Kategorien: Beziehungen

Eine Auslieferungsgeschichte

Hallo!

Wie geht’s dir heute so?

Manchmal ist es herausfordernd, Mitarbeiter in der Gemeinde zu sein.

Wir hoffen, dass die JLM von heute dich ermutigt und dir weiter hilft.

Der Allmächtige segne dich!

Dein

Heiko und Stephan

Wort zur Ermutigung:

Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein. Er gab alle seine Vorrechte auf und wurde einem Sklaven gleich. Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen.  (Phil 2, 6+7)

Eine Auslieferungsgeschichte:

Weihnachten steht vor der Tür. Noch ein paar Tage. Der Dezember war voll, nicht nur mit schönen Dingen. Trotz der besinnlichen Zeit schien Unrecht und Demütigung nichts davon wissen zu wollen. Ja ich habe mich die letzten Wochen geärgert. Über Menschen. Man ist ihnen oft hilflos ausgeliefert. Besonders, wenn man klein ist. Ein kleiner Mensch – ein Kind.

Und Trotzdem. Jesus kommt in diese Welt. Um ein Mensch unter Menschen zu sein. Nicht nur irgendeiner. Nein ein Kind. Ein Baby sogar. Also das hilfloseste Wesen, das man werden kann. Ein Baby, abhängig von der Zugewandtheit, der Barmherzigkeit, der Geduld, der Selbstbeherrschung und Zuneigung anderer. Der Eltern zum Beispiel. Und glaubt mir, das kostet oft eine Menge von alledem ;). Der, der kommt um uns zu helfen, macht sich von unserer Hilfe abhängig. Gott liefert sich uns aus, gewährt uns die Macht ihn ganz einfach loszuwerden. Und von Anfang an versuchen das die Menschen. Am Ende trägt er die letzte Konsequenz und lässt sich ausliefern und hinrichten. Aber begonnen hat es schon da in Marias Bauch. Schlechteste Bedingungen: Er braucht einen Versorger, eine Mutter die ihn annimmt. Und tatsächlich Joseph lässt sich überzeugen und Maria willigt ein in die große Geschichte. Darum liefert er sich aus. Weil er uns schon immer ausgeliefert war. Gott ist uns völlig verfallen, kann nicht anders als sich uns ganz hingeben. Er will uns nicht erobern, er will mit uns leben. Als einer von uns. Und Liebe hat immer etwas damit zu tun ausgeliefert zu sein. Keiner kann einem so weh tun wie jemand, den man liebt. Aber keiner kann einen auch so heilen, wie jemand, der nichts von seiner Liebe zurück hält. Weihnachten ist eine Auslieferungsgeschichte. Eine Liebesgeschichte, eine Verletzlichkeitsgeschichte.

Ich wünsche dir in den nächsten Tagen berührende Begegnungen mit Gott. Trau dich, dich ihm auszuliefern. Er war es dir gegenüber schon immer. Schon als du im Leib deiner Mutter geformt wurdest. Frohe Weihnacht!

Witz:

Warum klettern Ostfriesen Anfang Dezember nur noch durch das Fenster? – Weil Weihnachten vor der Tür steht!

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