Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 235] Beten – aber nicht zu lange

Hey!

Wie geht’s dir so mit der Gebetsgemeinschaft? Das ist oft gar nicht so einfach.
Gerade, wenn vor mir im Jugendkreis einer dran war, der gefühlte 5 Minuten gebetet hat.
Ein paar Gedanken dazu unten in der Andacht.

Übrigens: Wir haben vom Born-Verlag exklusiv einige echt gute Artikel für das Jugendleiternetz bekommen – weitere Infos findest du bei den Tipps für die Praxis.

Ich wünsch dir für diese Woche, dass du ein paar richtige gute Zeiten hast mit deinem Papa im Himmel. Wo es nicht um schöne Gebete, sondern vor allem um die Begegnung zwischen IHM und dir geht.
Dieser große und allmächtige Papa segne dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, denn sie meinen sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet.
Matth. 6,7+8

2. Beten – aber nicht zu lange! 😉

Als ich ca. 15 Jahre alt war, habe ich in meinem damaligen EC-Jugendkreis eine wichtige Erfahrung gemacht. Wir saßen im Jugendkreis zusammen und hatten am Schluss eine Gebetsgemeinschaft. Da sagte der Leiter: Wir machen das heute so: Jeder betet einen Satz und dann kann der nächste beten. Das war so befreiend, endlich nicht mehr auf die großartige Wortwahl und Satzstellung zu achten. Man konnte einfach so beten, wie es einem ums Herz war.

Es war für mich eine unglaubliche Befreiung, nicht unbedingt ewig lang beten zu müssen. Und es haben sich fast alle in der Runde beteiligt. Das war einfach nur genial.

Noch heute mache ich das in manchen Jugendkreisen, dass ich vorschlage: Lass uns jetzt mal so beten, dass jeder nur einen Satz betet – und es ist meistens eine echt coole Gebetsgemeinschaft.

In Matth. 6,7 sehen wir, daß es Jesus nicht darum geht, dass wir oft und viel beten. Jesus erwartet nicht von uns, dass wir lange und toll formulierte Gebetsgemeinschaften machen.

Im Gegenteil: Es geht Jesus darum, dass wir ehrlich, offen und von ganzem Herzen mit ihm reden. Da kann ein persönlich gesprochenes Gebet vor dem Essen mehr ausdrücken als ein langes Vortragsgebet in einer Gebetsgemeinschaft.

Lass die wohl formulierten Gebete und Floskeln weg, und bete direkt zum Herzen Gottes.

Mein 5-jähriger Sohn kommt auch nicht zu mir und sagt: „Mein lieber Herr Vater, darf ich dich höflichst um etwas bitten. Wenn es dir angenehm ist, wäre es vielleicht möglich, wenn ich mich auf deinen Schoß setzen dürfte. Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du es mir gestatten würdest.

Eher würde es so lauten: Papa, darf ich auf deinen Schoß?

Genauso erwartet Gott nicht von uns, dass wir große Worte machen, sondern, dass wir mit einfachen Worten und aus Liebe zu ihm beten und bitten. Das dürfen wir tun. Sowohl allein in unserem Zimmer - aber auch in der Gebetsgemeinschaft. Und Gott weiß vorher schon, was wir brauchen. Er kennt die Zukunft und die Gegenwart. Er weiß was das Beste für uns ist. Und er wird uns geben, was wir brauchen.

Gebet ist nicht eine Leistung oder ein Muß, sondern Gebet ist der Ausdruck der Vertrauensbeziehung zu deinem liebenden Papa.

Zwei Ideen persönlich für dich:
1. Nimm dir jetzt sofort 5 Minuten Zeit, genieße diese Zeit mit deinem himmlischen Papa – und erzähle ihm einfach mal so, was dich gerade beschäftigt. Ohne großartige Worte, sondern wie ein Kind mit seinem Papa.
2. Schlag das mal in deinem Jugendkreis vor, dass jeder nur einen Satz betet. Mal sehen, was passiert …

3. Zwei Tipps für die Praxis

Top-Artikel aus ECHT und TEC
Wir haben für das Jugendleiternetz exklusiv vom Born-Verlag ca. 40 Artikel von den Zeitschrften TEC (Teens erleben Christus) und ECHT (für Jugend + Junge Erwachsene) zur Veröffentlichung auf jugendleiternetz.de bekommen.
Die ersten Artikel z. B. zu den Themen „Feedback“, „soziales Engagement“ oder „Stille Zeit“ stehen bereits online. Du findest sie auf der Startseite von www.jugendleiternetz.de unter „Neueste Artikel“.
Jede Woche werden wir jetzt zwei neue Artikel veröffentlichen.
Danke an dieser Stelle an Martin M, der die Artikel einstellt :-)

Missionarische WG in Berlin
Du suchst eine Wohnung in Berlin, willst aber nicht nur für dich sein, sondern Gemeinschaft (er)leben und suchst außerdem noch nach einer Herausforderung? Dann bist du in der Schönhauser Allee 134a (Prenzlauer Berg) genau richtig!
Hier entsteht ein missionarisches Projekt vom Gemeinschaftswerk Berlin-Brandenburg. Wir wollen Toren und Türen öffnen für die Menschen im Kiez und für sie da sein.
Zurzeit gibt es eine kleine 1-Zimmer-Wohnung (ca. 24 qm / Küche / Bad), im Seitenflügel, 1.
Obergeschoss, die zur Miete freisteht. Die Kosten betragen insgesamt 220 Euro (warm).
Wenn du Interesse hast nicht nur in einer Zweck-WG zu wohnen und dich außerdem in deiner freien
Zeit noch mit am Projekt zu beteiligen, dann melde dich bei mir:
Sabrina Tesch
Schönhauser Allee 134a
10437 Berlin
Email: sabrina.tesch@gwbb.de

4. Echt witzig

Zwei Hochseil-Artisten heiraten. Der Pfarrer predigt: „Möge der Herrgott immer seine schützende Hand über euch halten.“ - „Unter uns, Herr Pfarrer, unter uns!“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – mit Stichwort-Suchfunktion. Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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