Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 34] Bruder Benedikt

Hallo,
da sitze ich nun hier mit einer Halskrause und schreibe die Jugendleitermail. Irgendwie hab ich gestern meinen Hals ausgerenkt. Plötzlich „zack“ hatte ich einen stechenden Schmerz in den Halswirbeln. Ich hoffe, dass das bald wieder vorbei ist. Da kann man ja gar nicht anständig arbeiten. Und heute gehe ich den Tag auch ein bisschen ruhiger an.

Ich weiß nicht, wie es dir gerade geht – vielleicht bist du auch gerade etwas eingeschränkt wie ich oder frustriert über eine Situation. Ich wünsche dir (und mir), dass wir trotzdem entspannt durch diesen Tag gehen können, weil wir wissen, dass Gott trotz allem die Dinge in der Hand hält

Gott segnet dich!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Allen Männern und Frauen, die mir dienen, will ich meinen Geist geben, und sie werden in meinem Auftrag reden. […] Wer dann den Namen des Herrn anruft, soll gerettet werden.
Apg. 2,18+21

2. Bruder Benedikt

Die Reise des Papstes durch Bayern geht zu Ende. Zu den verschiedenen Gottesdiensten strömten hunderttausende von Menschen – nicht zuletzt gestern auf das Islinger Feld bei Regensburg. 260.000 lauschten allein bei dieser Veranstaltung der Predigt Benedikt des XVI. Man kann ja wirklich unterschiedlicher Meinung sein über den Medienrummel. Auch über die eine oder andere theologische Meinung des Papstes gibt es sicherlich verschiedene Ansichten.

Aber eins muss ich unserem „Bruder Benedikt“ lassen: Er hat eine klare, biblische Botschaft, die deutlich und direkt die Menschen anspricht. Es strömen hunderttausende zu seinen Ansprachen – und Millionen verfolgen es in den Nachrichten und Reportagen, wenn der Papst betont: „Ich glaube an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde […] Mit diesem Glauben brauchen wir uns nicht zu verstecken, mit ihm brauchen wir nicht zu fürchten, uns auf einem Holzweg zu bewegen.“ Und später spricht er von Jesus: „Er hat sich gezeigt als Mensch. Er liebt uns bis dahin, dass er sich für uns ans Kreuz nageln lässt, […] erst dieser Gott erlöst uns von der Weltangst und von der Furcht vor der Leere des eigenen Daseins.“ Und diese Botschaft hören Menschen in ganz Deutschland – einem Land, in dem in der Vergangenheit die Kirchen immer leerer wurden, immer mehr Menschen sich vom Glauben abgewendet haben.

Ich habe den Eindruck, dass die Zeit, in der Deutschland sich von Gott abgewandt hat, dem Ende zugeht. Das riesige Interesse an der Botschaft des Papstes – auch beim Weltjugendtag in Köln letztes Jahr – lässt neue Hoffnung schöpfen. Viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene wollen keine Welt ohne Gott mehr. Sie wollen sich nicht damit abfinden, dass es keinen Gott geben soll, wie es in vielen Universitäten und Schulen gelehrt wurde. Und so begeben sie sich auf die Suche nach ihm.

Und wir – du und ich – wir haben klare Antworten. Wir haben deutliche Antworten auf die Frage nach Gott. Geben wir eine Antwort da, wo Teenager und Jugendliche uns zuhören. In unserem Teenkreis, in unserem Jugendkreis. Und ich bin sicher: wenn diese Wende sich bewahrheitet und Gott uns Gnade schenkt, dann werden unsere Jugend- und Teenkreise weiter wachsen. Dann werden neue Teen- und Jugendkreise entstehen – so wie es an vielen Orten schon geschieht.
Dann werden immer mehr Teenager und Jugendliche das Leben finden.
Auch in deiner Jugendarbeit.

Eine Frage persönlich an dich:
Wo siehst du in deinem Umfeld, dass Menschen (Teens, Jugendliche, Freunde) offen werden für Gottes Reden? Danke Gott mal dafür! Wenn du nichts davon sehen kannst – bitte Gott für einen oder zwei namentlich, dass sie offen werden für das was Gott ihnen sagen will. Vielleicht kannst du mit ihnen mal über den Papstbesuch oder die neue Suche nach Gott in unserem Land reden?!?

3. Echt witzig

Hier ein ziemlich langer (etwas bissiger – aber guter) Witz, den mir Tobias Schneider aus Hof zugemailt hat:Letztens ging ich an einem Buchladen mit religiösen Büchern vorbei, als ich einen „Hupe, wenn Du Jesus liebst“ Stoßstangenaufkleber sah. Ich war gut aufgelegt, und weil ich gerade von einer gelungenen Kirchenchoraufführung kam, kaufte ich mir den Sticker und klebte ihn auf meinen Wagen. Mann, bin ich froh, dass ich das gemacht habe! Die nachfolgende Begebenheit gehört zum erhebensten, was mir je widerfahren ist. Ich musste an einer roten Ampel stehenbleiben, und während ich gerade über den Herrn und seine Güte sinnierte wurde die Ampel grün, ohne dass ich es bemerkte. Da war es gut, dass auch jemand anderes Jesus liebte, denn hätte der nicht gehupt, wäre mir das wohl nie aufgefallen. Mir fiel auf, dass VIELE Menschen Jesus lieben! Während ich da so stand, fing der Typ hinter mir wie wild zu hupen an, und er lehnte sich aus dem Fenster seines Wagens und schrie „Bei Gott, vorwärts! Vorwärts!“ Wie überschwenglich dieser Mann Jesus doch liebte! Alle fingen zu hupen an, und ich lehnte mich ebenso aus dem Fenster und winkte und lächelte diesen vielen Gläubigen zu. Ich hupte sogar mehrmals, um an Ihrer Liebe teilzuhaben. Ich sah einen anderen Mann, der mir mit dem ausgestreckten Mittelfinger zuwinkte. Ich fragte meinen Enkel auf dem Rücksitz, was denn das zu bedeuten habe, und er meinte es wäre wahrscheinlich ein hawaiianischer Glücksgruß oder so. Nun, ich habe noch nie jemanden aus Hawaii getroffen, also gab ich ihm den Gruß zurück. Mein Enkel brach in Gelächter aus, offensichtlich genoss auch er diese religiöse Erfahrung. Einige Leute waren so gefangen in der Freude des Augenblicks, dass sie aus ihren Wagen stiegen und zu mir kamen. Ich wette, sie wollten wissen, welche Kirche ich besuche, oder sie wollten einfach nur mit mir beten, aber da bemerkte ich die grüne Ampel. Ich winkte also noch einmal lächelnd meinen Brüdern und Schwestern zu und fuhr weiter. Mir fiel noch auf, dass ich der einzige Wagen war, der es über die Kreuzung schaffte, bevor es wieder rot wurde. Ich war ein wenig traurig, daß ich diese Leute nach all der Gottesliebe, die wir miteinander genossen hatte verlassen musste, also wurde ich langsamer, lehnte mich noch einmal aus dem Wagen und winkte ihnen ein letztes mal den hawaiianischen Glücksgruß zu, während ich davonfuhr. Lobe den Herren für solch wunderbare Menschen!

4. Aus der Praxis für die Praxis

Seit einigen Wochen bekomme ich einen hervorragenden kostenlosen Newsletter von Jesus.de. Dieser enthält Nachrichten aus der christlichen Welt und auch allgemeine Nachrichten. Die Artikel sind kurz angerissen – und bei Interesse kann man per Link mehr erfahren. Das Abonnemont ist täglich oder wöchentlich möglich.
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