Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 420] Von grünen Wiesen

Hallo!

… .. liebe Leser der neuen Jugendleitermail. Lasst euch herausfordern, euer aktuelles Teeny-& Jugendprogramm zu hinterfragen und neu zu durchdenken.
Wir wünschen Euch, dass Ihr dabei auf saftige & frische Wiesen stoßt 🙂
Beste Grüße ins Wochenende,
Hanno & Stephan

1. Ein Wort der Ermutigung

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
(Ps 23,1-2)

2. Von grünen Wiesen

Alle sitzen in der Runde und bringen ihre Ideen für das neue Programm ein: „Wir könnten ja was über Drogen machen!“ – „Ja, und den Prediger wollten wir noch zu einem Thema über die Offenbarung einladen.“ – „Mich würde mal eine Gegenüberstellung von Schöpfung und Evolution interessieren.“
Die Ideen sprudeln, bald ist ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt; alles paletti! – Oder doch nicht? Jemand was aufgefallen?
So spannend die vorgeschlagenen Themen auch sind, sie sind alle abgehoben von uns persönlich. Abstrakt. Unwichtig für unser geistliches Leben. Sie berühren niemand und verändern nichts.
Worum geht es bei der Programmplanung? Zeit füllen? Attraktiv nach außen erscheinen?
Nein. Sondern darum, eine Herde zum frischen Wasser zu führen. Das bedeutet, dass die Hirten dieser Herde sich erst einmal Gedanken machen: Wo stehen wir innerlich? Welche Reifeschritte sind von Gott her dran? Was ist der nächste Wachstumsschritt in der Nachfolge?
Und dann kann man mutig die nächste saftige Wiese für die Herde definieren: Anderen Menschen Jesu Liebe zeigen. Gebetsleben entwickeln. Grundwissen über Jesus aus den Evangelien gewinnen. Als Gemeinschaft vertrauter werden. Und so weiter …
Dabei ist wichtig, dass die Herde nicht der eigenen persönlichen Entwicklung ihres Leiters folgt. Es geht also wirklich um einen Gruppenprozess, der etwas Mühe kostet.
Und dann folgt die Überlegung, wie das in ein Programm umgesetzt werden kann: Durch gemeinsame Abenteuer, neue Erkenntnisse aus der Bibel, Einüben einer neuen Praxis, inspirierende Gäste. Hier sollte die Frage leiten, wie eine hohe innere Beteiligung bei allen entstehen kann.
Was ihr dabei gewinnt: Eine Jugendarbeit, in der der Durst nach Jesus gestillt wird, die relevant für das persönliche Leben ist und aus der reife Nachfolger Jesu herauskommen.
Und dann kann man auch mal zwischendrin über Drogen oder die Offenbarung diskutieren - wenn man noch will 😉

3. Tipp für die Praxis

Bringt für alle Leute im Jugendkreis einen guten, leckeren Schokoriegel mit. Dann sprecht darüber, dass Jesu Liebesgebot auch für Menschen gilt, die nicht sympathisch sind. Jede(r) überlegt sich jetzt, wem sie am nächsten Tag begegnen werden, den sie nicht leiden können. Dann wird für diese Person gebetet. Am folgenden Tag haben alle die Aufgabe, den Schokoriegel mit freundlichen Worten dieser Person zu schenken, die sie schwer lieb haben können. Dabei bleibt die Herausforderung, sich unabhängig von einer möglichen Reaktion zu machen. Beim nächsten Jugendkreis kann man sich dann über die Erfahrungen mit der Aktion austauschen.

4. Der Witz

„Was ist weiter weg, Amerika oder der Mond?“, fragt die Lehrerin.
„Amerika!“, ruft Louis.
„Wie kommst du denn darauf?“
„In der Nacht kann ich den Mond sehen, aber Amerika nicht!“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst unter anderem auch nach Stichworten suchen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

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