Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 224] Das Gute siegt

Hallo!

Ein neues Jahr hat begonnen. Ich hoffe, du bist gut rein gestartet.
Vielleicht liegt ein herausforderndes Jahr vor dir. Prüfungen, Arbeitsstellenwechsel, Umzug oder andere Dinge. Vielleicht freust du dich auch so richtig auf 2011 – weil schöne Ereignisse kommen werden.

Wie auch immer: Ich wünsche dir, dass du in diesem Jahr erlebst, wie Gott dich durch alle Höhen und Tiefen führt. Dass er dich an der Hand nimmt und auf seinem Weg leitet.

Es segne dich der allmächtige Gott – der Vater, Sohn und Heiliger Geist!
Dein
Stephan

P.S.
Es ist nur noch drei Wochen Zeit, sich zum JUGENDLEITERTRAINING 2011 anzumelden.
Das JLT sind 3 Wochenenden und 4 Samstage gemeinsam mit 11 anderen Jugendleitern.
Die Themen: Leiterschaft in der Bibel, Visionen gestalten, Mentoring, neue Mitarbeiter und Leiter gewinnen, Gaben und Grenzen, usw.
Ein Flyer und Bewerbungs-Infos unter http://jugendleiternetz.de/?i=jugendleitertraining

1. Ein Wort zur Ermutigung

Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit Gutem
Römer 12,21 - Basisbibel

2. Das Gute siegt

Wir überwinden das Böse mit Gutem!
Seit wir dieses Lied letzten Sonntag im Gottesdienst gesungen haben (ich spiele bei uns in der Lobpreisband Schlagzeug :-) geht es mir nicht mehr aus dem Kopf. Zugegeben: Es ist ein bisschen altbacken von der Melodie her – aber dieser eine Satz wird immer wiederholt und brennt sich regelrecht ins Gedächtnis ein: „Wir überwinden das Böse mit Gutem“.

Aber was heißt das wirklich?
Was bedeutet das denn, das Böse mit Gutem zu besiegen?

Wenn ich die Verse vorher lese, dann wird das ganz konkret:
(Römer 12,17-20 – nachzulesen unter: http://www.bibleserver.com/#/text/HFA/R%C3%B6mer12)

- Wenn mir jemand ein Bein stellt, soll ich ihm nicht eine runter hauen.
- Allen Menschen - auch dem blöden Typ auf der Arbeit - soll ich Gutes tun.
- Selbst wenn mich jemand überhaupt nicht leiden kann und mich mit hasserfüllten Augen anschaut, soll ich ihm im Frieden begegnen (soweit das möglich ist).
- Und wenn mir übel mitgespielt wird – z. B. wenn jemand mich um Geld betrügt – dann soll ich nicht mit allen Mitteln versuchen, das Geld wieder zu bekommen, sondern das Urteil Gott überlassen.
- Und derjenige, der mich in der Schule oder auf der Arbeit mobbt – dem soll ich eine Tasse Kaffee ausgeben (wenn du das tust, dann wirst du „feurige Kohlen auf sein Haupt häufen“ – so heißt es bei Luther. Das bedeutet, dass der andere dadurch beschämt sein wird.)

Wenn du das tust, wirst du das Böse durch das Gute besiegen!

Aber wer kann das denn? Wer schafft das wirklich?
Ich glaube, dass du das nur schaffen kannst, wenn Gott dir die Kraft dazu gibt.
Und wenn du es wirklich in Gottes Kraft tust, kann sich ALLES verändern.

Dazu eine wahre Begebenheit:
„Jahrelang habe ich um meines Glaubens willen in einem deutschen Konzentrationslager gelitten. Ich wog nur noch 45 Kilogramm, und mein ganzer Körper war mit Wunden bedeckt. Mein rechter Arm war gebrochen und ohne ärztliche Behandlung gelassen. Am Weihnachtsabend 1943 ließ mich der Lagerkommandant rufen. Ich stand mit bloßem Oberkörper und barfuss vor ihm. Er saß an einer reich gedeckten, festlichen Tafel. Stehend musste ich zusehen, wie er sich die Leckerbissen schmecken ließ. Die Ordonanz brachte Kaffee und ein Päckchen Kekse. Der Lagerkommandant aß sie mit Genuss und sagte zu mir: ‚Ihre Frau ist eine gute Köchin, Dapozzo!‘ Ich verstand nicht, was er meinte. Er erklärte es mir: ‚Seit Jahren schickt Ihre Frau Pakete mit kleinen Kuchen, die ich immer mit Behagen gegessen habe.‘ Ich kämpfte gegen den Hass an, der sich in mir aufstaute. Meine Frau und meine vier Kinder hatten von ihren ohnehin kargen Rationen Mehl, Fett und Zucker gespart, um mir etwas zukommen zu lassen. Und dieser Mann hatte die Nahrung meiner Kinder gegessen. Ich bat den Kommandanten, wenigstens an einem der Kuchen riechen zu dürfen, um dabei an meine Frau und meine Kinder zu denken. Aber der Peiniger gewährte mir meine Bitte nicht. Er verfluchte mich.

Als der Krieg vorüber war, suchte ich nach dem Lagerkommandanten. Er war entkommen und untergetaucht. Nach zehn Jahren fand ich ihn schließlich und besuchte ihn zusammen mit einem Pfarrer. Natürlich erkannte er mich nicht. Dann sagte ich zu ihm: ‚Ich bin Nummer 17531. Erinnern Sie sich an Weihnachten 1943?‘ Da bekam er plötzlich Angst. ‚Sie sind gekommen, um sich an mir zu rächen?‘ ‚Ja‘, bestätigte ich und öffnete ein großes Paket. Ein herrlicher Kuchen kam zum Vorschein. Ich bat seine Frau, Kaffee zu kochen. Dann aßen wir schweigend den Kuchen und tranken Kaffee. Der Kommandant begann zu weinen und mich um Verzeihung zu bitten. Ich erzählte ihm, dass ich ihm um Christi willen vergeben hätte. Ein Jahr später bekehrten sich dieser Mann und seine Frau zu Christus.” (Erino Dapozzo)

Eine Frage persönlich für dich:
Wo kannst du heute – oder in den nächsten Tagen - einem Menschen, der dir wirklich Mühe macht, etwas Gutes tun?

3. Tipp für die Praxis

Ein geniales Bild zur Jahreslosung hab ich unter http://godnews.de/ gefunden.
Es ist ein Freiheitskämpfer, der einen Blumenstrauß wirft. Eine geniale Aussage.
Das hab ich gleich als Desktophintergrund verwendet …

4. Echt witzig

Fritz torkelt stockbetrunken dem Herrn Pastor über den Weg.
„Fritz, habe ich dir nicht gesagt, dass der Alkohol dein grösster Feind ist?“
„Jo, Hea Pasta, aba Jesus hat jesacht, dass ich meene Feinde lieben soll, un des habb ich jerade ja jemacht! „
„Lieben schon, aber nicht runterschlucken!“ antwortet der Pastor.


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – sogar mit einer Stichwort-Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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