem Untergang bewahrt?
War seine Liebe in dir so stark, dass sie dicht durch diese Zeit getragen hat?

3. Tipp für die Praxis

Ich möchte dir heute die Initiative HOFFNUNG 2011 sehr ans Herz legen.
Es wäre super wenn viele Jugendgruppen sich einklinken würden und aus dem Jahr 2011 ein Hoffnungs-Jahr machen würden.

Wenn du mit einer kleinen Gruppe, Gebetskreis, Hauskreis, Jugendgruppe, Konfi-Gruppe, Teenagergruppe, Chor, etc. nächstes Jahr in irgendeiner Form Hoffnung in Dein Umfeld bringst, dann melde dich doch einfach kurz mit an und klink dich ein unter
Anmelden: http://www.initiativehoffnung.de/user/register
Du erhältst dann ein kostenloses Info-, Ideen- und Materialpaket. Darin findest du alles, was du für Hoffnung brauchst.

4. Echt witzig

Religionsunterricht in der Grundschule, Reli-Std, wird grad die Geschichte vom Jona und dem Wal erzählt. Lehrer:“Ja und dann kam dieser riiiesen Wal und verschlang Jona und spuckte ihn dann da, wo er hin sollte, wieder aus…“ Und kurz vor Schluss der Stunde fügt er noch hinzu: „Ja, ihr wisst ja, das is so ’ne Geschichte, die steht in der Bibel. Die muss man nicht unbedingt glauben.“
Doch ein kleines Mädchen sagt ganz fröhlich und sicher: „Herr Lehrer, ich glaub aber daran, dass das wirklich passiert ist.“ Doch der Lehrer: „Najaaa, du weisst ja… das steht in der Bibel. Das muss nicht alles unbedingt stimmen, was da alles so geschrieben ist.“
Aber das Mädchen, immer noch sicher: „Nagut, dann werd ich den Jona halt fragen, wenn ich in den Himmel komme!!“
Hämisch fragt der Lehrer: „Und wenn er nicht im Himmel ist… Was ist wenn er in der Hölle gekommen ist???“
Doch wieder das kleine Mädchen: „Na, dann können Sie ihn ja fragen!!!“

.


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=jlm findest du alle bisherigen Jugendleitermails – sogar mit einer Stichwort-Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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