Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 222] Licht im Dunkeln

Hi!

Vor einer Woche habe ich im Focus gelesen, dass nur noch 1/3 der Menschen in Deutschland Weihnachten mit der Geburt von Jesus verbinden.
Für Ÿ der Deutschen hat Weihnachten etwas mit dem Weihnachtsbaum und Geschenken zu tun.
Für 2/3 bedeutet Weihnachten Zeit mit der Familie, Weihnachtsbeleuchtung und viel gutes Essen.

Und das ist offensichtlich nicht nur in Brandenburg so, dass viele Menschen mit Gott und Kirche nichts mehr anfangen können – von Brandenburg schreibt heute JLM-Leser Cornelius Matthies.
Aber dazu unten mehr.

Ich wünsche dir, dass du in all der Vorweihnachts-Hektik mal zur Ruhe kommen kannst. Dass du eine Kerze anzündest und dir wirklich Zeit nimmst, mit dem Gott zu sprechen, der aus Liebe zu uns ein kleines Kind wird. Das ist echt ver-rückt.

Dieser ver-rückte Gott segne dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.
Johannes 12, 46

2. Licht im Dunkeln

Hi - ich bin Cornelius Matthies, 21 Jahre jung, und bin derzeit als FSJ’ler im Missionswerk Josua bzw. in der Josua Gemeinde in Zagelsdorf (Brandenburg) angestellt. Mein Aufgabenbereich umfasst vor allem im Bereich Jugendarbeit Leitung einer Jugendband und eine Jugend- und Teeniegruppe.

Manchmal hat ich den Eindruck, ich befinde mich in der trostlosesten Gegend Deutschlands. Jugendliche lungern Tag ein Tag aus an Marktplätzen herum und wissen nichts mit sich anzufangen, Erwachsene leben einfach in den Tag hinein und haben für sich nicht den Sinn ihres Lebens erfasst. Das Wort Kirche kennen viele nur noch, weil sie im Duden „Kirsche“ an der falschen Stelle suchen. Man hört immer mal wieder davon, das Brandenburg versteppt, ich sehe das vielerorts genauso aus geistlicher Sicht. Sicherlich ist Brandenburg da nicht das einzige Bundesland.

Ich finde es dort immer wieder ermutigend zu sehen, wie sich einige Familien aufmachen, um genau in solchen Städten/Ortschaften Gemeinde zu gründen. Und solch eine Entscheidung fällt man mal nicht eben an einem Tag oder in einer Woche. Es ist mit vielen Gesprächen verbunden, langen Gebetszeiten und einem Kampf vor Ort, Wohnung und Arbeit zu finden, verbunden. Nicht selten versucht dort Mr. Dunkel (irgendwie mag ich diese Bezeichnung) einem Steine in den Weg zu legen, die sich auch des öfteren zu Felsbrocken entwickeln. Einer meiner geistlichen Leiter hat mal gesagt, erst, wenn die Aufgabe nicht mehr so leicht wird und Anfechtungen und Hindernisse von außen kommen, merkt man, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet. Bei einem schlafenden Christen würde doch Mr. Dunkel nie auf den Gedanken kommen, ihn zu wecken. Deshalb umso mehr bei denjenigen, die etwas geistlich bewegen und sich nicht mit der Ist-Situation zufrieden geben.

Das Wort von oben dient dort für viele mit Sicherheit als Leitfaden und als Vers, den man sich besonders in schwierigen Situationen immer wieder vor Augen führt. Wir sind Licht in der Dunkelheit und wo wir sind, wird es nicht Dunkelheit bleiben. Eine klare Aussage verknüpft mit einer großen Zuversicht, verpackt mit einer Menge Gottvertrauen, fest verschnürt mit einem festen Glauben. Um mal ehrlich zu sein, hapert es für mich genau an diesem letzten Punkt. Na klar trau ich Gott zu, dass er Dinge verändern kann und genauso glaube ich auch, dass der Vers aus der Jahreslosung 2009 auch wahr ist: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich Lukas 18, 27. Bloß irgendwie erwischt man sich, besonders ich mich dabei, dass ich mehr Glauben dafür habe, dass Gott andere Orte verändert anstatt meinen. Deswegen ist eins meiner Gebetsthemen auch, dass Gott mir einen größeren Glauben schenkt, vor allem für meine Region. Kann gut sein, dass ich der einzige Mensch mit diesen Problem bin. Wenn es so ist, umso besser. Da ist es doch immer wieder ein Geschenk Gottes, die Bibel zu haben, die einem Trost, Zuversicht und eine klare Aussicht auf das gibt, was Gott durch mich tun will und wird. In der letzten Zeit sehe ich mehr und mehr, wie Gott Wege bereitet, Türen öffnet und vor Ort Leute für das Evangelium erreicht werden, Menschen sich bekehren und christliche Kreise wachsen und einen Segen nach außen versprühen. Gott ist einfach genial und er steht zu seinem Wort. Ich bin so dankbar, dass ich das immer wieder erfahren darf.

Nochmals als Zuspruch an dich persönlich:
Gott wird deine Umgebung verändern, denn wo du bist, da ist Jesus auch.

3. Tipp für die Praxis

Wer noch einen witzigen Opener für die Teenkreis- oder Jugendkreisweihnachtsfeier braucht.
Entdeckt hat ihn unser Webmaster Sven.
Hier ist er:
http://www.youtube.com/watch?v=vZrf0PbAGSk
Das ist eine digitale Weihnachtsgeschichte – mit Amazon, Google, Iphone und Co.

4. Echt witzig

Mal eine tiefgreifend theologische, stundelang herausgefilterte und akribisch formulierte Frage an euch: Hatte Adam einen Bauchnabel?


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – sogar mit einer Stichwort-Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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