Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 421] Sag mal Dankeschön

Hallo!

… ihr lieben Leser der Jugendleitermail.
Advents- & Weihnachtszeit – Zeit zum Innehalten und Nachdenken – das wünschen wir euch mit dieser Ausgabe.
Beste Grüße von Hanno & Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Ehre deinen Vater und deine Mutter.
Dann wirst du lange in dem Land leben, das der Herr, dein Gott, dir geben wird.
2. Mose 20,12

2. Sag mal Dankeschön

Bisher ist das Unternehmen Edeka vor allem durch Clips bekannt geworden, in denen ein alternder Hippie durch den Supermarkt tanzt, ein verrückter Landwirt mit seinem aufgemotzten Traktor frische Äpfel liefert oder die Registrierkassen Jingle Bells spielen.

Ende November 2015 wurde dann eine Werbung über Youtube verbreitet, die gar keine Werbung ist.

Es geht um einen alten Mann, der vergeblich an Weihnachten auf seine Kinder und Enkel wartet. Der allein am Weihnachtsbaum sitzt und seinen Braten einsam verzehrt.

Ein knappes Jahr später erhalten die Familienmitglieder die Todesanzeige und eine Einladung zur Bestattung. Die Familie, die in der ganzen Welt verstreut ist, kommt zur Beerdigung zusammen – direkt am Heiligabend.
Und als sie mit Tränen in den Augen in das weihnachtlich geschmückte Haus treten, kommt der alte Vater um die Ecke mit den Worten: „Wie hätte ich euch denn sonst zusammen bringen sollen?“ Als der erste Schreck überwunden ist, feiert die ganze Großfamilie voller Dankbarkeit, dass Opa noch lebt, ein ausgelassenes Weihnachtsfest.

Man kann diesen Clip geschmacklos finden, weil das Unternehmen die Themen „Familie, Weihnachten, Zusammenhalt“ schamlos ausnutzt. Und es hat funktioniert. Innerhalb von 3 Tagen hatte der Clip 10 Millionen Klicks.

Bei aller geschmacklosen Werbestrategie geht mir das Ganze nicht aus dem Sinn. Weil ein tiefer Sinn dahinter steckt.
Gerade wenn die Eltern oder Großeltern älter werden haben wir doch eine besondere Aufgabe, sie zu ehren und zu achten. Genau darum geht es beim 4. Gebot: Dass man die älter und vielleicht wunderlich werdenden Eltern versorgt und ehrt. Und es ist besser, der Oma oder der Mutter Blumen zu schenken, wenn sie noch leben – als ihr einen großen Rosenstrauß aufs Grab zu legen.

Wäre es nicht eine Möglichkeit, die nächsten Tage und Wochen zu nutzen, den eigenen Eltern oder Großeltern mal „Danke“ zu sagen? Ihnen einen Strauß vorbei zu bringen oder ein kleines Geschenk und sie in den Arm zu nehmen. Oder einen Brief zu schreiben oder eine Mail – und dadurch Dankbarkeit auszudrücken, dass es sie gibt?

Machs am besten jetzt gleich. Sie werden sich freuen.
von Stephan Münch, Leiter von Lebenstraum

3. Tipp für die Praxis

Mit dem oben genannten Clip kann man sehr gut eine Weihnachtsandacht gestalten oder einen Abend zum Thema „Die Eltern ehren“ eröffnen.
Vielleicht sollte man den Clip ausmachen, bevor das Edeka-Logo erscheint …
https://www.youtube.com/watch?v=V6-0kYhqoRo

4. Witz

Warum heißt es Muttersprache? – Antwort: Weil Papa nie zu Wort kommt.


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst unter anderem auch nach Stichworten suchen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

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