Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 400] Worte die bewegen

Hallo Ihr Lieben !

Wir wünschen euch, dass Ihr gute, erbauende und ermutigende Worte aussprechen werdet nach dieser Jugendleitermail.
Habt gesegnete Pfingsttage, deren Begegnungen mit Gott & Menschen Unterschiede bewirken.
Es grüßen Euch herzlich Hanno und Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. (Eph 4,29)

2. Worte die bewegen

Diese Woche habe ich mich sehr über die „idea“, das Nachrichtenmagazin der Evangelischen Allianz geärgert. Aus Anlass von Pfingsten greifen sie das Thema Zungenrede auf und lassen Pro und Kontra zu Wort kommen. Sehr pauschale und verkürzte Aussagen und dann auf der Homepage und facebook Diskussionen, wo sich mir die Fußnägel hochwickeln. Ich fühlte mich 20 Jahre zurückversetzt und frage mich, ob wir theologisch und in der Diskussionskultur noch nichts dazugelernt haben.
Naja, sei’s drum. Aber wenn das tatsächlich noch ein Thema sein sollte, wo es ?? gibt, dann hier ein kurzer Impuls von meiner Seite dazu: Ja, ich bete in unverständlichen Sprachen; mal laut, mal leise; mal alleine, mal im Gottesdienst; je nachdem, wie es gerade angemessen ist. Und: Nein, es macht mich nicht zu einem besseren Christen oder wäre ein notwendiges Zeichen, dass ich mit dem Heiligen Geist erfüllt wäre. Zeichen dafür, dass jemand vom Geist Gottes erfüllt ist, ist das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus (1Joh, 4,2).
Dieses Sprachengebet ist nicht das, was die Jünger Jesu an Pfingsten erlebt haben. Dort haben sie in Fremdsprachen gesprochen, sodass ausländische Gäste verstehen konnten, was Gott hier tat. Das war sozusagen die Umkehrung der Sprachenverwirrung in Babel und sollte zeigen, welche weltweite Einheit der Heilige Geist schaffen würde. Auch das habe ich selbst erlebt, allerdings nur ein einziges Mal bislang. Bei einem europäischen Jugendcamp war ein Franzose in meiner Kleingruppe, der viele Fragen über den Glauben hatte. Mein Französisch reicht normal gerade, bei einem Frankreichurlaub nicht zu verhungern. Während einer Busfahrt versuchte ich, ihm die Dreieinigkeit zu erklären und auf einmal ging das komplett auf Französisch. Nicht völlig fließend, aber so, dass wir uns über eine Stunde ganz tief darüber unterhalten haben. Erst im Nachhinein wurde mir klar, dass das ein echtes Wunder war.
Eine solche Erfahrung ist selten und Gott bewirkt sie, wenn er meint, dass es dran ist. Das, worüber Paulus dann als Sprachengebet spricht, ist etwas alltäglicheres und einfach ein bereichernder, aber nicht notwendiger Teil einer intimen Beziehung zu Gott.
Mein Anliegen ist: Lasst euch nicht auf nutzlose Diskussionen über öffentlich heißgekochte Phänomene ein, die niemanden erbauen. Wenn ihr euch für Sprachengebet interessiert, dann bittet Gott im Stillen darum oder lasst euch in einem sicheren, seelsorglichen Rahmen anleiten.
Und dann wünsche ich euch Pfingstfeiertage, in denen ihr entdeckt, welch ein Reichtum an Inspiration und Ermutigung im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte steckt.
Von Ingmar Wendland

3. Tipp für die Praxis

Macht eine kurze Ermutigungsrunde! Ihr wendet euch einmal dem linken und einmal der rechten Nachbar/in zu und sagt etwas, was ihr toll an ihr/ihm findet. Das ganze dauert 3 Minuten und kann an verschiedensten Stellen in Hauskreisen, Jugendabenden oder Gottesdiensten eingesetzt werden.

4. Echt witzig!

Was ist süß und läuft durch die Wüste?
… ein Karamel 😉


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst unter anderem auch nach Stichworten suchen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

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