Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 38] Made by God

Hallo,
in der letzten Woche lag ich krank im Bett und anfangs ging es mir wirklich nicht gut – eine Bronchitis verursachte starke Kopfschmerzen, ständiges Husten. Außerdem war ich rausgenommen aus der Arbeit, musste einige wichtige Termine absagen, das hat mir gar nicht gefallen! Aber dann kam eine Mail von meinem Chef, in der er mir gute Besserung wünschte und dazuschrieb: Ein alter väterlicher Pfarrer sagte einmal: „Grippe ist ein von Gott verordneter Urlaub!“
Das hat mir gut getan! Ich nahm ein gutes Buch und versuchte die Zeit auch ein wenig zu genießen – was mir auch wirklich gelungen ist.
In dieser Woche habe ich wirklich Urlaub – während du diese Zeilen liest, bin ich im Allgäu vielleicht gerade dabei eine Wanderung zu machen und über das zu staunen, was Gott gemacht hat (geschrieben habe ich die Zeilen deswegen schon am Wochenende…).
Nimm dir doch auch mal Zeit, Gottes Geschenke zu genießen – und ihn darüber zu loben, er tut soviel, was richtig gut für uns ist, auch wenn wir das auf den ersten Blick vielleicht gar nicht sehen können… (wie ich meine Krankheitszeit erst nicht wirklich verstehen konnte und verstehen wollte…)

Gott segne dich dabei!

Dein
Jan

1. Ein Wort zur Ermutigung

„Herr, was für Wunder hast du vollbracht! Alles hast du weise geordnet; die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.“
Ps. 104,24 in der Gute Nachricht Bibel

2. Made by God

Irgendwann vor einigen Jahre habe ich mir zusätzlichen Arbeitsspeicher für meinen Computer gekauft, ich schraubt ihn auf, machte ihn sauber (da drinnen sammelt sich immer unheimlich viel Staub an…) und dann entdeckte ich das Schild: „Mady in Germany!“
Dieses Gütesiegel war früher natürlich noch viel mehr wert als heute, aber auch jetzt steht es noch für Wertarbeit, für geprüfte Qualität, dafür dass es einfach passt. Hier muss ich nicht überlegen, was wohl in Fernost für ein Pfusch eingebaut wurde, hier stimmt’s.
Wie viel mehr passt alles in unserer Welt zusammen, denn Gott selbst hat sie geschaffen, sie ist „Made by God!“

Made by God – alles voller Wunder!
Mach mal einen Spaziergang dort, wo du gerade bist, und sag Gott Danke für das, was du siehst: Danke, Gott, für den Schmetterling, der mich froh machen soll. Danke, Gott, für den Baum, der die Luft produziert, die ich atmen kann, danke für …
Und dann setz den Spaziergang in deinen Gedanken durch deinen Körper fort: Danke Gott für den Stoffwechsel, der funktioniert und mich leben lässt, Danke für den Blutkreislauf, der meine Organe ernährt, danke für …
Bei mir ist es so, wenn ich dann mal so richtig ins Danken hineingekommen bin, dann fällt mir immer mehr ein!
Vielleicht sagst du – alles voller Wunder, das stimmt ja gar nicht? Wenn ich in den Bürgerkrieg in den Irak schaue, das ist gar nicht so wunderbar, oder wenn ich auf dem Hunger in der Welt schaue. Wunderbar ist etwas anderes. Oder wenn dir das zu weit weg ist: Die Beziehungskrise, in der ich gerade stecke finde ich überhaupt nicht wunderbar. Oder die Krankheit, die mich umhaut. Oder das Mobbing in der Schule. Oder… So wunderbar hat Gott das gar nicht gemacht. Wie soll ich ihn da noch loben? Ist Gott überhaupt noch da? Hallo Gott? Ist da jemand?
Ist Gott da? Diese Frage stellten sich die Menschen schon immer wieder – und ohne ihn kam das Leid in die Welt hinein, als die Menschen ihn gerade nicht wollten. Ohne Gott machte der Sündenfall die Schöpfung kaputt – und seitdem ist Gott dabei, sie zu erhalten. Er passt darauf auf, dass sie nicht weiter kaputt geht, auch dein Leben nicht. Wir leben nicht mehr im Paradies – und Paulus sagt: Die ganze Schöpfung sehnt sich nach der Erlösung – du bist also nicht alleine…
Ich brauche hier immer wieder den Blickwechsel – zu oft sehe ich auf das, was kaputt ist, was nicht funktioniert und was ich mir anders wünsche und zu selten sehe ich auf den Schöpfer, der alles gemacht hat. David lebte, als er diesen Psalm schrieb, in der gleichen Welt, und er versuchte auf Gott zu sehen, er suchte Gott hinter der Schöpfung – deswegen kann er sagen: Was für Wunder hast du gemacht!
Ich möchte wieder anfangen, Gott als den Schöpfer zu sehen, der größer ist als die schwierigen Situationen…

Made by God – alles ist sauber geordnet
Gott hat in der Schöpfung aus dem „Tohuwabohu“ (so das Hebräische Wort das in 1. Mose 1,2 für „wüst und leer“) eine Ordnung gemacht. Vorher war also voll das Chaos und Gott sagte: „Es werde Licht!“ „Es werde Land!“ „Es werde…“ und so machte Gott aus dem Durcheinander das Beste. Gott bringt Ordnung rein! Naturgesetze, Lebensabläufe, …
Glaubst du, dass Gott aus deinem Chaos auch das Beste machen kann? Was ist „Tohuwabohu“ in deinem Leben? Wo möchte Gott hier sagen: „Es werde…“? Wo ist Durcheinander an deinem Platz der Mitarbeit? Wo wünschst du dir hier, dass er anfängt zu ordnen? Bitte ihn doch konkret darum, er wird es tun! Jesus tat es bei Levi oder bei der Ehebrecherin in Joh. 8 – er wird es auch bei dir tun…
Allerdings: Wir Menschen verletzen Gottes Ordnungen immer wieder und versinken deswegen im Chaos. Wer Gottes Ordnung von Tag und Nacht umdreht und die Nacht dauernd zum Tag macht, erlebt dann eben auch selbstgemachtes Chaos. Wer Gottes Ordnung zur Sonntagsruhe nicht einhält und deswegen arbeitet oder einfach auch nur den Sonntag nicht bewusst als Feiertrag lebt, der ist selbst schuld, wenn er unter der Woche nichts auf die Reihe bekommt. Verletze nicht die Ordnungen Gottes, sonst trägst du mit Verantwortung für das Chaos, das draus wird…

Made by God – alles voller Wunder, alles sauber geordnet!
Gott ist der beste Schöpfer, den es gibt, deswegen einige Impulse für dich:

Einige Impulse persönlich an dich:
ð Fang an Gott ganz bewusst zu loben für das Gute, dass er tut – auch in deinem Leben!
ð Sag Jesus das Chaos deines Lebens – er will da wieder Ordnung reinbringen!
ð Wenn du Gottes Ordnungen verletzt hast, bekenne ihm diese Schuld und bitte ihn um Vergebung!

3. Echt witzig

Eine Nonne ist mit dem Auto unterwegs. Auf einer Landstraße geht ihr das Benzin aus. Sie marschiert zu Fuß zu einer kleinen Landtankstelle und fragt nach einem Kanister.
„Diese Woche ist vielleicht was los“, klagt der Besitzer, „drei waren schon vor ihnen da, und jetzt habe ich keinen Kanister mehr.“ „Es kann ja auch ein anderer Behälter sein“, sagt die Nonne. Nach langem Suchen findet der Tankwart einen alten Nachttopf und füllt diesen mit Benzin.
Die Nonne wandert damit zurück zu ihrem Auto.
Als sie versucht, das Benzin in den Tank zu schütten, hält ein Lastwagen neben ihr. Der Fahrer blickt staunend auf den gefüllten Nachttopf und sagt: „Schwester, ihren Glauben möchte ich haben!“

4. Aus der Praxis für die Praxis

Von der Volxbibel gibt es eine neue Seite, wo jetzt endlich wirklich der ganze Text hochgeladen ist:
http://wiki.volxbibel.com/index.php/Hauptseite
Hier kannst du auch wirklich mitgestalten – und findest Handylogos und –klingeltöne der Volxbibel zum Download…

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