Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 314] Kinder – unser Vorbild?

Hey!

Von Kindern können wir echt viel lernen – vor allem wenn es ums Vertrauen geht. Die ehrliche Andacht von Johannes heute ermutigt mich, auch in schwierigen und herausfordernden Situationen Gott zu vertrauen. Gott hat die Dinge im Griff, auch wenn es manchmal nicht so aussieht.

Dieser allmächtige Gott segne, behüte und bewahre dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Ich versichere euch: Wenn ihr euch nicht ändert und den Kindern gleich werdet, dann könnt ihr in Got-tes neue Welt überhaupt nicht hineinkommen.
Matthäus 18,3

2. Kinder – unser Vorbild?

Ich habe eine Tochter, die mittlerweile eineinhalb Jahre alt ist, und wie ihre Eltern sehr auf Musik steht. Natürlich gefallen ihr momentan eher die Kinderlieder von der CD „Alles jubelt alles singt“ aber das wird sich ja noch ändern ;-). Jedenfalls komme ich nicht drum herum, mir des öfteren auch diese CDs anzuhören und vor kurzem ist mir dabei was aufgefallen.

Ich weiß nicht ob ihr das Lied „Freude steckt an“ kennt. Dort heißt es:

Freude steckt an Freude tut gut, Freude an Gott gibt jeden Tag neuen Mut.
Freude bekommt, wer Gottes Willen tut.
Freude lenkt den Blick weg von Sorgen, Angst und Not. Bete!
Gott teilt die Freude gern aus. Freude kommt von Gott.
Gott zeigt in der Bibel, wie unser Leben gelingt.
Glaube! Gott führt dich sicher ans Ziel, wo man fröhlich singt.
Gott ist Grund zur Freude, weil er uns trägt und erhält.
Lobe! Und sieh, was Gott heute tut. Gott regiert die Welt.
Auch wenn dir dein Alltag, oft fad und freudlos erscheint.
Gehe! Nimm Gottes Angebot an. Freude liegt bereit.

Als ich das gehört habe viel mir mal wieder auf wie einfach alles doch sein kann. Und andererseits habe ich mich gefragt, warum wir das so oft nicht hinbekommen? Mir kam dann der Vers den ich euch oben geschrieben habe und mir wurde wieder mal klar warum Jesus uns sagt, wir sollen sein wie die Kinder.
Mit einer fröhlichen Einstellung und wenn ich Freude hab an allem und jedem – dann kann ich einfach ein angenehmeres und einfacheres Leben führen, als wenn ich den ganzen Tag nur was mache, weil ich es muss. Klar ist es nicht immer einfach fröhlich zu sein. Aber wie es in dem Lied steht: Freude kommt von Gott – dann sollten wir uns doch auch freuen können. Gott ist doch immer da.

Die Frage ist nur warum haben Kinder es einfacher, sich zu freuen als wir Erwachsenen? Kinder sind von anderen abhängig. Sie können einfach jemandem ihr Vertrauen schenken. Da sie ihr ganzes Le-ben in die Hände von ihren Eltern legen und ihnen wirklich vertrauen, dass diese das Richtige tun, können sie dasselbe auch mit Gott machen. Sie können voll Freude leben, weil sie wissen, dass je-mand für sie sorgt und immer für sie da ist. Aber: Ist das nicht genau dasselbe was Gott uns versprochen hat?

Ich selber werde jeden Tag aufs Neue auf die Vertrauensprobe gestellt, da es bei uns finanziell manchmal ganz schön fatal aussieht. Ich gehe momentan arbeiten um das Minus auszugleichen und gerade am Anfang des Jahres ist es ja besonders schlimm mit dem Geld. In dieser Situation sehe ich dann meine Tochter wie sie sich stundenlang mit einem Stein oder ihren Socken beschäftigt und frage mich: Wie kann sie das in meiner finanziellen Situation? Aber eigentlich ist das völlig klar. Sie vertraut mir vollkommen und weiß, dass ich sie liebe. Warum sollte ich mir Sorgen machen? Und wenn es halt kein neues Spielzeug gibt dann wird halt mit den Socken gespielt. Freude an dem was man hat und Freude an Gott - was braucht man mehr?

Es gibt natürlich noch viele andere Aspekte zum Thema Kind-Sein. Das hier sollte ein kleiner Denkan-stoß sein. Viel Spaß beim Weiterdenken und eine gesegnete Woche!

(Johannes Rupp)

3. Tipp für die Praxis

Falls ihr mal jemandem eine wirklich gute Kinder-Hilfs-Organisation empfehlen müsst, selber jemanden unterstützen wollt, oder eure Gemeinde oder Jugendkreis etwas sucht, dann nehmt doch diese hier, www.thechildrensharvest.org - denn die Leute kenne ich (Johannes) persönlich aus unserer Gemeinde und hier wird wirklich geholfen, wo Hilfe nötig ist.

4. Echt witzig

Luise Braun ist schon über 80 und Zeit ihres Lebens evangelisch. Eines Tages erscheint sie bei ihrem Pfarrer und sagt: „Ich möchte gern konvertieren und katholisch werden!“ Der Pfarrer ist verwirrt: „Aber liebe Frau Braun, warum denn das?“ „Nun“, sagt Frau Braun, „ich bin schon alt, mein Leben geht zu Ende, und da hab‘ ich mir gedacht: Besser einer von denen stirbt, als einer von uns!“


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Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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