Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 408] Wer ich bin?

Hallo !

… ihr lieben Jugendleitermail-Leser.
Wir wünschen Euch wieder viel Gewinn mit dieser Ausgabe und wünschen Euch viel Frische & Kraft für den Platz, an den Gott Euch hingestellt hat!
Beste Grüße von Hanno & Stefan

1. EIn Wort zum Nachdenken

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

Wer bin ich? Der oder jener?
Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

Dietrich Bonhoeffer

2. Wer ich bin?

Jeden Morgen sehe ich das gleiche Bild vor mir.
Mich im Spiegel, halb geöffnete Augen - ein wenig zerknautscht und mal mehr oder weniger wach.
Im normalen Alltag bleibe ich kaum länger vor dem Spiegel stehen als nötig.
Meist sage ich meinem Spiegelbild nur kurz „Hallo“ und schnell wieder „Tschüss“.
Auf geht es zu neuen Taten, zu neuen Abenteuern, naja in den Tag halt.
Für jede Situation die auf mich zukommt, habe ich mir ein „Ich“ zugelegt - je nachdem wo ich bin. Eines für die Arbeit, eines für die Freunde und eines fürs Netz.
Doch was ist das richtige „Ich“? Ist es das, das mich morgens anblickt, in das mich meine Freunde, die Schule oder die Arbeit stecken oder doch ein ganz anderes?
Bei so vielen „Ichs“ kann man schnell den Überblick verlieren.
Die Worte von Dietrich Bonhoeffer sprechen mir in solchen Momenten aus der Seele.
Wer bin ich? Wer will ich sein?
Da ist es gut zu wissen, dass es jemanden gibt, der weiß, wer und wie ich bin.
„Dein bin ich, o Gott!“ Mit ihm zusammen kann ich ergründen was in mir steckt und wer ich wirklich bin. Frag ihn mal…

Christian Schönfeld - Landesreferent im EC Bayern

3. Tipp für die Praxis

Mach ein Selfie von dir, betrachte es und schreibe dir auf wie du dich siehst.
Bitte eine Person (die du gut kennst und die dich gut kennt) ebenfalls aufzuschreiben, was sie sieht, wenn sie dich ansieht.
Vergleicht eure Gedanken und tauscht euch darüber aus.
Worauf liegt dein Fokus bei dir? Was sehen andere in dir, was du nicht siehst?

4. echt rührend

Lass dich inspirieren.

https://www.youtube.com/watch?v=bN0AuIl40ZM


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Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

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