Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 448] Die Kunst des Saubermachens

Hallo!

Die Jugendleitermail im Wandel,
In den letzten Jahren hast du die Jugendleitermail immer zuverlässig von Stephan Münch zugesendet bekommen.
Stephan hat als Referent im EC Bayern das Projekt angestoßen, entwickelt und in den letzten Jahren ehrenamtlich weiter geführt.
Als Stephans Nachfolger im EC übernehme ich nun die JLM und wir überlegen wie wir sie in Zukunft an die Veränderungen in unserer multimedialen Welt anpassen können.

Wenn dir die JLM ans Herz gewachsen ist kannst du dich gerne in den Prozess einzuklinken.
Ich freue mich auf deine Ideen und deine Mitarbeit.

Heute kommen die Gedanken von Ingmar Wendland.

viele Grüße und eine gesegnete Woche
wünscht dir Christian Schönfeld

c.schoenfeld@ec-bayern.de

1. Ein Wort zur Ermutigung

Ihr alle seid zusammen der Leib von Christus, und als Einzelne seid ihr Teile an diesem Leib. So hat Gott in der Gemeinde allen ihre Aufgabe zugewiesen. (1. Korinther 12,27-28a nach Gute Nachricht)

2. Die Kunst des Saubermachens

Meine Frau Nina und ich haben eine sehr unterschiedliche Art, die Wohnung sauber zu machen.
Wenn Nina spürt, dass es ihr zu chaotisch wird, dann schnappt sie sich schnell die Sachen, die rumliegen.
Sie macht Stapel oder Haufen daraus, aller Müll kommt in eine große Kiste und dann wird einmal durchgesaugt und gewischt. Eine Stunde, zack, alles wieder fit!
Ich halte grundsätzlich länger das Chaos aus und wenn ich dann sauber mache, sortiere ich sorgfältig alles, was rumliegt (sogar den Müll).
Ich sauge Schränke und Schubladen aus, bevor ich da sorgfältig einräume. Dann rücke ich die Schränke ab, sauge und wische dahinter und wenn ich nach 4 Stunden Arbeit noch dazu komme, auch noch den Rest der Räume.
Was sind wir uns deswegen schon in die Haare gekommen! Ninas Art ist mir zu oberflächlich und meine Art ist ihr zu langwierig…

Ist ja klar, dass es unterschiedliche Begabungen und Persönlichkeiten gibt.
Wir wissen auch, dass es in der Gemeinde darum geht, uns gegenseitig zu ergänzen.
Deshalb versuchen wir, unterschiedlichen Menschen jeweils passende Aufgaben zu geben. Dann können sie ihre Stärken einbringen und ihre Schwächen müssen niemanden stören.

Klappt das bei euch?

Ich erlebe bei uns in der Gemeinde, dass es da oft noch einen Haken gibt. Schwierig wird es nämlich, wenn eine andere Person eine bestimmte Aufgabe komplett anders wahrnimmt und ausführt, als ich es selbst getan hätte.
Dann werden wir auf einmal hart im Urteilen und der Ergänzungsgedanke geht verloren.
An dieser Stelle spüre ich, dass Gott uns ganz besonders herausfordert, anderen Menschen Respekt entgegen zu bringen.
Auch, wenn ich erstmal nicht einverstanden bin, wie sie die Dinge angehen. Sehr schnell denken wir über die andere Person nach, weil wir zu wissen meinen, was die oder der andere besser machen könnte. Dabei interessiert Jesus überhaupt nicht, was wir über andere denken.

Jesus fragt dich und mich in solchen Situationen:
„Was geht gerade in deinem Herzen ab?“
„Kannst du dich selbst in Frage stellen lassen, bevor du den anderen in Frage stellst?“
„Wusstest du, dass der Balken im eigenen Auge immer größer ist, als der Splitter im Auge des anderen?“

Ich persönlich finde das sehr herausfordernd. Aber weil es für Nina und mich ein großer Wert ist, Jesus unsere Herzen hinzuhalten, haben wir mit der Zeit gelernt,
unsere unterschiedliche Art des Saubermachens als gegenseitige Bereicherung wahrzunehmen. Und wir sind Jesus dankbar für seine Idee der Ergänzung in seinem Leib.

Davon will ich mich gerade auch für die Gemeinde inspirieren lassen.

Viele Grüße
Ingmar

3. Ein Tipp für die Praxis

Ergänzungsspiel
Eine Person sitzt auf einem Stuhl an einem Tisch. Am besten hat sie ein großes Tuch umgebunden und die Arme hängen locker nach unten.
Eine zweite Person „leiht“ der ersten Person ihre Hände, indem sie diese unter deren Armen nach vorne auf den Tisch legt.
Die zweite Person kann nicht sehen, was vorne vor sich geht. Nun muss die zweite Person die erste füttern. Geeignet sind Sahnetorte, Eis, Kartoffelbrei, oder ähnliches.
Noch witziger wird es, wenn mehrere solche Pärchen am Tisch sitzen und nachdem der Teller leer gegessen wurde, muss natürlich getauscht werden!
Im Anschluss könnt ihr ja mal über 1. Korinther 12,12-31 sprechen 😉

4. Echt witzig

Ein Reisender zum Portier: „Haben Sie ein Zimmer für mich frei?“
Portier: „Leider nein.“
Reisender: „Hätten Sie denn ein Zimmer für die Bundeskanzlerin, wenn sie käme?“
Portier: „Aber klar, jederzeit!“
Reisender: „Dann geben Sie mir bitte ihr Zimmer. Sie kommt heute nicht!“

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