Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 401] Anbetung

Hallo Ihr Lieben!

zur Zeit befinde ich mich (Hanno) ganz im Norden von Dänemark an der Küste. Es ist was ganz besonderes das Meer zu beobachten, bei all dem Wind, ja oft auch Sturm. Mit welcher Kraft und Macht die Wellen an die Küste schlagen und darüber nachzudenken, wie Gott das alles geschaffen hat und die Naturgewalten in seiner Hand hat. Das lässt mich, uns Menschen klein erscheinen & bedeutungslos und gleichzeitig kann uns das in eine neue Anbetung des Schöpfers führen. Das ist mein Wunsch, dass das auch mit dieser Jugendleitermail passieren darf ….
Es grüßen Euch Hanno und Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Gott ist unsre Zuflucht und unsre Stärke, der uns in Zeiten der Not hilft. Deshalb fürchten wir uns nicht, auch wenn die Erde bebt und die Berge ins Meer stürzen, wenn die Ozeane wüten und schäumen und durch ihre Wucht die Berge erzittern!
Psalm 46,2-4

2. Anbetung gibt Dir einen neuen Blick auf dein Leben

Gerd Goldmann schreibt zu diesem Thema: „Es ist das Wesen der Anbetung, dass sie sich mit Gott selbst beschäftigt. Anbetung, Lob und Dank öffnen den Blick für die Größe Gottes und seine Möglichkeiten.“
Für mich beinhaltet Gott anzubeten verschiedene Schritte zu gehen.
Zu allererst muss ich mich aufmachen und in Gottes Gegenwart kommen, um dort Gott „mein Herz auszuschütten“ und ihm hinzuhalten ganz nach dem Liedvers:
„Ich gebe dir mein Herz und alles was ich bin… “.
Ehrlich werden vor Gott, aussprechen wie es in mir und meinen Gedanken aussieht. Ihn um Vergebung bitten, wo ich daneben getreten bin, wo ich schräge Gedanken hatte,
nur auf mich, die Probleme & Herausforderungen des Lebens schaute und mich hab lähmen lassen, wie der Vogel der auf die Schlange schaut und erstarrt.
Anbetung beginnt mit dem Schritt des Ausräumens und Aufräumens in meinem Herzen.
„Durch Jesus nun wollen wir Gott ein immer währendes Dankopfer darbringen: Wir wollen ihn preisen und uns zu seinem Namen bekennen.“
Hebräer 13,5
Jesus ist meine Gerechtigkeit. Bei seiner Auferstehung ist der Vorhang im Tempel zerissen und der Weg ins Allerheiligste frei & möglich geworden. Wir dürfen& können uns Gott nahen so wie wir sind – ohne Scham und Furcht, voller Gewissheit willkommen & angenommen zu sein.
So kann nun diese Ausrichtung auf Gottes Wesen & seine Größe beginnen und es gibt Raum, dass Gott an mir wirken und mir begegnen kann.
Anbeten heißt auch, mit einer Haltung der Erwartung vor Gott zu kommen, dass was passiert und Gott an mir was tun wird.
Es ist interessant, was in Matthäus 17 beschrieben wird, als Jesus mit drei seiner Jünger Mose & Elia begegnet:
„ .. und Jesus wurde vor ihnen umgestaltet (verklärt) .. “ Gott hat an Jesus gewirkt, an diesem Ort der Begegnung mit Ihm. Oder denken wir an Mose (2.Mose 34, 29) dessen Angesicht leuchtete als er vom Berg und dem Ort der Begegnung mit Gott zurückkehrte.

In der Anbetung geht es nicht primär darum, dankbar zu sein für dass was wir von Gott empfangen haben, sondern um das Wesen Gottes. Seine Charakterzüge, um die Größe seines Seins, sein Verhältnis zu uns, wie er zu uns steht und uns sieht.

Hab für euch Psalm 145 rausgesucht, ein Loblied Davids.
„Ich will dich loben, mein Gott und König, und deinen Namen preisen für immer und ewig. Ich will dir täglich aufs Neue danken, will dich loben zu aller Zeit. Groß ist der Herr und sehr zu loben! Seine Größe ist unerforschlich!
Jede Generation soll ihren Kindern von deinen Werken erzählen, von den mächtigen Taten werden sie verkünden und von den wunderbaren Zeichen, die du vollbracht hast.
Deine gewaltigen Taten werden in aller Munde sein, und ich will deine Größe verkünden. Alle werden die Nachricht von deiner wunderbaren Güte hören
und werden jubeln vor Freude über deine Gerechtigkeit.
Der Herr ist gnädig und barmherzig, geduldig und voller Gnade. Der Herr ist gut zu allen Menschen und barmherzig zu seiner ganzen Schöpfung.
Alle deine Geschöpfe werden dir danken, Herr, und alle, die dir treu sind, werden dich loben. Sie werden von der Herrlichkeit deines Königreiches sprechen,
sie werden von deiner Macht erzählen. Sie werden deine mächtigen Taten
und die Größe und Herrlichkeit deines Reiches verkünden.
Denn dein Reich bleibt ewig und deine Herrschaft besteht von Generation zu Generation.
Der Herr ist treu in allem, was er sagt, er ist gnädig in allem, was er tut. Der Herr hält die fest, die hinfallen, und hilft denen auf, die zusammengebrochen sind.
Aller Augen sehen auf dich und warten auf Hilfe; du gibst ihnen Nahrung, wenn es nötig ist. Wenn du deine Hand öffnest, stillst du den Hunger und Durst aller Geschöpfe.
Der Herr ist gerecht in allem, was er tut, ein Gott, auf den man sich verlassen kann.
Der Herr ist allen nahe, die ihn anrufen, allen, die ihn aufrichtig anrufen. Er erfüllt die Wünsche derer, die ihn achten, er hört ihre Hilfeschreie und rettet sie.
Der Herr beschützt alle, die ihn lieben, die Gottlosen aber vernichtet er.
Ich will den Herrn loben, und alle Menschen werden seinen heiligen Namen preisen,
jetzt und für alle Zeit.

Ein wunderbarer Psalm, bei dem es sich lohnt, sich länger mit zu beschäftigen. Diesen immer wieder zu lesen. Da steckt sehr viel drin an Erkenntnis über Gottes Wesen. Wir brauchen dass bei all den Botschaften und Sichtweisen über das Leben, die uns im Alltag begegnen und unser Denken beeinflussen.
Der Psalm endet mit einem Entschluß Davids: „Ich will den Herrn loben“
…. das will ich auch!
…. und Du?

Von Hanno Heininger, Lebenstraum e.V.

3. Tipp für die Praxis

Nimm Dir mal Zeit über mehrere Tage den 145. Psalm zu studieren und zu beten und fahr an die Dänische Küste und spüre ein Stück der Macht und Hoheit Gottes 😉

4. Spruch der Woche

Wir brauchen ein großes Bild von Gott,
weil uns große Probleme, große Sorgen und große Fragen beschäftigen.
Max Lucado


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst unter anderem auch nach Stichworten suchen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

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