Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 443] Das Minuten-Gebet

Hello!

.. in this world – ist da jemand? Gott bist Du da? … heute wird es spannend mit der Jugendleitermail:
Wir wünschen Euch, dass Ihr gute Impulse bekommt zum Thema Gebet und Gottes Gegenwart praktizieren!
Beste Grüße von Hanno & Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

„Betet immer und in jeder Situation mit der Kraft des Heiligen Geistes. Bleibt wachsam und betet auch beständig für alle, die zu Christus gehören.“ (Epheser 6,18; Neues Leben)

2. Das Minuten-Gebet

„Herr, bitte segne und schütze sie an Leib, Seele und Geist, weswegen sie jetzt unterwegs sind.“ Das ist wohl mein häufigstes Minuten-Gebet zwischendrin. Eigentlich ja nur Sekunden. Immer, wenn ich das Blaulicht eines Einsatzfahrzeuges sehe (gleich ob Feuerwehr, Notarzt, Krankenwagen, Polizei) bitte ich Gott für die Menschen, für die diese Helfer gerade im Einsatz sind. Und ich bete auch für die Einsatzkräfte. Inzwischen liegt mir das Gebet schon automatisch auf der Zunge, wenn ich ein Blaulicht sehe. Es ist zu einem guten Reflex geworden – und gefüllt mit Hoffnung.
Manchmal denke ich mir: „Wie wäre es, wenn mir jener Mensch dann mal in der Ewigkeit begegnet, sich vorstellt und sagt: `Danke. Du hast einmal für mich gebetet.‘“ Ist vielleicht ziemlich kindlich, also genau richtig. Denn so sollen wir ja sein – und so dürfen wir auch beten.
Andere Minuten-Gebete sind, wenn ich einfach so zwischendurch mit Gott über die Dinge rede, die mir begegnen: „Ich freue mich über meine Familie.“ „Bitte schenke mir Geduld, Kraft, Mut, Gehorsam.“ „Danke für die Mail von… Hilf ihm bitte…“ Jemand erzählt mir, dass es ihm gerade nicht gut geht und warum und ich frage zurück: „Darf ich für dich beten?“ Und schon geht es wieder los – das Minuten-Gebet.
Warum ich dieses Gebet so liebe? Es erinnert mich immer wieder daran, dass ich keine Minute, keine Sekunde meines Lebens alleine bin – und mein Nächster auch nicht. Immer und in jeder Situation weiß ich mich gehalten und umsorgt von meinem lieben Papa. Gott sehnt sich danach, die ganze Ewigkeit mit uns zu verbringen. Er hat nicht nur bestimmte Öffnungszeiten oder Sprechzeiten. Sondern er ist immer und überall da. Also können wir auch immer und überall mit ihm reden. Und das sollten wir tun. Denn Kommunikation verbindet. Es tut unserer Beziehung mit Gott also gut, wenn wir uns auch zwischendurch immer wieder bei ihm melden. So können wir dafür sorgen, dass die Verbindung nicht abreißt.
Ich biete manchmal Kurse für Selbstschutz und Selbstverteidigung an. Dort sage ich immer: „Seid wachsam! Lasst euch nicht ablenken!“
So ähnlich ist es auch mit dem Gebet zwischendrin. Ich will auch im geistlichen Leben, in meiner Beziehung zu Gott wachsam sein, mich nicht ablenken lassen, sondern mein Ziel klar vor Augen haben: mit Gott leben, ihm die Ehre geben und die ganze Ewigkeit mit ihm verbringen.
Thomas Sames – Abdruck aus dem Buch „Einfach beten“ erschienen im Bornverlag (http://www.bornverlag.de/buecher-und-spiele/buecher/)

3. Tipp für die Praxis

Probiere mal einen Tag lang das Minuten-Gebet aus:
In der Schule, auf der Arbeit, zuhause, wo auch immer …

4. Echt Witzig

Gebet: Lieber Gott, bis jetzt geht‘s mir gut…
… Ich habe noch nicht getratscht, die Beherrschung verloren, war noch nicht muffelig, gehässig, egoistisch oder zügellos. Ich habe noch nicht gejammert, geklagt oder Schokolade gegessen.
Aber in etwa einer Minute werde ich aus dem Bett klettern und dann brauche ich wirklich deine Hilfe …


Suchst du eine Andacht – brauchst du Input für dich selbst?
Unter http://www.jugendleiternetz.de findest du alle bisherigen Jugendleitermails. Du kannst unter anderem auch nach Stichworten suchen.
Viel Spaß beim Stöbern!
Copyright: EC-Bayern / Lebenstraum

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