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[Jugendleitermail 471] Das Gebet des Jabez

Hallo!

Kennst Du Jabez? Er ist einer dieser vielen Unbekannten der Bibel. Jabez steht für ein unglaubliches Gebet, das sein Leben prägte und das Gott erhörte.Hanna Münch (Co-Leitung von Lebenstraum / Uffenheim) nimmt uns mit hinein in diese faszinierenden Verse.

Wir wünschen dir ein gesegnetes Wochenende – und Gottes Schutz und Kraft!
Dein
Heiko und Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Jabez betete zum Gott Israels und rief: »Bitte segne mich doch und erweitere mein Gebiet! Steh mir bei mit deiner Kraft und bewahre mich vor Unglück! Kein Leid möge mich treffen!« Und Gott erhörte sein Gebet.
1. Chronik 4,10

2. Das Gebet des Jabez

Der Name eines Menschen (vor allem in der Bibel) ist sein Lebensprogramm. Der Name ist der Schlüssel, um diesen Menschen zu verstehen. Er prägt ihn in allen seinen Handlungen. Deswegen bakamen in der Bibel manche Menschen von Gott einen anderen Namen (Jakob – Israel, Sarai- Sara)Auch wenn der Name an sich heutzutage nicht mehr prägend ist für unser Leben, gibt es trotzdem Vorzeichen, die unser Leben entscheidend prägen.
Über dem Leben des Jabez stand so ein Vorzeichen. Es war ein Minus. Warum wissen wir nicht, aber seine Mutter nannte ihn Jabez, weil sie ihn mit Kummer geboren hat.
Welches negative Vorzeichen muss über dem Leben dieses Menschen gestanden haben. Sein Name bedeutet „Kummer“ (- stell Dir nur mal vor, wenn Du Dich irgendwo mit deinem Namen vorstellst:“ Guten Tag, ich heiße, Kummer…“)
Es gibt Menschen, die leiden an solchen negativen Vorzeichen über ihrem Leben und werden diese Vorzeichen niemals los. Sie versuchen diese Vorzeichen mit allen Mitteln abzuschütteln- aber vergeblich!
Jabez wandte sich mit seinem negativen Lebensvorzeichen an Gott.
Und Gott erhörte sein Gebet. Gott machte aus dem MINUS ein PLUS

Erste Bitte: Mögest Du mich segnen
Hast Du das schon mal gebetet?
„Ich kann Gott doch nicht darum bitten, mich zu segnen. Ich kann doch nur um Segen für andere (die Gemeinde, die Missionare…) bitten. Aber doch nicht für mich!“
Das ist falsch – wieso dürfen wir Gott nicht darum bitten, uns zu segnen? Was heißt „segnen“ eigentlich?
Eine Person zu segnen heißt, den Namen Gottes auf diese Person zu legen.
Segnen heißt also: Die Gegenwart Gottes in das Leben eines Menschen hineinzusprechen.“ Unser Wort „segnen“ kommt vom lateinischen „signare“ – zeichnen.
Gott hat sein Zeichen in dieses Leben hinein gezeichnet. Das heißt segnen. Wenn ein Mensch bittet: „Gott, segne mich“, dann bittet er darum, dass Gottes Gegenwart und Wille über sein
Leben gelegt wird.
Nach so etwas dürfen wir uns täglich ausstrecken.

Zweite Bitte: „ Mögest Du mein Gebiet erweitern“
Es geht hier um die Erweiterung des Lebensrahmens.
Herr, weite du meine Grenzen – das kann im Gebet konkret heißen: “Herr, lass du mich dazulernen. Lass mich über meine verbohrte Art, meine Lieblosigkeit, meine Rechthaberei hinauswachsen können. Lass mich an Besonnenheit und Güte zunehmen”. Gott will, dass wir wachsen und nicht stehen bleiben
Ich lade Dich ein, irgendeinen Wachstumsbereich aufzugreifen und Gott darum zu bitten: “Ach, dass du meine Grenzen weitetest und mein Gebiet mehrtest …

Die dritte Bitte: „Möchte deine Hand mit mir sein“
Diese Bitte ist die logische Folge der gerade behandelten Bitte. „Gott steh mir bei!“
Wenn unsere Grenzen gesprengt sind, wenn wir es gewagt haben, Gott um Erweiterung unseres Gebietes zu beten und wenn wir dann tatsächlich Gottes Wirken erleben, werden wir schnell überfordert sein
Dann brauchen wir den Beistand Gottes. Wer Gottes Segen erleben will, der muss abhängig von Gott werden. Abhängig von Gott ist man vor allem dann, wenn die eigene Kraft nicht mehr ausreicht
Das ist die dritte Bitte des Jabez. Kann es sein, dass wir viel zu viel aus eigener Kraft können?

Die letzte Bitte: „… dass du mich freimachst von Unheil …“
Mit dieser Bitte bricht der negative Bann, der über dem Leben des Jabez gelegen hat.
Sicher kennst Du das auch. Es gibt Schwachpunkt in unserem Leben. Gerade an diesen Schwachpunkten hat der Teufel immer wieder ein Einfallstor, um uns zu zerstören.
Bitte Gott, dass er dir dabei hilft, dass dich dieses Unheil nicht bekümmert und davon abhält weiterzugehen.
Weiter mit ihm zu gehen. Weiter darauf zu vertrauen, dass er dich segnet und dein Gebiet erweitert.

(Hanna Münch)

3. Tipp für die Praxis

Manchmal kommt man ins Gespräch mit einem Jugendlichen, der nicht weiß, was er werden soll.
Eins der besten Tools (mit dem wir auch bei Lebenstraum arbeiten), um den Beruf herauszufinden ist:
www.berufsprofiling.deHier bekommt man nach einem 1,5-stündigem Test ein richtig gut ausgewertetes Ergebnis, viele Vorschläge, von denen manche sehr zutreffend sind – und soger einen kleines Persönlichkeits-Profil.

4. Echt witzig

Da ein Ehepaar einfach keine Kinder bekommt, gehen sie schliesslich zum Pfarrer. Der rät ihnen, eine Wallfahrt nach Lourdes zu machen und dort eine Kerze anzuzünden. Jahre später will der Geistliche das Ehepaar besuchen. Als er klingelt, öffnet ihm eine große Kinderschar. „Sind denn Eure Eltern nicht zu Hause?“ „Nein,“ antwortet der Älteste, „die machen eine Wallfahrt nach Lourdes – die wollen dort eine Kerze ausblasen!“

5. Copyright

Die Jugendleitermail das Jugendleiternetz sind ein kostenloses Angebot für Mitarbeiter in der Jugend- und Gemeindearbeit – erstellt von Stephan Münch / Orientierungsjahr Lebenstraum (www.dein-lebenstraum.com) und Heiko Metz / Ev. Hochschule Tabor in Marburg (www.eh-tabor.de)

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