Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 360] Weniger ist mehr

Hey!

Ich weiß nicht, was in deiner Jugendgruppe oder in deinem eigenen Leben gerade für Herausforderungen anstehen. Vielleicht stehst du gerade vor einer großen Hürde, die für dich unüberwindbar erscheint.
Menschen in der Bibel haben in solchen Situationen gefastet und gebetet, um Gott zu bestürmen, dass er ihnen seinen Weg zeigt. Vielleicht willst du die nächsten Wochen bis Ostern für diesen Zweck verwenden. Ich persönlich will in dieser Zeit auf Alkohol verzichten und meine Autofahrten mal ganz bewusst fürs Beten nutzen.
Mal schauen, was passiert …

Ich wünsch dir eine gesegnete Rest-Woche – der allmächtige Gott behüte, bewahre und begleite dich!

Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Während die Gemeinde dem Herrn mit Gebet und Fasten diente, sagte der Heilige Geist: »Stellt mir Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe!«
Da legte man den beiden nach weiterem Fasten und Beten die Hände auf und ließ sie ziehen.
Apg. 13,2+3

2. Weniger ist mehr

In diesen Tagen beginnt die Fastenzeit. Manche verzichten von Aschermittwoch bis Ostern auf Süßigkeiten, andere auf Facebook oder irgendwas anderes.
In der Bibel hat Fasten und Beten eine lange Tradition. Auf etwas zu verzichten hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Durch das Fasten bekommt die Verbindung zu Gott eine neue Ernsthaftigkeit.
So fastete und betete Nehemia, als er von der zerstörten Stadt Jerusalem erfuhr. Und Gott leitete ihn durch das Gebet, die Mauer wieder aufzubauen.
Die Gemeinde in Antiochia sandte nach Fasten- und Gebetszeit Barnabas und Paulus als Missionar aus (Apg. 13,2+3). Und Paulus war einer der wirkungsvollsten Missionare aller Zeiten.
Viele Mönche, Älteste, Priester oder Propheten haben in der Kirchengeschichte gefastet, um deutlich zu machen, dass sie es wirklich ernst meinen mit ihrem Gebet.
Wäre das nicht mal ne Idee: Eine Woche – oder sogar alle sieben Wochen bis Ostern – auf etwas zu verzichten, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren?
Wie wäre es: Ihr verzichtet z. B. darauf, nach dem Jugendkreis zu Mc Donalds oder BK zu gehen – und spendet das Geld, das ihr dort gelassen hättet für eine gute Sache? Oder ihr verzichtet auf Süßigkeiten und sammelt das gesparte Geld in einer Kasse im Jugendraum. Und dieses Geld verwendet ihr dann, um hilfsbedürftigen Menschen in eurer Stadt Gutes zu tun oder den Jugendlichen in eurer Schule was zu verschenken? (praktische Idee: In Nürnberg und Umgebung verteilen verschiedene christliche Jugendgruppen über 30.000 Glückskekse mit einer Osterbotschaft an alle Schüler ihrer Schulen (www.neuegeneration.de).
Wie wäre es, wenn ihr als Jugendgruppe in einer bestimmten Woche auf PC-Spiele, Facebook, Handy-Games usw. verzichtet und stattdessen in dieser Zeit jeder für einen anderen im Jugendkreis betet?

Eine Frage persönlich für dich:
Auf was willst du verzichten – eine Zeitlang oder für die ganzen sieben Wochen bis Ostern?
Und wem soll dieser Verzicht zugute kommen? Wie willst du mit deinem übrigen Geld / deiner übrigen Zeit anderen etwas Gutes tun?

3. Tipp für die Praxis

Glückskekse
Vielleicht ist so eine Glückkeksaktion auch was für die Schulen an deinem Ort
Mehr zur Aktion auf http://www.hyperaktion.de/
Oder unter www.facebook.com/NeueGeneration
Auch wenn der Anmeldeschluss schon vorbei ist – man kann etwas ähnliches ja auch selbst und in kleinerem Stil organisieren.

4. Echt witzig

Fragt Klein Fritzchen seinen Vater: „Du, Papi, wie kommt es eigentlich, dass der liebe Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat?“

„Tja, mein Sohn, er war eben nicht auf Beamte und Handwerker angewiesen!“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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