Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 428] Mutig sein

Hello!

…. everybody,
lasst euch herausfordern durch die neue Jugendleitermail mutig euren Glauben zu bezeugen und damit einen Unterschied zu machen in dieser Welt.
Beste Grüße
Hanno & Stephan

1. Wort der Ermutigung

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2Tim 1,7)

2. Mutig sein

Zur Zeit geht es hoch her beim Diskutieren. Gräben tun sich auf: Deutschland streitet sich wegen der Flüchtlingsfrage. In den Gemeinden geht es um Sexualität und Bedeutung der Bibel. Und im Internet überfallen Atheisten christliche Seiten und Foren.
Zu leicht geschieht es, dass man sich dann reinsteigert, über die Verbohrtheit der anderen ärgert und persönlich irritiert wird. Geht mir immer wieder so.
Da tut es gut, einmal inne zu halten: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit,“ schreibt Paulus an Timotheus. Ich spüre immer wieder, wie sich bei mir dieser Geist der Furcht breit macht. Meine Reaktionen sind dann Rückzug, Trotz, fiese Unterstellungen gegen andere. Und damit laufe ich dann an die Wand. Offensichtlich ist der Geist Gottes in mir keine statische Sache. Einmal bekommen; alles klar. Sondern eine dynamische, eine „Gabe“ eben, über die ich nicht verfüge, die ich aber immer wieder annehmen kann. Und ihr Raum geben kann in meinem Denken und Fühlen.
„Gott, bitte, gib mir wieder neu diesen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit!“
Es geht ja nicht darum, in allen Kontroversen klein beizugeben. Nein. Ich brauche Kraft, um die Wahrheit von Jesus deutlich auszusprechen. Ich brauche Liebe, damit ich Menschen gewinnen kann. Und ich brauche Besonnenheit für weise und treffende Gesprächsbeiträge.
Was hilft, eine Diskussion zu gewinnen und dabei Menschen zu verlieren?
Gott ist Gott. Und Wahrheit bleibt Wahrheit. Beides muss von mir nicht verteidigt oder gerettet werden. Paulus schreibt weiter in Vers 8: „Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes.“ Ich bin „nur“ Zeuge des Evangeliums. Ich weise immer wieder darauf hin. Diese Haltung entlastet mich. Aber sie darf mich auch etwas kosten: Für das Evangelium wurde und wird schon immer gelitten. Da brauche ich mich nicht wundern, wenn mir das auch mal passiert.
Also, Leute, keine Angst vor Diskussionen und Kontroversen! Haltet nur kurz inne und lasst euch mit dem Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit ausstatten. Und dann setzt einen unerwarteten Akzent in der Diskussion, indem ihr das Evangelium einbringt.
Von Ingmar Wendland

3. Tipp für die Praxis

Habt ihr schonmal Diskutieren geübt? Nehmt zwei Leute, jeder nimmt im Spiel eine andere Position ein (das muss nicht eure eigene sein!) und dann führen beide ein Gespräch. Die anderen halten sich raus und beobachten. Ein Leiter muss darauf achten, dass es nicht verletzend wird oder das Gespräch in eine Sackgasse geht. Wenn der Leiter abgebrochen hat, macht ihr eine kurze Feedbackrunde: Wie habt ihr die beiden im Gespräch erlebt? Was wäre hilfreich gewesen?
Mögliche Positionen:
ein Christ – ein Atheist
einer für Religionsfreiheit – einer für ein rein christliches Deutschland
einer für Evangelisation in der Öffentlichkeit – einer für rein stilles, tatkräftiges Zeugnis

4. Der Witz

Chef: „Müller, warum kommen Sie erst jetzt zur Arbeit?“
Angestellter: „Weil Sie gestern gesagt haben, ich soll meine Zeitung gefälligst zu Hause lesen.“


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst unter anderem auch nach Stichworten suchen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

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