Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 462] TÜV – genau richtig

Hallo …

alle zwei Jahre muss ein Auto zum TÜV. Richtig. Genau! 
Aber wie ist das mit dem Glauben? Wäre da nicht auch hin und wieder eine Inspektion dran?

Ein paar Gedanken dazu von Theo Rühl.

Herzliche Grüße von …
Stephan Münch und Heiko Metz

1. Ein Wort zur Ermutigung

Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
(Johannes 6,35)

2. TÜV – Genau richtig.

Den TÜV kennen fast alle Menschen. Sein Slogan lautet „Genau. Richtig.“ Über sich selbst sagt er: „Anspruch und Leitidee des Konzerns ist die nachhaltige Entwicklung von Sicherheit und Qualität im Zusammenspiel von Mensch, Technik und Umwelt. In 69 Ländern weltweit.“
Ich hab mich gefragt, wie es sich mit dem Glauben verhält. Sollte es da vielleicht nicht auch einen TÜV geben, also eine Instanz oder Organisation, die sich um „Sicherheit und Qualität im Zusammenspiel von Mensch, Gott und Umwelt“ kümmert?
Wäre es nicht super, dass wenn jemand neu in die Gemeinde kommt er sein TÜV-Zertifikat vorzeigen könnte und der Pastor gleich wüsste: Aha, Defizite in der Regelmäßigkeit der Kleingruppen-Besuche. Alles super im Blick auf Lobpreis und diakonischen Lebensstil. Vor 3 Monaten Stille Zeit wieder in Stand gesetzt.
Was hätte das zur Folge? Man wüsste genau wie es um den anderen steht. Es wäre klar, welche Probleme jeder einzelne hat. Es wäre abschreckend. Es wäre ätzend. Es gäbe plötzlich ein richtig und falsch. Ein wahr und unwahr.

Beim Austausch um den Glauben soll es nicht darum gehen jemandem ein schlechtes Gewissen einzureden oder ihm seinen Glauben madig zu machen. Es ist gibt keine Vergleichspunkte oder Messwerte für den Glauben. Es gibt schlichtweg keine Gesetzmäßigkeiten, die etwas über die Qualität des Glaubens aussagen. Ja es gibt keine Qualität des Glaubens. Deshalb gibt es diesen Glaubens-TÜV (Gott sei Dank) nicht.
Das heißt, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Jeder kann machen und tun was er will. Naja fast. Ich glaube, dass Gemeinde und christliche Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag zur Beurteilung meines eigenen Glaubenslebens leisten. Ich habe selbst erfahren, dass manchmal etwas bei mir verändert werden muss. Ich habe erlebt, dass in manche Bereiche meines Lebens eine Änderung notwendig wurde. Nicht weil ich den Vergleich mit anderen hatte, sondern weil in meiner Beziehung zu Gott etwas gefehlt hat.

Das ist aber kein Beheben von Mängeln. Es geht mir eher um eine Instandsetzung der Beziehung, die jeder für sich vollzieht oder ein Tuning, dass jeder nach seinen Vorstellungen durchführt. Ganz einfach so, dass es zu jedem Einzelnen passt. Jeder hat seinen ganz eigenen Glauben, geprägt von seiner Biografie, seinem Umfeld und seinen Vorbildern. Deshalb sollte sich jeder die Frage stellen, wie er seinen Glauben lebt. Im besten Falle kann er dann mit Gott Hilfe auf die Frage, wie er seinen eigenen Glauben bewertet sagen: „Genau. Richtig.“

Und wenn das nicht der Fall ist, selbst drauf schauen und beten: Was Kann ich ändern?

Glaube macht satt. Vielleicht ist es mit dem Glauben tatsächlich wie mit Hunger und Durst. Da gibt es verschiedene Speisen und verschiedene Geschmäcker. Beim Glauben geht es nicht um ein „ich such mir das beste raus“. Es geht um satt werden. Da gibt es kein richtig oder falsch im Blick auf satt, aber im Blick auf Geschmäcker schon. Das ist ein anderes Thema. Vielleicht kommt es noch…
Bist du heute schon satt geworden oder dürstet es dich noch?

von Christopher (Theo) Rühl

3. Echt witzig

Fritzchen fährt mit seinem Auto beim TÜV vor.

Sagt Mann vom TÜV: „Sie haben ja gar keinen Tacho im Auto!“

Darauf Fritzchen: „Ich weiß aber trotzdem, wie schnell ich fahre. Wenn ich 40 km/h fahre, klappert die Fahrertür. Wenn ich 60 km/h fahre, klappert der Auspuff hinten. Und wenn ich 80 km/h fahre, klappert meine Oma auf dem Beifahrersitz mit ihren Zähnen!

4. Copyright

Die Jugendleitermail das Jugendleiternetz sind ein kostenloses Angebot für Mitarbeiter in der Jugend- und Gemeindearbeit – erstellt von Lebenstraum – Jahr der Orientierung (www.dein-lebenstraum.com) und der Ev. Hochschule Tabor / Marburg (www.eh-tabor.de)

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