Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 340] Von Äpfeln und anderen Früchten

Hallo!

wenn ich in dieser Zeit mit dem Auto über die Landstraße fahre, sehe manchmal Apfelbäume - über und über mit Äpfeln bestückt. Manche sind noch grün - andere sind schon rot und sehen richtig lecker aus.
Miriam - Jugendleiterin aus Erlangen - hat sich ein paar Gedanken gemacht über Äpfel und Früchte aus unserer Jugendarbeit. Ein spannender Vergleich!

Ich wünsch dir, dass Gott dich segnet und seine Hand über dich hält. Er ist der Herr über dein Leben - und über deine Gruppe!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
Johannes 15,5

2. Von Äpfeln und anderen Früchten

Es ist so weit. Stolz präsentiert der Apfelbaum seine Früchte. Ja, das ganze Jahr hat er darauf hingearbeitet und hat viel Energie in die Bildung von Knospen, Blüten und schließlich den kleinen Äpfelchen gesteckt. Mit seinen Blättern hat er sie vor Regen und Wind geschützt. Und nun hat er sein Ziel erreicht. Er ist sich sicher: Ich wurde geschaffen um rotbackige, in der Sonne glänzende Äpfel zu tragen.

An manchen Tagen weiß ich als Mitarbeiterin ganz genau, wofür ich geschaffen bin. Ich kenne meine Ziele mit der Jugendgruppe und arbeite mit allem Engagement darauf hin. Auf dem Weg begleiten mich verschiedene Gefühle. Es gibt kleine Erfolge, kleine Früchte, und neue Herausforderungen. Manchmal zweifle ich -ehrlich gesagt- auch an meinem Vorhaben, weil ich keine Entwicklung sehen kann – das sind Zeiten in denen keine Sonne scheint, in denen uns vielleicht sogar ein großer Sturm schüttelt.

Für den Apfelbaum beginnt die Herausforderung direkt im Anschluss an die wunderbare Ernte. Alle freuen sich über die leckeren Äpfel – der Apfelbaum dagegen muss von Vorne beginnen. Er hält sich sein neues Ziel vor Augen und bleibt dran. Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage, denn er weiß: „Gott schenkt das Wollen und das Vollbringen – ihm zur Ehre.“ (nach Philipper 2,13)

Es ist ein gutes Gefühl, wenn wir Erfolge feiern können. In Momenten, wo sich Zweifel breit machen, können sie uns ermutigen. Können wir aber immer alle Früchte unserer Jugendarbeit sehen? Es kann sein, dass sie ganz unscheinbar sind und nur im Verborgenen etwas bewirken, dennoch sind sie da!

Ich glaube, Gott will gar nicht in erster Linie, dass wir die Früchte erkennen können. Ihm ist wichtiger, dass wir auf ihn, die Quelle des Lebens, schauen. Er sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5
Während wir uns in der Verbindung zu Gott entspannen, kümmert er sich um das Wachstum.

Eine Frage persönlich an dich:
In welchem Bereich meines Lebens sehe ich Wachstum – wo wünsche ich mir das Wollen und Vollbringen als Geschenk von Gott?

Gott will dich heute ermutigen dranzubleiben. Ich bete dafür, dass du mutig Schritte mit Gott gehen kannst und er dir genau das schenkt, was du auf deinem Weg brauchst.
Welchen Jugendlichen du auch in deiner Gemeinde begegnest, du kannst ihnen ein Glaubensvorbild sein und ihr Leben bereichern – mit Gottes Hilfe.

(Miriam Freigang)

3. Tipp für die Praxis

Katie Davis ist eine junge Frau mit einem starken Glauben und viel Liebe für die Menschen in Uganda. Auf ihrem Blog könnt ihr lesen, wie sie durch Stürme und im Sonnenschein an Gottes Gnade festhält.
Echt ermutigend!

http://kissesfromkatie.blogspot.de/

4. Echt witzig

Solange Kakaobohnen an Bäumen wachsen ist Schokolade auch Obst!


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst auch nach Stichworten suchen mit der Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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