Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 436] Gottes Kind sein bzw. als solches leben

Hello!

… everybody,
hoffe Ihr hattet einen gesegneten Feiertag und habt die Sonne und den Frühling an dem freien Tag genießen können?! .. oder Ihr seid auf dem Christival in Karlsruhe und lasst euch inspirieren von all den Inputs & Ausstellern –
falls letzteres der Fall ist, freuen wir uns über Euren Besuch in Halle 1 bei uns am „Lebenstraum“stand 🙂
.. auf jedenfall wünschen wir euch viel Gewinn mit der neuen Jugendleitermail!
beste Grüße
Hanno & Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
Lukas 18,16 +17

2. Gottes Kind sein bzw. als solches leben

Für die Kinder und Jugendarbeit immer wieder eine herausfordernde Stelle, über die ich immer wieder ins Grübeln komme. (Natürlich auch für jeden anderen, aber gerade für den mit viel Kontakt zu jungen Menschen…)

Wer selber Kinder hat, der kennt das besonders, aber auch wer Jugendarbeit macht: Was haben Kinder, das ich auch haben sollte? Sie sind trotzig, dickköpfig, unüberlegt, schreien den ganzen Tag, machen was sie wollen, egal was du kochst es ist falsch, zu grün, zu rot, zu gesund, egal was du sagst, auch wenn du es weist! .. sie wissen’s besser… Was ist es also was Jesus hier sagt?

Das Reich annehmen wie ein Kind? „Papa der Spielplatz war ganz toll, aber Schokolade gabs keine.“ „Italienurlaub war schön, aber leider gabs keinen Schnulli.“ „Mama du hast ganz schön gekocht, aber ich mag nur Nudeln mit Käse.“ Das sind für den einen banale Beispiele aus dem Alltag, für mich ist es aber immer wieder ein Gedankenanstoß. Resultiert daraus nicht in „Erwachsenem-Christen-Sprachstil“: „Ähm warte mal Gott, das ist zwar ganz cool aber irgendwie langweilig. Außerdem ist es hier zu dunkel, da zu hell, dort zu böse und hier erschlägt einen die Heiligkeit. Wie wäre es außerdem mit einem Ford Mustang hier und einem Biketrail da? …“
Was meint Jesus jetzt?

Ich wohne mit meiner Familie im wunderschönen Allgäu. Hier gibt es bei jedem Wetter immer etwas zu erleben, ob Berge, Flüsse oder Seen, wandern, klettern, Rad fahren alles ist möglich. Aber hören wir auf zu schwärmen. Letztens war ich mit allen zusammen eine kleine Wanderung machen (3/4, 2 und 4 Jahre alte Kinder) und wir liefen durch einen sogenannten Tobelweg, d.h. der Gebirgsbach hat sich hier über Jahrhunderte eine Schlucht in den Fels gegraben in der er nun fliest und wir tollen Menschen haben uns da Wege reingebaut, die man dann gehen kann. Sehr beeindruckend, gerade im Winter mit Meterlangen Eiszapfen… Ich schweife schon wieder ab. Jedenfalls sind wir da entlang gewandert und kamen an eine Stelle mit einem ca.15m hohen Wasserfall. Neben dem Fluss stand ein Kreuz mit einem Bild einer jungen Frau. Meine größte fragte natürlich sofort, warum hier ein Kreuz steht. Ich habe ihr dann erklärt dass da jemand abgestürzt ist, beim Klettern oder wandern und eben gestorben ist. Sie kann sehr gut „mit-leiden“ und hat dann erstmal traurig geschaut. Am Abend dann beim ins Bett bringen sagt sie zu mir: „Papa, ich bin traurig!“ Ich war schon dabei zu überlegen was ich in meiner unendlichen Weisheit jetzt alles sagen soll, damit sie schlafen kann, da frage ich erstmal warum? „Weil die Frau schon bei Jesus ist und ich nicht!“
Ich weiß nicht ob ihr das nachvollziehen könnt aber auch wenn ich eigentlich ein harter Typ bin, kamen mir dabei die Tränen. Heute noch.
Wow, das muss es sein was Jesus meint!
Schönen Gruß aus dem Allgäu,
Johannes Rupp, unterwegs im Berg und Kletterwald

3. Tipp für die Praxis

Kommt doch mal runter zu uns ins Allgäu … zum Entspannen oder für Gemeindefreizeiten bestens geeignet! Sommer wie Winter! Man muss nicht unbedingt in andere Länder fahren 😉
Gerne kann ich euch auch bei der Suche helfen: johansrupp@gmail.com
Die beste Möglichkeit ist aber im Sommer:
„SoLa Allgäu“! Die Kinder & Jugendlichen haben eine extrem g..le Woche und Eltern können das Allgäu entdecken 😉
Schau einfach mal rein: www.sola-allgäu.de

4. Spruch der Woche

Wir sind nicht Gottes Kollegen oder Chefs, sondern seine Kinder.
A.Baum


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst unter anderem auch nach Stichworten suchen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

Neueste Beiträge

18 Kennenlernfragen: Mit diesen Fragen brichst du das Eis in jeder Gruppe

Wie ein Reh im Scheinwerferlicht schauen mich acht Augenpaare an. Es ist der erste Abend…

29. April 2021

Gottes Meisterwerk: Warum du kreativer bist als du denkst

Viele Menschen halten sich nicht für »kreativ« – aber da liegen sie falsch. Wir alle…

20. April 2021

Das Lockdown-Paradox: Wie bekomme ich mein Zeitgefühl zurück?

Wir leben in einer seltsamen Zeit, die wenig Struktur und Neues bietet. Wie können wir…

16. April 2021

Sex, Verzweiflung, Mord und die Unterstellung eines rassistischen Motivs

Die Nachrichten über Waffengewalt aus den USA scheinen kein Ende zu nehmen. Vor zwei Wochen…

6. April 2021

Gute Nachricht schlecht verpackt? Das muss nicht sein [4 Tipps]

Evangelisation muss nicht zum Fremdschämen sein. Wie können Jugendleiter:innen das Teilen des Evangeliums jungen Menschen…

25. März 2021

Bringen wir Jugendlichen bei, ihre Sünden zu bekennen oder zu verbergen?

Machen wir unsere Kinder zu Heuchlern? Schaffen wir ein Umfeld, in dem Teens das Gefühl…

17. März 2021