Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 458] Gott loben trotz …

Hallo …

… und viele Grüße in die Jugendleiternetz-Welt.
Seit Kurzem gibt es sie wieder, die wöchentliche Jugendleitermail.
Stephan Münch (Lebenstraum) und ich (Evangelische Hochschule TABOR) dürfen euch gemeinsam mit anderen Schreibenden darin weitergeben, was uns bewegt, wie und wo wir Gott erleben und was uns in und für die Arbeit mit Kinder, Teens und Jugendlichen ermutigt. 

Es ist toll, dass Ihr dabei seid, lest, kommentiert und und und.

Das ist schon einmal der erste Grund für heute, Gott zu loben: Viele „Jugendleiter“, die in den verschiedensten gemeinden für ihren Gott unterwegs sind. Schön, dass es euch gibt!

Mehr Gründe, um Gott zu loben, findet ihr gleich beim Weiterlesen.

Herzliche Grüße!
Heiko Metz 

1. Ein Wort zur Ermutigung

Preise den Herrn, meine Seele, ja, alles in mir lobe seinen heiligen Namen! 
Preise den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! 
(Psalm 103,1-2 NGÜ)

2. Gott loben trotz …

Es ist Sonntagsfrüh und ich bin unterwegs zum Gottesdienst in dem ich predigen darf. 
Psalm 103, 1-2 sind die Verse über die ich predigen möchte und ich habe mir ganz viele tolle Beispiele überlegt, warum man eigentlich gar nicht anders kann, als Gott zu loben. Weil er tolle Dinge tut. Für andere und uns. Weil er im Leben von Menschen wirkt. Weil er uns liebt obwohl er uns kennt und und und.

Bevor ich zu Hause loskomme ist schon einiges los. Zwei kleine Kinder und eine kurze Nacht fordern ihren Tribut und so komme ich – wie so oft, sie ich Papa bin – später los, als geplant. „Da fallen mir spontan wenig Gründe ein, Gott zu loben“, denke ich, als ich aus der Haustür komme. Aber die Autobahn ist mein Freund – bisher war ich noch immer pünktlich, wenn auch nur gerade so.

Die Fahrt dauert eine gute Stunde, die Autobahn ist frei, es ist eiskalt, die Sonne scheint – Gottesdienst, ich komme.

Nach guten 20 Minuten fällt mein Blick auf das Armaturenbrett und ich entdecke eine rot leuchtende Anzeige. „Komisch“, denkt mein Kopf gerade noch, „die Leuchte war doch eben noch nicht an.“, da höre ich auf einmal ein rasselndes Geräusch.
Schon Sekunden später rasselt es ohrenbetäubend laut aus dem Motorraum und ein merkwürdiger Geruch breitet sich aus. 
Leerlauf, das Auto rollt auf den Seitenstreifen. 
Mal den Motor ausmachen und wieder anlassen – beim Computer hilft so was ja schon mal. Der Wagen rasselt gleich wieder vor sich hin und ich lasse ihn – möglichst ohne das Gaspedal zu benutzen – zur nächsten Ausfahrt und dann auf einen kleinen Parkplatz rollen.

Und jetzt? Schnell in der Gemeinde anrufen, damit die Bescheid wissen, dass ich später … oder wahrscheinlich gar nicht komme. 
Na bravo. Mit Blick in mein Telefon fällt mir auf, dass ich zwar Emailadressen von Verantwortlichen aus der Gemeinde habe, aber keine Telefon- geschweige denn Handnummern.

Über einen Hilfepost bei Facebook komme ich dann doch noch an Kontaktdaten und kann der Gemeinde zehn Minuten vor Gottesdienstbeginn sagen, dass sie gleich alleine sehen müssen, wie sie klar kommen. Ist das peinlich. Und ärgerlich. Und überhaupt!

Wie komme ich nun nach Hause, um alles weitere zu organisieren? 
Die Bahnapp verrät mir, dass ich nur 20 Minuten bis zur nächsten Bahnhaltestelle laufen muss – und dann fährt da sogar ein Zug in meine Richtung.
Also los. Es ist kalt, ich stapfe an einer Straße lang Richtung Minibahnhof. 
Als ich ankomme und mich nur noch die Treppen vom Bahnsteig trennen, sehe ich oben meinen Zug überpünktlich abfahren. Da Sonntag ist, fährt der nächste Zug erst, nachdem ich hier sicher erfroren sein werde.

Ein Kollege schreibt mir zwischendurch: „Mach dir nix draus. Passiert halt. Aber Gottes Reich wird heute trotzdem auch in dieser Gemeinde gebaut. Nur halt anders als geplant.“ Das beruhigt mich mäßig, aber immerhin.

Endlich dann doch zu Hause angekommen, kann ich mit den Verantwortlichen aus der Gemeinde konferieren: Sie hatten einen sehr guten Gottesdienst, in dem sie das Lob Gottes mit vielen Berichten, Gebetszeiten etc. haben praktisch werden lassen. Viele sind sehr berührt nach Hause gegangen.

Das haut mich dann doch um. 
Ja, auch ich kann wirklich und buchstäblich nicht anders, als Gott zu loben. 
Weil er immer noch größer ist. Weil er immer noch eine andere Möglichkeit hat, die jetzt grade passt und gut ist. Weil er da ist, egal ob ich gerade merke, wie toll er ist oder nicht. Weil er für mich ist, auch wenn ich ihn gerade nicht loben kann oder will. 
Weil Gott ist, wie er ist.

Gott verdient mein Lob – auch bei gefühlten minus 100 Grad mit kaputtem Auto.
Dein Lob verdient er übrigens auch. Immer.

Halleluja!

(Heiko)

3. Tipp für die Praxis

Vielleicht nutzt du die verbleibende Fastenzeit bis Ostern, um dich täglich daran zu erinnern, Gott zu loben. Dafür, wer er ist und wie toll er ist; für alles Positive in Deinem Leben; vielleicht sogar für Negatives, was dich etwas lehrt, dich vor einer Dummheit bewahrt o.ä.?!

Ich bin mir sicher, dass du erstaunt sein wirst, wie viele tolle Dinge, Personen, Situationen es täglich in deinem leben gibt – und wie viele tolle (neue) Facetten du an Gott entdecken kannst!

4. Echt witzig

Die Tochter des Pastors leiht sich Papas Auto. Als sie ihm am Abend den Schlüssel zurückgibt, meint sie: „Papa, du musst den Wagen reparieren lassen – der hat Wasser im Vergaser.“
Verwundert schaut der Pastor auf: „Aber, Kind, wie kommst du darauf? Seit wann weißt du überhaupt, was ein Vergaser ist? Und warum sollte der neue Wagen jetzt Wasser im Vergaser haben?“
„Glaube mir“, beharrt die Tochter, „das Auto hat Wasser im Vergaser!“
„Also gut, ich schau mir das mal an – wo ist der Wagen denn?“
„Im Gartenteich!“

5. Copyright

Die Jugendleitermail das Jugendleiternetz sind ein kostenloses Angebot für Mitarbeiter in der Jugend- und Gemeindearbeit – erstellt von Lebenstraum – Jahr der Orientierung (www.dein-lebenstraum.com) und der Ev. Hochschule Tabor / Marburg (www.eh-tabor.de)

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