Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 25] Leiten wie Jesus: Er traut dir etwas zu

Hallo,
letzten Sonntag war ich in einer Gemeinde und ich habe einen echt lebendigen und spritzigen Gottesdienst erlebt. Jugendliche waren im Gottesdienst aktiv, haben mit ihrer Band gespielt und es wurden außerdem vier Jugendliche als Gemeindemitglieder aufgenommen.
Ich freu mich riesig, wenn ich sehe, wie Gott seine Gemeinde baut, wie er Menschen beruft, wie er Menschen im Glauben ein Stück weiter führt – in großen und kleinen Gemeinden.

Ich wünsch dir, dass du das auch in deiner Jugendarbeit auch erlebst, wie Gott Menschen erweckt, lebendig macht und mit seinem Geist durchdringt. Und dir persönlich wünsch ich das auch.


Eine gesegnete Woche!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Aus Matthäus 6:
6:37 Aber Jesus forderte sie auf: «Gebt ihr ihnen doch zu essen!» «Was sollen wir ihnen denn geben?» fragten die Jünger verwundert. [….] «Fünf Brote und zwei Fische haben wir!»
6:41 Jetzt nahm Jesus die fünf Brote und die beiden Fische, sah auf zum Himmel und dankte Gott dafür. Er teilte das Brot, und die Jünger gaben jedem davon. Ebenso ließ er auch die Fische verteilen.
6:42 Alle aßen sich satt,
6:44 An der Mahlzeit hatten etwa fünftausend Männer teilgenommen.

2. Leiten wie Jesus: Er traut dir etwas zu

Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Gebt ihr ihnen zu essen“. Und das meint er auch so. Er wollte seine Jünger nicht irgendwie veräppeln oder in die Pfanne hauen. Nein – Jesus wollte sie herausfordern. Er wollte seine Jünger aus der Reserve locken. Er wollte, dass die Jünger sich fragen: „Wie kann es sein, dass Jesus uns diese Sache zutraut? Wie kann es sein, dass Jesus so großes Vertrauen in uns hat, dass er uns bittet, den Leuten was zu essen zu geben!“ Jesus legt großes Vertrauen und große Verantwortung auf die Jünger – und auch auf uns – wenn er uns um etwas bittet.

Vielleicht legt Jesus heute dir die Hand auf die Schulter und sagt zu dir: Hey – ich will dass du etwas Bestimmtes tust. Dass du etwas anfängst, was bisher noch nicht da war. Ich möchte, dass du etwas tust, was unmöglich scheint. Ich gebe dir jetzt diesen Auftrag. Ich möchte dich gebrauchen. Willst du dich darauf einlassen?“

Vor kurzem habe ich mich mit einer jungen Frau unterhalten. Sie ist in einem Jugendkreis – und wurde als Jugendkreisleiterin gewählt. Sie ist verheiratet und hat ein Kind. Sie hätte auch sagen können: „Ich habe jetzt gerade zu viel zu tun. Ich muss mich auch doch um mein Kind kümmern und um den Haushalt und irgendwann will ich auch wieder anfangen zu arbeiten – für Jugendarbeit habe ich keine Zeit!“ Aber sie hat stattdessen gesagt: „Wenn Gott mich in dieser Aufgabe haben will, dann wird er mir auch die Kraft dazu geben – ich muss meine Zeit eben einteilen“.
Und ich bin sicher, dass Gott diese Frau als Jugendkreisleiterin segnen wird. Die Jugendlichen werden an ihr lernen, was es heißt Ehefrau und Mutter zu sein. Sie wird ein Vorbild sein und zum Segen werden für ihren Jugendkreis – weil sie die Verantwortung wahrgenommen hat, die Jesus ihr geben wollte.

Wenn wir die Verantwortung nicht auf uns nehmen – und nicht losgehen, dann werden wir auch keine Wunder erleben. Die Jünger damals hätten vielleicht kein Wunder erlebt, wenn sie nicht losgegangen wären und Brot und Fisch gesammelt hätten. Jesus sagt: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ – und er meint es auch so!

Wunder sind immer damit verknüpft, dass wir die Verantwortung wahrnehmen, die Jesus uns gibt. Nur wenn wir etwas wagen, wenn wir Verantwortung wahrnehmen, wenn wir selbst aktiv werden, dann können wir Wunder erleben. So lange wir zaghaft sind und wir sagen: „Unmöglich, wir vergessen es lieber!“ – so lange wird nichts passieren.

Sondern: Wenn Jesus zu dir sagt: Geh los – dann musst du losgehen.

Eine Frage persönlich an dich
Hat Jesus dir in der letzten Zeit auch die Hand auf die Schulter gelegt und zu dir gesagt: „Geh los?“
Und bist du dann losgegangen? Vielleicht ist es jetzt die Gelegenheit dazu, aufzubrechen!

3. Zum Schmunzeln:

Polizist: „Herzlichen Glückwunsch! Sie sind der hunderttausendste Autofahrer, der diese Brücke überquert hat und Sie bekommen 10.000 Euro! Was möchten Sie mit dem Geld anfangen?“ Darauf der Fahrer: „Dann mach ich zuerst mal den Führerschein.“ Da ruft sein Beifahrer: „Hören Sie nicht auf ihn, er ist total betrunken.“ Von der Rückbank meldet sich der Großvater: „Ich hab euch doch gesagt, dass wir mit diesem gestohlenen Auto nicht weit kommen!“

4. Aus der Praxis für die Praxis

Noch mal zwei gute Tipps von Thomas Heumüller aus Diespeck:
http://www.soulsaver.de/
gute, z.T. auch ziemlich bekannte christliche Bücher zum kostenlosen pdf Download (nach Registrierung)
http://www.nikodemus.net/
Antworten zu Fragen aus allen Bereichen des Glaubens.

Wenn du einen guten Witz weißt oder Ideen für die Rubrik „Aus der Praxis für die Praxis“ hast, schick sie mir. Gute Ideen sind wichtig, so dass auch andere davon profitieren können. Schreib mir Linktipps, schreib von Aktionen, Ideen, Veranstaltungen, missionarischen Einsätze, Materialspools etc. an s.muench@ec-bayern.de.

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