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[Jugendleitermail 238] Das Privileg

Hey!

Wie läufts bei dir so kurz vor Ostern? Bist du sehr im Stress – oder läufts gerade ganz gut vor sich hin? Ich wünsche dir, dass du dir immer mal wieder bewusst machst, dass deine Wurzeln bei Jesus sind – bei der Quelle des Lebens! Dazu mehr in der heutigen JLM-Andacht von Johannes Rupp. Er ist Jugendleiter in Sonthofen im schönen Allgäu (http://eg-sonthofen.de/ec.html).

Ich wünsch dir eine von Gott gesegnete vorösterliche Zeit.
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Er gleicht einem Baum, der am Wasser steht; Jahr für Jahr trägt er Frucht, sein Laub bleibt grün und frisch. Was immer ein solcher Mensch unternimmt, es gelingt ihm gut.
Psalm 1,3

2. Das Privileg

Ich habe euch heute etwas mitgebracht. Einen Baum. Aber was für einen Baum? Einen alten, vertrockneten, toten Baum. Was fehlt diesem Baum? Ihm fehlt die Grundlage zum Leben. Kein Wasser, keine Mineralstoffe. Warum bringe ich euch einen Baum mit? Jeder Mensch ist wie ein Baum – und gerade, wenn ich mal so in meine Umwelt hineinschaue, sehe ich eine Menge solcher vertrockneter Bäume.

Das Thema was ich mir für heute überlegt habe heißt: „Der privilegierte Baum“. Was ist ein privilegierter Baum? Was ist eigentlich privilegiert? Ich habe mal nachgeschlagen und fand folgendes: „Ein Privileg ist ein Vorrecht, das einer einzelnen Person oder einer Personengruppe zugestanden wird.“ Es geht also darum dass einer oder mehrere was haben oder dürfen was andere nicht haben oder dürfen.

Ich hab mir in den letzten Woche so einige Gedanken über Privilegien und privilegiert sein gemacht. Irgendwann während dem Arbeiten kam mir der Satz: Es liegt in der Natur des Menschen, dass er versucht privilegiert zu sein und er kommt nicht damit zurecht wenn andere es sind und er nicht. So viele Menschen kämpfen täglich um ihre Privilegien und zeigen allen anderen wie privilegiert sie sind. Die einen tun das auf der Arbeit denn sie sind so gut in ihrem Job, dass sie das größte Büro und den tollsten Sessel haben. Die anderen fahren die teuersten Autos und haben dadurch das Vorrecht auf allen Straßen der Welt so schnell und ungestört zu fahren wie sie wollen. Aber ist das wirklich so wichtig …?

In Psalm 1,3 steht: Er gleicht einem Baum, der am Wasser steht; Jahr für Jahr trägt er Frucht, sein Laub bleibt grün und frisch. Was immer ein solcher Mensch unternimmt, es gelingt ihm gut.

Ist das nicht ein Wahsinns-Privileg? In dem Moment in dem wir anfangen Gott zu vertrauen, an ihn zu glauben, werden unsere trockenen Wurzeln aus der Erde gelöst und wir werden in Gottes Garten versetzt an einen Bach und ewig blühen und Früchte tragen. Ist es nicht das was die Menschen suchen? Durch den Glauben an Gott werden wir zu privilegierten Menschen. Wir leben ein Leben an der Quelle. Und damit nicht genug! Es steckt noch viel mehr dahinter. Denn wir tragen Früchte. Und das sind nicht irgendwelche Früchte. Es sind die Früchte des heiligen Geistes. In Galater 5, 22 + 23a sind einige dieser Früchte aufgezählt: Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. Und das sind noch längst nicht alle. Daraus kann so viel neues Gutes wachsen. Das gibt uns ein unheimliches Potenzial. Wir Christen denken manchmal wir wären so arm dran und anderen geht es viel besser, Dinge fallen den anderen einfach leichter weil sie nicht den Glauben haben und sie haben so viel mehr Zeit weil sie sich nicht für die Gemeinde oder andere Menschen einsetzen. Aber bei all dem dürfen wir nicht vergessen dass uns ein Platz am Bach mit dem lebendigen Wasser Gottes reserviert ist und unser Ticket für den Himmel schon abgestempelt ist.

Es ist eine Tatsache, dass wir privilegiert sind! Und wenn das so ist, dann können wir auch weitererzählen, dass JEDER privilegiert sein kann, wenn er sich für ein Leben mit Ihm entscheidet. Privilegiert durch Jesus!

3. Tipp für die Praxis

Ich habe ein geniales Lied gefunden – z. B. für eine Karfreitags-Andacht. Es heißt „watch the lamb“ und beschreibt die Geschichte von Karfreitag aus der Sicht eines Kindes, das mit seinem Vater am Passafest nach Jerusalem kommt.
Geniale Geschichte – aber leider sind die Bilder nicht wirklich jugend-gemäß.

Hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=n5mBRAukAIQ

4. Echt witzig

In der Schule vertraut der Klassenlehrer dem Religionslehrer an, dass die Kinder heute wenig gelernt haben. „Stellen Sie sich vor, ich habe gefragt, wer die vier Evangelisten sind. Und ein Junge hat geantwortet: David und Goliath.“ Darauf erwidert der Religionslehrer: „Seien Sie doch froh, dass er wenigstens zwei gewußt hat.“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails – sogar mit einer Stichwort-Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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