Kategorien: Beziehungen

[Jugendleitermail 53] Papa kann alles

Hallo
Heute Nacht ist zum ersten Mal wieder Schnee gefallen bei uns. Der Winter kommt wohl jetzt doch noch – zumindest hoffe ich’s!
Ich wünsche dir für die nächsten Tage, dass du dran bleibst an Gott – dass du mit ihm im Gespräch bist – und dass du auch im Alltag IHM immer wieder begegnest. Im Bus, auf dem Fahrrad, im Auto, in der Schule, auf der Arbeit, in der Küche, am Computer, jetzt ;-).

Gott mit dir!
Dein
Stephan

1. Ein Wort zum Nachdenken

Danach sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wer mir nachfolgen will, darf nicht mehr an sich selber denken, sondern muß sein Kreuz willig auf sich nehmen und mir nachfolgen.“
Matth. 16,24

2. Papa kann alles

Will mir jemand nachfolgen:
1. der darf nicht mehr ans sich selbst denken.
2. Er muss sein Kreuz auf sich nehmen.
3. Und muss mir nachfolgen.

3x steht hier ein Befehl: „Du musst!“ (ich habs im Griechischen nachgeprüft 😉

Damit hab ich echt ein Problem. Seit wann ist Jesus denn einer, der mich zwingt, etwas zu tun? So kenne ich Jesus eigentlich nicht.

Ist Jesus vielleicht doch jemand, der die Daumenschrauben auch mal ein bisschen fester anzieht? Ein Gott, der auch mal Menschen unter Druck setzt und sie zu Dingen zwingt?

Ich hab mich entschieden, Jesus zu folgen – aber ich kann nur schwer verstehen, dass ein „guter Hirte“ solche knallharten Forderungen stellt.

Jesus stellt also drei Bedingungen an die Menschen, die mit ihm mitgehen wollen:

1. Nicht mehr ans sich selbst denken
Es geht nicht um mich und meine Vorschläge. Es geht nicht zuerst darum, dass meine Bedürfnisse befriedigt werden, dass ich mich gut fühle oder dass Gott mir alles gibt, was ich mir wünsche. Es geht nicht um meinen Willen – es geht um Gottes Willen. Ich muss mich selbst verleugnen.

2. Sein Kreuz auf sich nehmen
Jesus hatte einen Auftrag auf dieser Erde: Die Erlösung der Menschheit. Er ging diesen Weg ans Kreuz, weil er wusste, dass es sein Auftrag war. Und so ließ er sich schlagen, anspucken und brutal ans Kreuz nageln – weil es Gottes Wille war.
Und was ist Gottes Wille für mich – für dich? Wo führt Gott mich hin? Was ist mein Weg – was ist mein Kreuz, das Gott mir auferlegt und das ich tragen muss?

3. Jesus nachfolgen
Jesus geht voran. Und ich muss ihm folgen.
Nicht ich bin der Herr über mein Leben – Jesus ist der, der mir sagt, wo es lang geht.
Nicht ich bin der Herr über meine Beziehungen und Familie – Jesus ist der, der hier das Sagen hat.
Und muss ihm folgen. Wie ein Schaf seinem Hirten folgt.
Ich muss ihm vertrauen. Wie ein Blinder, der seinem Blindenführer vertraut.
Ich muss ihm hinterher gehen. Wie ein Bergsteiger seinem Bergführer hinterher geht.

„Wer mir nachfolgen will, darf nicht mehr an sich selber denken, sondern muss sein Kreuz willig auf sich nehmen und muss mir nachfolgen.“

Eine Frage persönlich an dich:
Wie geht’s dir mit diesem etwas sperrigen Vers?
Mich würds echt interessieren, was du drüber denkst. Auch Zweifel oder „unpietistische“ Antworten sind mir wichtig!
Wir treffen uns im Forum – unter http://www.jugendleiternetz.de/?i=forum-f1t11

3. Aus der Praxis für die Praxis

Ich habe einen unglaublichen Fund gemacht. Der interessiert wohl vor allem Prediger. Schon seit einiger Zeit suche ich ein Bibelprogramm, das mir griechische und Hebräische Texte mit Grammatik wieder gibt. Und jetzt hab ich ein total komfortables Programm mit diesen Funktionen (in Englisch) runtergeladen. Du findest dieses Programm unter http://www.scripture4all.org/ – Wär vielleicht auch ein Tipp für deinen Prediger 🙂

Für alle Nicht-Theologen noch ein anderer Tipp:
Ich lese gerade das Buch „Leben mit Vision“, weil wir in Diespeck die die 40-tägige Kampagne durchführen. (Mehr zur Kampagne und zum Buch: www.kirche-mit-vision.de) Eine total geniale Lektüre, um mal sein eigenes geistliches Leben zu hinterfragen und auf Kurs zu bringen. Auch mir stellt das Buch gerade einige grundlegende Fragen.
Übrigens – dieses Buch ist eines der meistverkauften Bücher der letzten Jahre auf dem weltweiten Buchmarkt!

4. Echt witzig

ALLES, WAS ICH WISSEN MUSS, LERNTE ICH VON NOAH’S ARCHE
1. Nicht das Boot verpassen!
2. Denke daran, dass wir alle im selben Boot sitzen.
3. Plane vorausschauend! Es hat nicht geregnet, als Noah die Arche baute.
4. Bleibe in Form! Auch wenn du 100 Jahre alt bist, könnte dich jemand auffordern, etwas wirklich großes zu tun.
5. Höre nicht auf die Kritiker; tue einfach deine Arbeit weiter, die getan werden muss.
6. Baue dir deine Zukunft auf hohem Niveau.
7. Um der Sicherheit willen, reise paarweise.
8. Geschwindigkeit ist nicht immer ein Vorteil. Die Schnecken waren ebenso an Bord wie die Geparde.
9. Wenn du gestresst bist, lass dich eine Weile treiben.
10. Denke daran, dass die Arche von Amateuren gebaut wurde; die Titanic von Profis!
11. Mache dir keine Sorgen um den Sturm! Wenn du mit Gott unterwegs bist, wartet immer ein Regenbogen auf dich.

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