Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 37] „“KOMM!“

Hi,
na, wie ist deine Gruppe nach den Ferien wieder angelaufen? Das ist ja immer spannend, ob die Kids, Teens oder Jugendlichen gerne wieder kommen.
Ich wünsch dir, dass du erlebst, dass der neue Anfang in diesem Schuljahr für dich gut ist. Dass Gott deine Gruppe segnet und du Gottes Wirken erlebst. Ob mit einer großen oder kleinen Truppe.

Sei gesegnet!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Da rief Petrus: „Herr, wenn du es wirklich bist, laß mich auf dem Wasser zu dir kommen.“
„Komm her!“ antwortete Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging Jesus auf dem Wasser entgegen.
(Matth. 14,28+29)

2. „“KOMM!“

Die Jünger sitzen im Boot. Es ist stockdunkel. Trotz Wellengang haben sie es schon halb über den See Genezareth geschafft. Jesus wollte zurück bleiben und noch ein bisschen beten. Aber plötzlich – mitten im Sturm kommt Jesus auf dem Wasser daher. Alle bekommen eine Heidenangst – bis Jesus sagt: „Ihr braucht keine Angst zu haben – ich bins doch: Jesus!“

Die Jünger erholen sich gerade vom Schrecken – aber Petrus hat nichts besseres zu tun als über die schäumenden Wellen hinweg zu rufen: „Herr, wenn du es wirklich bist – dann will ich auch auf dem Wasser gehen!“

Was für eine bescheuerte Idee! Ich kann mir vorstellen, dass sich Andreas, Matthäus und die anderen Jünger an den Kopf langen und die Augen verdrehen. O Mann – schon wieder dieser Petrus. Der mit seinen spontanen Ideen! Hey ist das peinlich!
„Petrus – sei doch nicht so vorlaut. Auf dem Wasser gehen – das kann nur der Sohn Gottes. Solche Wunder vollbringen keine normalen Menschen.“

    • Da denke ich an einen Freund von mir – er ist in der Jugendkreisleitung – und er wurde gebeten, im Gottesdienst zu predigen. Seine erste Reaktion war: „Das kann ich nie!“
    • Oder ich denke an einen kleinen Jugendkreis von 8 Leuten, die beschlossen hatten einen regelmäßigen Jugendgottesdienst zu beginnen. Die erste Reaktion mancher Leute aus der Gemeinde war: „Wie soll das denn gehen – das klappt doch nicht!“
    • Oder ich denke an eine Jugendkreisleiterin, die kurz davor ist mit dem Jugendkreis aufzuhören, weil es nur noch 2 oder 3 sind, die kommen. Und manchmal kommt auch keiner. Und dann nimmt sie sich vor, nach den Ferien einen neuen Anfang zu wagen.

„Mann – das schaffst du nicht! Das wird doch nichts! Auf dem Wasser gehen ist unmöglich!“

Aber Jesus sagt einfach zu Petrus: „KOMM“. Jesus sagt nur ein einziges Wort. Jesus stimmt dieser total verrückten Idee von Petrus zu. Mit diesem einen Wort „KOMM“ macht Jesus das Unmögliche möglich: Petrus steigt aus dem Boot. Mit zitternden Knien setzt er eine Fußsohle auf die schwappenden Wellen. Unglaublich – das Wasser unter ihm trägt. Ganz vorsichtig noch der zweite Fuß – und Petrus steht auf dem Wasser! Schritt für Schritt wagt er es auf Jesus zuzugehen.
Doch dann sieht er die Wellen, den Sturm – und kalte Angst steigt in ihm hoch. Das Wasser unter ihm beginnt weich zu werden. Er kann nur noch schreien: „Herr hilf mir“ – da packt ihn Jesus mit festem Griff an der Hand und zieht ihn nach oben und schließlich ins Boot.

Sicher: Wer etwas wagt – bei dem geht nicht immer alles glatt. Aber all die anderen Jünger haben nicht erlebt, was es heißt auf dem Wasser zu gehen. Nur Petrus.

    • Hätte der Jugendleiter damals nicht gepredigt in der Gemeinde – dann hätte er vielleicht nicht erkannt, dass Gott ihm eine Gabe zum Predigen geschenkt hat.
    • Hätte der 8-köpfige Jugendkreis auf die Stimmen der anderen gehört, dann hätten sie viele Wunder Gottes nicht erlebt in ihren Jugendgottesdiensten.
    • Ob die Jugendkreisleiterin durch den Neustart Gottes Wirken erlebt hat weiß ich noch nicht. Aber so viel kann ich sagen: Gott hat ihr Vertrauen ganz sicher belohnt.

Eine Frage persönlich an dich:
Keiner der anderen Jünger hat es erlebt, was es heißt auf dem Wasser zu gehen. Nur Petrus. Was wagst du heute oder in den nächsten Wochen? Wage es, auf Jesu Wort den Fuß aus dem Boot zu setzen – es wird tragen!

3. Echt witzig

(Ein Witz, der leider eine ganze Menge Wirklichkeit widerspiegelt)
Der Bischof besucht eine Schule. Im Religionsunterricht fragt er den kleinen Hansi, wer wohl die Mauern von Jericho zerstört hat. Hansi erwiderte, daß er das nicht weiß, aber er selbst ist es auf gar keinem Fall gewesen.
Der Bischof ist ziemlich erschüttert von dieser Antwort und geht mit dem kleinen Hansi zum Klassenlehrer und erzählt ihm den ganzen Vorfall. Der Klassenlehrer antwortet daraufhin, daß er den kleinen Hansi und seine Familie sehr gut kenne und wenn Hansi sage, er habe es nicht getan, dann könne man ihm ruhig Glauben schenken.
Jetzt ist der Bischof noch mehr erschüttert und er geht zum Rektor und erzählt ihm empört nochmals den ganzen Vorfall. Der Rektor hört ihm zu und sagt dann: „Also, ich weiß wirklich nicht warum Sie sich da so aufregen. Wir holen uns einfach drei Kostenvoranschläge herein und reparieren diese blöde Mauer!“

4. Aus der Praxis für die Praxis

Hier eine echt coole Idee von Silke Stach (EC Röthenbach)
Wir basteln vor Halloween mit dem Teenkreis immer massenweise Einladungen für unsere Kindergruppen.
D.h. wir nehmen Tüten, füllen sie mit Süßigkeiten und hängen einen Zettel mit allen Infos zu allen Gruppenstunden als Einladung mit dran.
Diese Tüten werden dann sonntags in unserer Gemeinde ausgelegt. Jede Familie nimmt einige von den Päckchen mit und gibt sie an die Kinder weiter, die bei ihnen an der Haustür klingeln. Nach dem Motto, wenn die Kinder schon bei uns klingeln, dann sollen sie wenigstens was Gutes bekommen.
Übrigens gibt es von den Marburger Medien Tüten zum Thema Halloween: http://marburger-medien.de/shop/index.php?Content=produktdetail&ID=623&Gruppe

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