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[Jugendleitermail 342] … also bin ich

Hallo!

ich schlender ja gerne durch diverse Elektronikläden. Ein neues Smartphone, ein Tablet oder vielleicht nen richtig guten Kopfhörer. Frauen gehen gerne zu den diversen Schuh- oder Modegeschäften oder bestellen bei Online-Stores. Diese Konsum-Mentalität sitzt ganz schön tief drin in uns.

Meine Kollegin Kathinka hat sich ein paar Gedanken zu diesem Thema gemacht. Mehr dazu unten.

Ich wünsch dir eine gesegnete Woche, dass Gott dich bewahrt, behütet und auf seinem Weg führt (alles Dinge, die man sich nicht kaufen kann :-)
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
1.Mose 1,27

2. … also bin ich

Gestern Abend habe ich einen Vortrag von Margot Käßmann, Theologin, Pfarrerin und ziemlich wichtige Frau in der Evangelischen Kirche in Deutschland, besucht. Meine Heimatbank hat den Abend veranstaltet, es gab Schnittchen und eben einen Vortrag zum Thema „Was wirklich zählt. Christliche Werte in unserer Gesellschaft“. War richtig lustig und interessant. Da den Abend ja eine Bank veranstaltet hat, ging es logischerweise auch darum, wie wir mit unserem Geld umgehen, um die Finanzkrise und um Konsum.

Margot Käßmann meinte, dass Decartes die Aufklärung mit dem Satz „Ich denke, also bin ich!“ eingeläutet hat. Heute allerdings würden wir den Satz anders zu Ende führen. „Ich konsumiere, also bin ich!“ Hmmm, guter Punkt. Stimmt irgendwie. Wir definieren uns über Shoppen, über online-Bestellungen, über die neuen Nike Airs. Unsere gesamte Wirtschaft ist auf schnelle Produktion aufgebaut. Während Gier in der Bibel kritisiert wird, ist das für viele Finanzmarkttransaktionen total wichtig, dass die Zinsen nur so steigen. Trotzdem macht Konsum und Besitz letztendlich nicht unbedingt glücklich(er). Über die neue Jeans freut man sich zwei Wochen und dann ist wieder gut.

Wahre Worte, denke ich mir. Mein Wert und mein Selbstbild hängen nicht mit den Sachen zusammen, die ich besitze und konsumiere. Ich bin Gottes Geschöpf. Als sein Ebenbild geschaffen. Als Mensch spiegele ich ihn wider und das genügt. Style und Güter beeinflussen das in keinster Weise. Und dennoch ist Konsum wichtig für mich. Das habe ich gemerkt, als ich mich mit meiner Mitbewohnerin darüber unterhalten habe. Wir waren uns einig darüber, dass wir uns von der Gesellschaft beeinflussen lassen und bei dem Konsumdings voll mitmachen: „Hast Du Dir nicht gestern Klamotten schicken lassen?“ Ich: „Äh… ja…“ Konsum ist was Schönes, aber ich muss mich nicht davon abhängig machen. Nicht das, was ich konsumiere, macht mich aus, sondern, dass ich ein Geschöpf Gottes bin!

Kathinka Hertlein

3. Zwei Tipps für die Praxis

Mal überlegen: Was motiviert mich eigentlich dazu, dieses oder jenes zu kaufen? Warum möchte ich das unbedingt besitzen und wofür gebe ich eigentlich Geld aus?

Am 31.10.2013 (in 2 Wochen) gibts eine sehr coole Faithbook-Kampagne:
My faith on facebook - da kann man sich ganz im Sinne des Reformationstages zu seinem Glauben stellen.
Mehr Infos: http://www.myfaithonfacebook.de/

4. Echt witzig

Welche sind die teuersten Tomaten?

Geldautomaten.

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