Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 365] Beten und Hören

Hallo!

Ich freue mich, dass heute Rudolf Westerheide – der Bundespfarrer des Deutschen EC-Verbandes - die Andacht schreibt. Im Rahmen unserer deutschlandweiten Gebetsaktion ist dieser Impuls entstanden. Vielleicht ist es für dich eine Anregung, im Jugend- oder Hauskreis mal neu und anders zu beten …
Ich wünsche dir, dass der Allmächtige dich segnet und bewahrt – gerade in dieser Woche. Er schenke dir ein offenes Herz für Sein Reden!
Dein
Stephan

1. Spruch zur Ermutigung

„Wenn ihr als meine Jünger um etwas bittet, werde ich eure Bitte erfüllen. So wird die Herrlichkeit des Vaters durch den Sohn sichtbar gemacht. Wenn ihr mich also dann als meine Jünger um etwas bittet, werde ich eure Bitte erfüllen.“
Johannes 14,13-14

2. Beten und hören

„Ich werde eure Bitten erfüllen“ sagt Jesus. Und zur Bekräftigung wiederholt er es gleich noch mal. Natürlich wirft diese Zusage Fragen auf, denn immer wieder erleben wir es anders. Wir beten und beten, aber nichts passiert. Jedenfalls sehen wir nicht, dass etwas passiert. Oder es passiert etwas, das wir nicht erwartet haben.

Diesen Zwiespalt kann man nicht vollständig auflösen. Aber dass wir Gott manchmal nicht verstehen, soll uns nicht davon abhalten, seinen Zusagen immer wieder Glauben zu schenken. Und das sage ich aus eigener Erfahrung: Die Gebetserhörungen sind zahlreicher und prägender als die der scheinbar unbeantwortet gebliebenen Gebete.

Vor allem aber ist dieses wichtig: Jesus bindet seine Zusage daran, dass wir ‚‘in seinem Namen‘ bitten, wie es wörtlich heißt. Was damit gemeint ist, wird sehr schön in der Übersetzung der Basis Bibel deutlich: “Wenn ihr als meine Jünger um etwas bittet …“ Bitten, wie Jünger bitten – jedenfalls wenn sie sich so benehmen, wie Jünger sich benehmen sollen. Dann beten sie nämlich nicht einfach drauf los, sondern sie gehen zu Jesus und fragen ihn, was sie beten sollen. Dann gibt ihnen Jesus eine Antwort – und auf diese Weise sind wir an das Vaterunser gekommen (Lukas 11,1-4).

Das erinnert uns daran: Beten ist zuerst und als wichtigstes nicht reden, sondern hören. Wir sind es gewohnt, Gebetsanliegen zusammenzutragen und dann still zu werden zum Gebet. Richtig ist es andersrum: Wir werden still und hören, was wir beten sollen. Nach dieser ausgiebigen Phase der Stille tragen wir zusammen, was wir gehört haben oder meinen gehört zu haben. Wir tauschen uns darüber aus, prüfen und bestätigen oder verwerfen auch mal einen Eindruck. Und dann geht es los – und seid gewiss: Was ihr dann betet, wird geschehen, und zwar so, wie ihr es gebetet habt oder besser.

Also: Tretet als Jünger vor den Thron Gottes, fragt, was ihr beten sollt, hört, betet – und ihr dürft wissen, dass es geschehen wird.

(Rudolf Westerheide)

3. Tipp für die Praxis

Probiert es doch einfach mal so aus, wie ich es geschrieben habe.
Um das Thema Gebet für euch zu vertiefen, könnt ihr miteinander den Bundespfarrerbericht 2011 lesen und besprechen, in dem das Thema Gebet entfaltet wird. Ihr könnt ihn bei uns anfordern oder einfach runterladen: http://www.ec-jugend.de/fileadmin/_temp_/2014_03_10_Bundespfarrerbericht_2014_Digital.pdf

4. Echt witzig

Der Prediger am Ende des Gottesdienstes zur Gemeinde: „Liebe Gemeinde, ich bin etwas verwirrt. Wenn ich mir die Autos vor der Kirche betrachte, dann merke ich: Es gibt kaum Arme in unserer Gemeinde. Und wenn ich in den Kollektenkorb schaue, dann merke ich: Es gibt kaum Reiche in unserer Gemeinde.“


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Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst auch nach Stichworten suchen mit unserer Suchfunktion.
Viel Spaß beim Stöbern!
Stephan Münch – EC-Bayern

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