Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 237] Einfach übersehen

Hey!

Jetzt geht es mit großen Schritten auf Ostern zu. Ich habe übrigens jetzt mit dem Bildschirmfasten nach 18 Uhr und am Wochenende angefangen mit der Aktion „Offline aktiv sein“ * Ist gar nicht so einfach – aber es tut gut. Wer will, kann mitmachen. Eigentlich geht’s ja erst nächste Woche los.

Ich wünsch dir eine gesegnete und entspannte vorösterliche Zeit!
Der allmächtige Gott segne dich!
Dein
Stephan

* Offizielle Info: http://www.kep.de/home/aktionen/offline-aktiv-sein/
Facebook-Seite: http://www.facebook.com/#!/event.php?eid=189615261069351

1. Wort zur Ermutigung

Gott betrachtete in Ruhe alles, was er geschaffen hatte, und es war sehr gut!
1. Mose 1,31

2. Einfach übersehen

An einer U-Bahnhaltestelle in Washington DC spielte ein Mann an einem kalten Januarmorgen für eine Stunde auf seiner Violine sechs Stücke von Bach. Während dieser Zeit benutzten ungefähr 2000 Menschen diese Haltestelle, die Meisten auf dem Weg zur Arbeit.
Nach etwa 3 Minuten bemerkte ein Passant die Musik. Für ein paar Sekunden verlangsamte er seine Schritte, um dann schnell wieder seinen Weg zur Arbeit fortzusetzen.
4 Minuten später: Der Geiger erhält seinen ersten Dollar. Eine Frau wirft ihn in den Hut ohne ihr Tempo zu verringern.
6 Minuten später: Ein junger Mann lehnt sich gegen die Wand, um zuzuhören. Dann blickt er auf seine Uhr und setzt seinen Weg fort.
10 Minuten später: Ein etwa 3jähriger Junge bleibt stehen, aber seine Mutter zieht ihn fort. Das Kind bleibt erneut stehen, um dem Musiker zuzusehen, aber seine Mutter treibt ihn an und das Kind geht weiter. Mehrere andere Kinder verhalten sich ebenso. Aber alle Eltern, ohne Ausnahme, drängen ihre Kinder zum schnellen Weitergehen.
Nach 45 Minuten: Der Musiker spielt ohne Pause. Nur 6 Menschen insgesamt blieben stehen und hören für kurze Zeit zu. Ungefähr 20 Personen geben ihm Geld und gehen in ihrer normalen Geschwindigkeit weiter. Die Gesamteinnahmen des Mannes sind 32 Dollar.

Nach einer Stunde: Der Musiker beendet seine Darbietung und es wird still. Niemand nimmt Notiz und niemand applaudiert. Es gibt kaum Anerkennung.

Niemand wusste es, aber der Violinist war Joshua Bell, einer der größten Musiker der Welt. Er spielte eines der komplexesten und schwierigsten Musikstücke, die je geschrieben wurden, auf einer Violine im Wert von 3,5 Millionen Dollar!

Zwei Tage zuvor spielte Joshua Bell vor ausverkauftem Haus in Boston das gleiche Stück, zu einem Durchschnittspreis von 100 Dollar pro Platz. Dies ist eine wahre Geschichte. Joshua Bell spielte inkognito in der Untergrundstation. Auftraggeber dieses sozialen Experimentes über Wahrnehmung, Geschmack und Prioritäten war die Washington Post.

ICH FRAGE MICH:
Nehme ich die kleinen großen Dinge im Alltag überhaupt noch wahr?
Sehe ich die Komposition eines Sonnenuntergangs, wenn ich abends nach Hause fahre – oder bin ich total in Gedanken versunken?
Nehme ich am Straßenrand die aufblühende Sinfonie von Blumen und Bäumen wahr – oder haste ich an ihnen vorbei?
Kann ich innehalten und über die Schönheit eines Musikstückes, eines Bildes oder der Natur staunen und Gott von Herzen dafür danken?
Sehe ich die von Gott geschenkten genialen Talente und Schönheiten in den Kindern und Jugendlichen, für die ich zuständig bin (gerade in den schwierigen) – oder bin ich manchmal einfach nur genervt von ihnen?
Kann ich in meiner Jugendarbeit von ganzem Herzen für die Dinge danken, die richtig gut laufen –oder sehe ich vor allem die Schwierigkeiten und Probleme?

Ich will dich und mich herausfordern, inne zu halten. Still zu werden. Gott zu danken für die kleinen Dinge, die er uns schenkt: Das Lachen eines Kindes, den aufbrechenden Zweig am Apfelbaum, die Gruppe, die sich in den letzten Wochen gebildet hat, der Junge, der seit einiger Zeit regelmäßig kommt.

Eine Frage persönlich für dich:
Wie wäre es, jetzt sofort für die kleinen Dinge zu danken? Überleg dir doch mal 10 Dinge, für die du danken willst, schreib sie auf eine Liste und danke Gott dafür – und entdecke die Schönheit und Genialität Gottes in diesen Dingen.

Als kleinen Bonus: Joshua Bell live in der U-Bahn-Station
http://www.youtube.com/watch?v=myq8upzJDJc

3. Umfrage

Mein Name ist Matthias Surovcik, selbst seit fast 10 Jahren Leiter in der Pfadfinderei (DPSG), ehmaliger StaVo vom DPSG-Stamm in Kempten und seit knapp 4 Jahren Vorstand im SJR-Kempten. Ich führe gerade eine Studie durch und bitte hierbei um Eure Hilfe.
Jeder aktive oder ehemalige Jugendgruppenleiter ist eingeladen an dieser teilzunehmen!

Hier zur Umfrage:
http://bildungswissenschaft.eu

Natürlich stelle ich Euch die Ergebnisse sehr gerne zur Verfügung.
Die Umfrage ist auf jeden Fall bis Mitte April online (evtl. länger)

4. Echt witzig

Ein Pastor verabschiedet sich nach dem Gottesdienst an der Kirchentür von den Besuchern. Da sagt ein Mädchen zum ihm: „Herr Pastor, Sie haben eine tolle Predigt gehalten!“ Da beugte sich der Geistliche zu dem Mädchen hinunter und meinte: „Das war der Heilige Geist.“ Daraufhin sagte das Mädchen: „So gut war die Predigt nun auch wieder nicht.“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – sogar mit einer Stichwort-Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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