Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 313] Jesus, ich bins, Paul!

Hey!

Ich hab eine Geschichte gehört, die mich wirklich berührt hat. Wie oft sitzen wir in unserem Frommen-Ghetto-Jugendkreisen und sehen gar nicht, mehr, welche Menschen uns Gott vor die Nase setzt. Dazu mehr in der Geschichte von Paul …

Ich wünsch dir, dass Gott dich gebraucht zu seiner Ehre – gerade in dieser Woche.
Du bist sein Kind – sein geliebter Sohn – seine geliebte Tochter.

Machs gut!
Dein
Stephan

P.S. Wenn du dich in diesem Jahr persönlich und geistlich herausfordern und schulen lassen willst … schau mal unten bei „Tipp für die Praxis“ :-)

1. Ein Wort zum Nachdenken

Jesus sagte zu ihnen: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen; ich bin gekommen, um Sünder zur Umkehr zu rufen.“
Lukas 5,31+32

2. Jesus, ich bins, Paul!

Paul sitzt auf den kalten Steinen der Kirchentreppen von St. Jakob. Wie so oft bettelt er um Almosen. Wenn Gottesdienst ist, öffnet er den Besuchern die Tür und lächelt sie mit seinem fast zahnlosen Mund freundlich an.
Der 55jährige gehört zur Schar der Obdachlosen die ums tägliche Überleben kämpfen. Wenn der Abend kommt, dann greift er zur Flasche. Der Alkohol betäubt dann die Leere in seiner Seele, wenn auch nur für kurze Zeit.
Für die Leute des Viertels gehört Paul irgendwie zu der Kirchentreppe, so wie eine Statue. Und so behandeln sie ihn auch. Die meisten beachten ihn kaum.
Der Pfarrer die Gemeindeschwester Petra, kümmern sich um ihn. Vor allem Schwester Petra kommt jeden Tag zu ihm. Er freut sich über ihre Besuche, bei der sie ihm auch immer etwas zu Essen mitbringt.

Und jeden Abend, wenn es dunkel ist, und ihn keiner sieht, schlüpft Paul in die dunkle und leere Kirche. Dort sitzt er schweigend und bewegungslos fast eine Stunde. Dann schlurft er wieder nach draußen. Schwester Petra fragte ihn einmal: „Paul, ich sehe, dass du jeden Abend in die Kirche gehst. Was machst du denn dort in dieser Stunde? Betest du?
Was ich da mache? Das ist ganz einfach: Ich gehe zum Tabernakel, dort wo Jesus ganz allein in seinem Kästchen ist, und sage ihm: Jesus! Ich bin’s Paul. Ich komme dich besuchen. Und dann bleibe ich noch ein bisschen, damit halt jemand da ist.“

An einem Morgen bleibt der Platz, an dem Paul so viele Jahre gesessen hat, leer. Schwester Petra macht sich sofort auf die Suche nach ihm. Nach einiger Zeit findet sie ihn im Krankenhaus, das in der Nähe der Kirche ist. Am Morgen fanden ihn Passanten bewusstlos unter einer Brücke und holten den Notarzt. Jetzt liegt Paul im Krankenbett. „Sind Sie eine Angehörige?” Die Stimme des Arztes schreckt Petra aus ihren Gedanken. „Nein, aber ich werde mich um ihn kümmern, antwortet sie spontan. „Da gibt es nicht mehr viel zu tun. Er liegt im Sterben.

Am nächsten Tag kommt Schwester Petra wieder und ist schon darauf gefasst, die traurige Nachricht von seinem Tod zu bekommen… Aber nein, was ist das? Sie traut ihren Augen nicht. Paul sitzt aufrecht und frisch rasiert in seinem Bett. Mit wachen Augen und lebendigem Blick schaut er die hereinkommende Schwester freudig an. „Paul, das ist ja unglaublich. Du bist wirklich auferstanden. Du bist gar nicht mehr wieder zu erkennen: Was ist nur mit dir passiert?“ „Na ja, es war gestern Abend, kurz nachdem du gegangen bist. Da ging es mir gar nicht gut. Da habe ich plötzlich jemand hier am Fußende meines Bettes stehen sehen. Er war schön, unbeschreiblich schön … Das kannst du dir gar nicht vorstellen! Er lächelte mich an und sagte: Paul! Ich bin s, Jesus. Ich komme dich besuchen.“

Paul hat seit diesem Tag keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt. Schwester Petra hat ihm im Pfarrhaus ein kleines Zimmer gegeben und ihm eine Stelle als Gärtner besorgt. Sein Leben hat sich seit jenem Tag komplett geändert. Aber eines ist geblieben: Wenn es dunkel wird, dann schlüpft er in die Kirche, setzt sich vor den Tabernakel und sagt: „Jesus, ich bin’s, Paul. Ich komme dich besuchen.
(Von Jürgen Wetzel - leicht gekürzt - nach einer wahren Begebenheit)

Einige Fragen persönlich für dich:
Welcher „Paul“ sitzt vor deiner Gemeinde? Welchen Paul gibt es in deiner Nachbarschaft, in deiner Schule oder an der Arbeitsstelle?
Vielleicht hat Gott schon lange angefangen an dieser Person zu wirken – und wo ist deine Aufgabe in dem Ganzen (so wie Schwester Petra)?

3. Tipp für die Praxis

Jugendleitertraining 2013 – die Intensivausbildung für junge Leiter (ab 17)

Wenn du dich oder deine Mitarbeiter mal so richtig fit machen willst für die Kinder- und Jugendarbeit, dann ist das Jugendleitertraining das Richtige!

Die Themen:
- Konflikte angehen und lösen
- Andachten halten und reflektieren
- Eine Vision entwickeln
- Besuch im Hochseilgarten
- Einzel-Coaching
- U.v.m.

NEU: Jetzt auf vier Wochenenden (März bis November) komprimiert – damit auch Teilnehmer mit weiterer Anreise dabei sein können

Weitere Infos findest du hier: http://www.jugendleiternetz.de/?i=jugendleitertraining

4. Echt witzig

Eine große Schale mit Äpfeln stand auf der Theke in der Cafeteria einer katholischen Schule. Eine Nonne hatte ein Schild angebracht: „Bitte nimm nur einen Apfel und denk daran: Gott schaut zu.“ Auf der anderen Seite der Theke stand ein Teller mit frisch gebackenen Muffins. Auch hier fand sich bald ein Schild. Allerdings nicht von der Nonne geschrieben, sondern eindeutig von einem Kind. „Nimm so viele, wie du willst, Gott passt gerade auf die Äpfel auf.“
(von JLM-Leser David aus Erlangen)


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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