Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 338] Gott redet anders

Hey!

ich hab schon öfters erlebt, dass Gott aus meinen kleinen Versuchen, sein Wort weiterzugeben, was Unglaubliches gemacht hat. Vielleicht kann man auch sagen: Wenn wir uns besonders hilflos fühlen, dann kann Gott besonders viel tun?
So erlebte es auf jeden Fall Johannes aus dem Allgäu - er erzählt davon in der Andacht.

Ich wünsch dir, dass Gott auch deine Worte gebraucht, um Herzen zu verändern.
Gott segne dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

So wurden sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten in fremden Sprachen, jeder so, wie der Geist es ihm eingab. Zum Fest waren viele fromme Juden aus aller Welt nach Jerusalem gekommen. Als sie das Brausen hörten, liefen sie von allen Seiten herbei. Fassungslos hörte jeder die Jünger in seiner eigenen Sprache reden.
Apostelgeschichte 2,4-6

2. Gott redet anders

Anfang August 2013 hatten wir wieder unser alljährliches Sommerlager hier im Allgäu, zu dem sich auch immer einige Heimkinder anmelden. Gott, der immer bei uns ist, hat uns wiedermal hindurchgetragen und uns und die Teilnehmer (eine Woche 9-12 und dann 13-17) so unendlich beschenkt, dass mir heute noch die Tränen kommen.

Eine Sache möchte ich euch heute weitergeben, die mir dieses Jahr als Hauptverantwortlicher ganz bewusst geworden ist.

Wir hatten dieses Jahr wieder einen Praktikanten von Tabor in Marburg, der uns auf dem SoLa bei der Verkündigung unterstützen sollte. In der ersten Woche mit den älteren Teilnehmern ist nicht so schwierig, jemand für die Predigten zu finden. Aber in der zweiten Woche mit den Kids – da ist es schwieriger, man hat den Eindruck, sie hören eh nicht zu. Aber unser Praktikant hat gesagt er macht das schon in der zweten Woche. Interessant wurde es dann, als er sich am vorletzten Tag der ersten Woche beim „American Eagle - British Bulldog“ spielen den Fuß einmal herumgedreht hat und mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde. Ich stand nun da und fragte mich: Ok Gott - was hast du vor? Gerade fliegt unser Prediger für die Kids davon.

Am nächsten Tag hatte ich die Abschlusspredigt bei den Teens zu halten. Ich stellte mich also nun an diesem Abend hin und predigte über den Heiligen Geist. Ich erklärte den Teens, dass egal wie Scheiße ihr Leben ist, und wie viel Scheiß sie angestellt haben, Gott immer offen für sie ist und sie mit dem heiligen Geist beschenkt werden. Ich merkte, dass ich trotz meiner 10 Jahre Unterschied und meiner christlichen Erziehung in einer „Sprache“ sprach, die die Teens fesselte. Denn ich sagte Scheiße und sprach von dem Arsch, der uns unser Leben vermiesen will (der Teufel :-)

Für den Bibeltext hatte ich eine Volxbibel mit nach vorne genommen. In den Versen in der Apostelgeschichte (siehe oben) wird uns gesagt: Sprich zu den Menschen in ihrer Sprache und sie werden dich verstehen! Und das tat ich. Und danach sagten die Teilnehmer mir, dass sie alles verstanden haben und selbst die, die schon öfter mal etwas vom Heiligen Geist gehört haben, sagten sie haben es endlich verstanden was dieser komische Geist bewirkt.
Nun ist es bei uns auf dem Lager Brauch, für Schimpfwörter (auch solche wie Scheiße usw.) Liegestützen zu machen. Also musste ich nach der Predigt ca. 70 oder mehr Liegestützen machen. Aber das war es mir wert!

Und in der 2ten Woche habe ich den Kindern Geschichten erzählt und Gott hat es möglich gemacht dass ich in der „Kindersprache“ sprach.
Gott hat er es am letzten Abend dieser Woche aber noch einmal getoppt
Wir laden immer die Eltern und Heimerzieher zu einem bunten Abschlussabend ein und so predigte ich zu den Kindern, ihren Geschwistern, den Kids aus den Heimen, den Erziehern, zu christlichen und nicht-christlichen Eltern. Auch an diesem Abend hat Gott es möglich gemacht, dass jeder das von mir gehört hat was er hören sollte und das genau auf seiner Wellenlänge.

Klar gibt es manche, die die Volxbibel ablehnen, oder andere Übersetzungen der Bibel als nicht lesbar empfinden, aber ich weiß dass es irgendjemanden gibt, der genau diese Bibel braucht! Genau mit diesen Worten.
Darum möchte ich euch heute erstens Mut machen, einfach zu den Menschen zu reden egal wer und wo, denn Gott wird euch die richtigen Worte schenken. Zweitens möchte ich euch ans Herz legen die verschiedenen Bibelübertragungen/Übersetzungen wie auch immer zu akzeptieren und sie nicht zu verteufeln, denn Gottes Wort klingt für jeden anders, obwohl der Kern derselbe ist. Und drittens lasst euch in Gottes Arme fallen und vertraut euch ihm an, er wird alles zum Besten wenden, so wie ich es auf unserem Zeltlager Jahr für Jahr erleben darf!

Schönen Gruß aus dem Allgäu
Johannes Rupp

3. Tipp für die Praxis

Das Sommerlager SOLA gibt es inzwischen über 30x in Deutschland.
Erlebnispädagogik, klare Verkündigung und ne Menge Spaß ist fester Bestandteil von SOLA
Und jedes Jahr gibts ein neues Thema.

Mehr Infos: http://www.sola-deutschland.de/
Oder bei Johannes Rupp (einfach auf die JLM antworten - sie wird dann weitergeleitet)

4. Echt witzig

Ein Schäfer sitzt mit seinem Hund in der Kirche und hört die Predigt. Da tönt der Pfarrer von der Kanzel: „Ein guter Hirte bleibt immer bei seinen Schafen!“ Sagt der Schäfer zum Hund: „Komm, Hasso, der stänkert schon wieder.“


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Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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