Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 417] Die Macht der Worte

Hallo!

.. Ihr lieben Leser der Jugendleitermail. Wünschen Euch viel Gewinn mit der aktuellen Ausgabe und gute Impulse für Eure Teeny- & Jugendgruppen.
Beste Grüße
Hanno& Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Die Worte mancher Leute sind wie Messerstiche; die Worte weiser Menschen bringen Heilung.
Sprüche 12,18

2. Die Macht der Worte

… ist ein Thema, dass ich sehr spannend und zu gleich herausfordernd finde. Im täglichen Umgang mit Anderen passiert es doch immer wieder, dass einem schnell mal Worte aus dem Mund kommen, die man im Nachhinein lieber nicht gesagt und gerne rückgängig gemacht hätte. Klar können Worte auch Positives vermitteln, aber wie schnell können auch Verletzung entstehen.

Als Beispiel: Du hast viel Zeit und Herz in eine Aufgabe investiert und wirklich dein Bestes gegeben. Du schaffst das auch und freust dich über dein gutes Ergebnis. Dann kommt plötzlich eine andere Person, beispielsweise Arbeitskollegen, Freunde, Familienangehörige die beginnen, dein Ergebnis deiner Arbeit schlecht zu reden.

Genau solch eine Situation habe ich kürzlich in der Arbeit erlebt. Als Krankheitsvertretung durfte ich als Sozialpädagogin in einer Klasse für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vertretungsweise aushelfen. Ich habe mein Bestes gegeben, und war mit meiner Arbeit zufrieden. Auch von der stellvertretenden Schulleitung habe ich sehr positive Rückmeldung erhalten. Diese Anerkennung und Wertschätzung für meine Arbeit hat mich natürlich sehr gefreut und bestätigt, in dem was ich tue.

Keine zwei Stunden später, nachdem ich dieses Lob erhalten hatte, kam eine Arbeitskollegin zu mir und teilte mir mit, dass ich für diese Arbeit aus verschiedenen Gründen nicht geeignet wäre und sie das auch viel besser könnte. Dies hat mich im ersten Moment sehr getroffen und war über diese Aussage auch sehr verärgert. Das Lob, dass ich zwei Stunden zuvor erhalten hatte, war in diesem Augenblick nichts mehr wert und die negativen Worte haben Einzug in meinem Herzen erhalten.

Einige Tage später, hatte ich mit meiner Arbeitskollegin nochmal ein sehr persönliches und gutes Gespräch, mit dem die Situation geklärt werden konnte und sie sich auch für diese harten Worte entschuldigte, dennoch merke ich, dass das nicht spurlos an mir vorbei gegangen ist.

Durch diese Situation wird mir wieder deutlich, wie schnell positive Worte in den Hintergrund rücken und wie leicht negative Worte in unserem Herzen Raum einnehmen und beginnen, Zweifel, Ängste und Sorgen hervorzurufen. Ich begann in meinem Fall wirklich für einen kurzen Moment an mir zu zweifeln und fühlte mich schwach und machtlos und genau das ist der Plan des Teufels. Er versucht uns in unserer Schwachheit zu treffen und das Gute, was Gott vorher uns geschenkt hat, in meinem Fall die positive Wertschätzung und Anerkennung durch die stellvertretende Schulleitung, zu zerstören.

Daher möchte ich dich zum Einen ermutigen, bewusst mit deinen Worten umzugehen und genau zu überlegen, wie und was du jemandem sagst und welche Kraft eigentlich in den alltäglichen Gesprächen liegt und zum Anderen, wenn du bereits Verletzungen durch negative Worte erfahren hast, diese vor Gott zu bringen und um Vergebung für deinen Gegenüber zu bitten und darauf zu vertrauen, mit Gottes Hilfe zu lernen, mit negativen Worten anderer umzugehen und diesen keinen Raum mehr in deinem Herzen zu geben.
Sonja Bauer, im Team von Lebenstraum

3. Tipp für die Praxis

Für den Teen- oder Jugendkreis ist es schön, mal eine Klagemauer aufzubauen, um alle Verletzungen, die uns durch Worte zugefügt werden, vor Gott zu bringen. Dazu brauchst du nur ein paar Ziegelsteine, kleine Notizzettel und Stifte. Baue eine Mauer mit Lücken, in die man die Zettel stecken kann. Dann darf jeder in einer stillen Zeit seine Verletzungen auf einen Zettel schreiben und in die Mauer stecken. In einer gemeinsamen Gebetsrunde können alle dafür beten, dass Gott Heilung und Versöhnung schenkt. Wenn es im Garten der Gemeinde die Möglichkeit gibt, können die Zettel zum Abschluss auch in einer Feuertonne verbrannt werden.

4. Witzig

Sitzen zwei vor dem Ofen. Sagt der eine zum anderen:“Feure mal den Ofen an.“ Der andere daraufhin: „Ofen vor noch ein Tor!“
Sagt der eine wieder zum anderen: „Nein ich meinte du sollst den Ofen anmachen.“
Der andere darauf zum Ofen: „Hi, du kleiner süßer Ofen hast du heute Abend schon was vor?“


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Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

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